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Fluggäste der "Potsdam" feiern Silvester im Anflug auf Hongkong

Die auf den Namen „Potsdam“ getaufte Boing 747-400 der Lufthansa.
Die auf den Namen „Potsdam“ getaufte Boing 747-400 der Lufthansa. © Foto: dpa
Andreas Wendt / 30.12.2010, 18:07 Uhr - Aktualisiert 30.12.2010, 18:15
Potsdam (In House) Passagiere und Besatzung des Patenflugzeugs der Landeshauptstadt Potsdam begrüßen das neue Jahr in luftiger Höhe – auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Hongkong. Der Lufthansa-Jumbo vom Typ 747-400, der im September 1990 von Hannelore Gramlich-Döhl, der Gattin des damaligen Potsdamer Oberbürgermeisters Horst Gramlich, auf dem Airport Berlin-Schönefeld feierlich getauft wurde, startet am Silvestertag um 17.35 Uhr als LH 738 in Frankfurt am Main und wird in den frühen Morgenstunden des 1. Januar die chinesische Metropole erreichen.

„An Bord fließt bestimmt Champagner und Sekt, ansonsten ist das aber ein ganz normaler Linienflug“, sagt Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber. Das Patenkind der Stadt Potsdam ist eines von insgesamt 29 Flugzeugen dieses Typs und wird auf Langstrecken eingesetzt. Der Flieger zählt mit seinen 20 Jahren zu den älteren Jets der Lufthansa-Flotte. Er hat mittlerweile 107 500 Flugstunden auf mehr als 13 100 Lufthansa-Flügen hinter sich. „Technisch ist er allerdings weit moderner als bei der Auslieferung 1990“ sagt Weber. Alle fünf bis sechs Jahre würden die Maschinen generalüberholt und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Allerdings würden ältere Triebwerke wie die der „Potsdam“ mehr verbrauchen als neuere, weshalb die Lufthansa den Flieger in den nächsten Jahren auch verkaufen wird – der Name der Landeshauptstadt geht dann auf ein neues Flugzeug über.

Traditionell werden die Flugzeuge der Lufthansa-Flotte seit 1960 auf die Namen deutscher Städte getauft. Mit der „Berlin“, einer Boeing 707, fing damals alles an. Heute werden die Namen nahezu aller deutschen Großstädte und Bundesländer sowie von mehr als 180 weiteren Städten in alle Welt getragen. Die lange Warteliste kleinerer Städte spiegelt nach Unternehmensangaben das ungebrochene Interesse an der Partnerschaft mit Lufthansa. 1996 ist ein auf innerdeutschen und europäischen Strecken eingesetzter Airbus A 319 auf den Namen „Frankfurt (Oder)“ getauft worden, der Ziele wie Rom und Mailand ansteuert.

Ob die Lufthansa-Flotte mit der Inbetriebnahme des neuen Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) einen neuen Heimathafen finden wird, ist noch offen. Ein Drehkreuz analog zu München und Frankfurt am Main wird der Konzern Weber zufolge schon auf Grund der weitaus geringeren Passagierzahlen am BBI nicht einrichten. Gegenüber dem Magazin für Touristik und Business Travel kündigte Lufthansa-Manager Oliver Wagner ein Konzept an, mit dem der Auftritt der Lufthansa-Gruppe rechtzeitig zur Inbetriebnahme von BBI gestärkt werden soll. „Wir werden mit unserem Gesamtangebot, das ja in Berlin sechs Airlines umfasst, noch nicht so wahrgenommen wie Air Berlin“, beklagt Wagner.

In dieser Woche ist zwischen den Berliner Flughäfen der Grundstücksvertrag für eine neue Wartungshalle am Airport unterzeichnet worden. Auf dem 18 200 Quadratmeter großen Gelände wird bis zum BBI-Start 2012 ein Hangar mit drei Plätzen für Kurz- und Mittelstreckenjets entstehen. Zwei vorhandene Hangars in Schönefeld mit insgesamt fünf Flugzeugstellplätzen wird die Lufthansa parallel zur neuen Halle bis 2020 weiter für Wartungs- und Werkstattarbeiten nutzen.

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