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Ein letztes Mal sprühen und funkeln

© Foto: Matthias Wagner
matthias wagner / 09.01.2011, 18:01 Uhr
Altenhof (In House) Das neue Jahr nimmt langsam Fahrt auf und die geschmückten Bäume des nun endgültig verblassenden Weihnachtsfestes sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Damit die einst so bewunderten und geliebten Edelgehölze nicht ein gar zu ungeliebtes Ende bei der Müllabfuhr finden, haben sich die Altenhofer etwas Besonderes ausgedacht. Am Sonnabendnachmittag erstrahlten die Christbäume ein letztes Mal in hellem Glanz, denn seit mittlerweile sechs Jahren werden die nicht mehr sehr ansehnlichen Nadelträger im Rahmen eines kleinen Festes und unter Obhut der freiwilligen Feuerwehr verbrannt. Dazu gab’s Glühwein, Bratwurst, Smalltalk und natürlich jede Menge Spaß sowie Wünsche zum neuen Jahr.

Immer mit dabei ist Altenhofs Ortsvorsteher Wolfram Malkus, der gleichzeitig Ortswehrführer der Feuerwehr des kleinen Werbellinseedorfes ist. „Einerseits ist das Feuer schön und gemütlich”, erzählt er, andererseits seien die lichterloh brennenden, knochentrockenen Bäume auch eine lehrreiche Veranschaulichung dessen, was bei einem Brand im Wohnzimmer drohen kann, so der passionierte Feuerwehrmann. Viele unterschätzten das nach wie vor. Am Sonnabend lag die Aufsicht über das Feuers jedoch in den sicheren und erfahrenen Händen von Guido Kieprowski, ebenfalls ein langjähriges Mitglied der Feuerwehr. „Auch unser Baum wird heute mit verbrannt”, sagte er etwas wehmütig, angesichts der hoch in den Abendhimmel schlagenden Flammen.

Unter den zahlreichen Einheimischen, die teils mit der ganzen Familie zum Vorplatz des Feuerwehrdepots gekommen waren, fand sich auch Landarzt Dr. Immo Römer. Die Pflege des Zusammenlebens und der Gemeinschaft im Dorf, die solche Feste fördern, sei sehr positiv, betonte der Mediziner, dessen Praxis ebenfalls einer der sozialen Mittelpunkte des Ortes ist. Man komme zu ihm nicht nur, weil man zum Arzt wolle, sondern auch um sich auszutauschen.

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