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Die Radierung war der Höhepunkt

AG Kunst im Gutshaus Altlandsberg, links Kursleiterin Christine Petzak
AG Kunst im Gutshaus Altlandsberg, links Kursleiterin Christine Petzak © Foto: AG Kunst im Gutshaus
Gabriele Rataj / 30.12.2010, 07:43 Uhr
Altlandsberg (In House) Die Stadtkirche, der Storchenturm, Blumen, der kleine Teich an der Amtsfreiheit, Collagen, ein großer bunter Kakadu – es gibt viele Motive, die Altlandsberger Kinder festhalten können. Zwei Jahre lang haben zehn von ihnen unter Leitung der Berliner Grafikerin Christine Petzak in der AG Kunst am Gutshaus erfolgreich versucht, das mit Stift und Pinsel, Feder und Messer, Kreide und Kohle oder sogar der Kaltnadel zu tun.

Sie beschäftigten sich mit genauem Beobachten, dem Umsetzen des Gesehenen, der Handhabung verschiedener Techniken. „Zum Schluss haben wir uns sogar an eine Kaltnadelradierung gewagt“, berichtet Christine Petzak. Dass die eifrigen kleinen Zeichner selbst das zum Nulltarif bekommen konnten, ist ihrer Initiative zu verdanken. Ein Bekannter habe das Papier gesponsert und ein befreundete Maler, Egon Bresien, die entstandenen Arbeiten gedruckt, erzählt die Kursleiterin.

Was die Schüler in der zurückliegenden Zeit gelernt haben, was ihnen Freude bereitete und sie gern zu den wöchentlichen Stunden im Gutshaus gehen ließ, hat der Kurs in einer kleinen Ausstellung zu Beginn des Jahres 2010 im Gutshaus gezeigt. Schade sei nur gewesen, bedauert Christine Petzak, dass zur Eröffnungsfeier nicht ein einziger Vertreter der Stadt Notiz davon genommen habe.

Vor allem die Kohle- und Federzeichnungen von Kirche, Gutshaus, Storchenturm schätzt Christine Petzak als gelungen ein. „Ich hätte mir gut ein Plakat mit diesen Arbeiten als Werbung für die Stadt vorstellen können“, sagt sie. Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Mit Auslaufen des Vertrags, den die Stadt mit dem Internationalen Bund als Betreiber des Gutshauses hatte, sowie dem künftigen Nutzen der Räumlichkeiten für die Hortkinder wird die AG Kunst entfallen.

„Wir haben von Frau Feustel aber das Angebot bekommen, im Haus der Generationen in Hoppegarten unsere Arbeit fortzusetzen.“ Das könnte gegen Ende Januar der Fall sein, würde aber für die Altlandsberger AG-Teilnehmer aus Klasse 1 bis 6 und sogar manchmal Kindergartenkinder kaum in Frage kommen, allenfalls für die Älteren.

In diesen Tagen haben die etwa zehn festen AG-Teilnehmer noch einen Weihnachtsbrief von ihrer Kursleiterin mit einer hübschen Radierung bekommen. „Ich wollte mich von den Kindern verabschieden und mich für ihr Interesse und das ihrer Eltern bedanken“, betont die Berliner Künstlerin. Auch das Team des Gutshauses habe aus ihrer Sicht ein großes Dankeschön verdient. „Zu unserer Ausstellungseröffnung hat uns das IB z. B. mit einem kleinen Buffet überrascht und uns auch sonst immer unterstützt.“

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Wer bei Christine Petzak in der AG Kunst in Hoppegarten weitermachen möchte, ist gern willkommen: dienstags, 15 bis 16 Uhr. Bei Interesse bitte unter Tel. 03342 212556 anrufen.

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