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Claudia Beitsch erreicht den Südpol

Hatten sich für den Wettlauf qualifiziert: Claudia Beitsch und Dennis Lehnert vom deutschen Team
Hatten sich für den Wettlauf qualifiziert: Claudia Beitsch und Dennis Lehnert vom deutschen Team © Foto: ZDF/Jens Hartmann
Janet Neiser / 03.01.2011, 07:57 Uhr - Aktualisiert 03.01.2011, 11:42
Eisenhüttenstadt (In House) Es ist geschafft. Die in Pohlitz aufgewachsene Claudia Beitsch hat mit ihrem Team den Südpol erreicht. Und zwar so, wie sie es sich vorgenommen hatte – im alten Jahr und damit noch vor ihrem 31. Geburtstag am Sonntag. Am Tag vor Silvester kamen sowohl das deutsche als auch das österreichische Team am südlichsten Punkt der Erde an. Auf der Internetplattform Twitter hieß es da: „Schneller als erwartet legten die Teams zu Fuß die Strecke von 400 Kilometern zurück – was für eine Leistung.“ Und kurz wurde getwittert: „Beide Teams sind am Südpol angekommen. Erschöpft, aber gesund und glücklich.“ Wer als erster das Ziel erreicht hat, das wissen nur die Teilnehmer. Und das soll bis zum 8. März ein gut behütetes Geheimnis bleiben – da plant das ZDF die Ausstrahlung einer Reportagereihe zu der Abenteuer-Expedition im ewigen Eis.

Am 19. Dezember, um 16.25 Uhr, starteten die jeweils vier Deutschen und Österreicher ihren Wettlauf zum Südpol – ausgerüstet mit Schlitten und Zelten. Schon zuvor waren sie etliche Kilometer durch Schnee und Eis gestapft, um sich an die extremen Minusgrade und Windgeschwindigkeiten zu gewöhnen. Der Wettlauf ist eine Art Hommage an den Engländer Robert F. Scott und den Norweger Roald Amundsen, die vor knapp 100 Jahren als Erste den Südpol erobert hatten – ebenfalls in einem Wettrennen.

Zum deutschen Team gehörten neben Claudia Beitsch und Dennis Lehnert, die sich in einem harten Auswahlverfahren für den Wettlauf qualifiziert hatten, auch der ZDF-Moderator Markus Lanz und der singende Extremsportler Joey Kelly. Bei den Österreichern gab Skilegende Hermann Maier den Ton an.

Auf „Twitter“ konnten Daheimgebliebene die Tour der Extreme verfolgen. Über Satellitentelefon gaben die Teams Informationen an das ZDF weiter, die dann ge­twittert wurden und auch auf der MOZ-Internetseite zu sehen sind. So konnte man dann unter anderem erfahren: „Heute noch kein Anruf aus der Antarktis, haben keine genauen Infos, bisher kam das deutsche Team aber ganz gut voran.“ Oder in einem Eintrag vom 28. Dezember ist zu lesen: „Alex Serdjukov vom österreichischen Team, der von den Ärzten aus dem Rennen genommen wurde, ist jetzt mit dem Kamerateam unterwegs.“ Er hatte laut ORF Erfrierungen an sechs Fingern. Und „die Sastrugi machen uns zu schaffen. Das sind harte Rillen im Schnee, die durch starken Wind entstehen, also eine Art Eisverwehung.“ Auch persönliche Grüße wurden übermittelt – unter anderem von Claudia Beitsch an ihre Eltern in Pohlitz und ihren Freund in Rosenheim, wo sie seit einigen Jahren wohnt und arbeitet.

Manchmal marschierten die Teams die ganze Nacht durch. Etwa 40 Kilometer pro Tag. Allerdings sei der Schlitten am Ende nur noch 10 bis 15 Kilogramm schwer gewesen, berichtet Claudia Beitsch. Zuvor mussten sie und die anderen 60 Kilogramm hinter sich herziehen – mit allem, was man zum Überleben benötigt. „Das Schönste ist, wenn wir nach einem langen Marsch ins Zelt reinkriechen und Claudia einen heißen Kakao gemacht hat“, sagte Markus Lanz unterwegs.

Bilder vom Wettkampf in der Antarktis

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