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Mittagessen von nebenan

Franziska Wegner / 14.01.2011, 07:39 Uhr - Aktualisiert 04.02.2011, 11:37
Frankfurt (Oder) (In House) Woher die Kartoffeln und Möhren stammen, die es täglich in der Mensa der Europa-Universität Viadrina gibt, das wissen nur die wenigsten Studenten. Über Nachhaltigkeit hätten sie schon nachgedacht sagen viele, aber eben nicht beim Mittagessen. „Dabei fängt Nachhaltigkeit bei jedem persönlich an“, sagt Anne Neuber von der Grünen Hochschulgruppe und rät, nur Bio-Lebensmittel und Produkte aus der Region zu kaufen, je nach Angebot der Saison. Denn je weiter ein Produkt bis zum Endverbraucher reisen muss, desto mehr wird die Umwelt belastet.

Um für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, hatte die Grüne Hochschulgruppe am Mittwoch und Donnerstag Aktionstage organisiert. Während eines Möglichkeitenmarktes konnten sich gestern nicht nur die Studenten informieren, wie Nachhaltigkeit funktionieren kann. So sollte schon beim Einkaufen die Herkunft der Produkte überprüft werden. Denn beispielsweise für ein Kilogramm Erdbeeren aus Südafrika werden 4800 Milliliter Erdöl verbraucht. Dass entspricht einem kleinen Benzinkanister.

Mehrere Vorträge informierten über nachhaltigen Stadtverkehr, Möglichkeiten an der Universität und CO2-Endlager. Auch Katie Griggs von der Kampagne „10:10“ kam nach Frankfurt, um von Möglichkeiten des CO2-Sparens zu berichten. So riet sie beispielsweise dazu, weniger Müll zu produzieren und den anfallenden Abfall entsprechend zu trennen. Damit auch kaputte Energiesparlampen nicht mehr im Hausmüll, sondern im dafür vorgesehenen Sondermüll landen, hat der AStA in seinem Shop im Gräfin-Dönhoff-Gebäude eine Abgabestelle eingerichtet.

Die vor eineinhalb Jahren neugegründete Grüne Hochschulgruppe war mit den Aktionstagen zufrieden. Vor allem zur Abschlussveranstaltung im Verbündungshaus Fforst kamen zahlreiche Studenten, um den Film „Plastic Planet“ zu sehen und mit Biochemiker Hans-Joachim Graubaum zu diskutieren.

Link zum Video:

www.video.moz.de

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