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85 Arbeitsplätze sind gerettet

Stolzenhagener Dienstleistungs & Logistik Unternehmen mit Dagobert Tank, Oliver Schell und Peter Glaetzner (v.l.)
Stolzenhagener Dienstleistungs & Logistik Unternehmen mit Dagobert Tank, Oliver Schell und Peter Glaetzner (v.l.) © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
FOSCHROEDER / 11.01.2011, 20:09 Uhr
Klosterfelde (In House) Das Amtsgericht Frankfurt (Oder) hat zum 31. Dezember 2010 das Insolvenzverfahren der Stolzenhagener Dienstleistungs- und Logistik GmbH (SDL) aufgehoben und damit beendet. Das Unternehmen ist nun wieder voll handlungsfähig und saniert. Bereits Anfang August des vergangenen Jahres hatten die Gläubiger dem vom Unternehmen vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt und damit die Schuldenlast des Unternehmens auf ein gesundes Maß zurückgefahren.

Die SDL war im März 2010 wegen des langen und harten Winters 2009/2010 und vor allem wegen einiger Querelen mit einem bayerischen Finanzinvestor in Schieflage geraten. Der Sanierungsexperte Oliver Damerius von der Sozietät BBL & Partner entwickelte gemeinsam mit der Geschäftsführung Rolf-Dieter Weinhold die Strategie einer Sanierung in dem eigens dafür vorgesehenen Insolvenzplanverfahren. Dieses Verfahren wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Besonders erfreulich ist dabei, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben konnten.

Auch die vom Gericht bestellte Insolvenzverwalterin, Rechtsanwältin Susanne Müller, engagierte sich sehr für den Erhalt des Unternehmens mit Sitz in Klosterfelde. Sie ist überzeugt, dass der eingeschlagene Weg die einzige Möglichkeit war, das Unternehmen zu erhalten und die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen.

Die Geschäftsführung ist erleichtert und blickt zuversichtlich nach vorn. „Das war ein schwerer Schritt, aber er hat uns weit nach vorn gebracht. Wir sind jetzt in der Lage, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und profitabel zu arbeiten“, sagt der Geschäftsführer Rolf-Dieter Weinhold.

Die Stolzenhagener Dienstleistungs- und Logistik GmbH ist mit ihren rund 85 Mitarbeitern vorwiegend in den Bereichen Entsorgung und Transport tätig. Sie verfügt über insgesamt 42 Spezialfahrzeuge die täglich fast im gesamten Land Brandenburg unterwegs sind. Ein Teil der Fahrzeugflotte wurde gerade erst angeschafft.

Zu den Kunden der SDL zählen diverse Wasser- und Abwasserzweckverbände aus dem Barnim, Brandenburg/Havel, Seelow oder Fürstenwalde. Diese seien dem Unternehmen auch während der Insolvenzzeit treu geblieben, freut sich Peter Glaetzner, der kaufmännische Leiter des Unternehmens. Zudem habe man einen neuen Auftraggeber in Frankfurt (Oder) gewinnen können.

Ziel des Unternehmens sei es, in ihren Kernfeldern in den kommenden Jahren „weiter organisch zu wachsen“, erklärt Glaetzer. 
„Darin sind wir gut.“ Im Geschäftsjahr 2009 lag der Umsatz der SDL bei etwa fünf Millionen Euro.

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