Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Das Windenhaus kehrt zurück

Von der „Kosmetik“ zurück: In der Firma Metallbau Krüger wurden die Rostschäden des Windenhäuschens beseitigt, es bekam wieder einen Anstrich in der Originalfarbe. Der Transport zurück zum Wettermuseums-Gelände sorgte für Aufsehen.
Von der „Kosmetik“ zurück: In der Firma Metallbau Krüger wurden die Rostschäden des Windenhäuschens beseitigt, es bekam wieder einen Anstrich in der Originalfarbe. Der Transport zurück zum Wettermuseums-Gelände sorgte für Aufsehen. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 24.01.2011, 18:58 Uhr
Lindenberg (In House) Nach wetterbedingten Verzögerungen ist das sanierte Windenhaus 2 durch den ortsansässigen Metallbau Krüger wieder an seinen Platz auf dem Gelände des Wettermuseums an der Herzberger Straße zurückgebracht worden. Für den Verein war das der Höhepunkt der letzten Monate.

Jetzt befanden sich die sechs von 53 über ganz Deutschland verteilten Mitglieder des Vereins trotz eisiger Kälte in Sektlaune. Familie Weitzel mit Gabriele, Joachim und Sohn Sascha, André Knöfel, der Stellvertreter des Vorsitzenden, Ralf Kraak und der Vorsitzende Bernd Stiller selbst waren mit drei Mitarbeitern des Vereins gekommen, um mitzuhelfen, den Transportweg sowohl des Krans als auch des Windenhäuschens durch Lindenberg abzusichern. Danach hätten sie gehen können, aber nein: „So etwas sieht man nicht jeden Tag“, war Joachim Weitzel begeistert und blieb wie die anderen, bis sich nach etwa anderthalb Stunden das Häuschen auf seinem angestammten Platz befand.

Am 12. September war das Windenhaus vom Metallbau Krüger zur Sanierung abgeholt worden, aber Schnee und zuletzt aufgeweichter Boden hatten die für Dezember geplante Rückführung immer wieder hinausgezögert. Für rund 35 000 Euro hatte die Firma die umfangreichen Rostschäden beseitigt sowie auf dem denkmalgeschützten Gebäude von 1936 den Anstrich in der Originalfarbe angebracht. An der Finanzierung hatten sich mit 5000 Euro der Landkreis, mit 9000 Euro die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie mit insgesamt 16 500 Euro gemeinsam die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken Norddeutschland und die Volks- und Raiffeisenbank Oder-Spree beteiligt. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts hatte das nach der Windrichtung manuell drehbare Windenhäuschen für Drachenaufstiege zur Sondierung der Atmosphäre gedient. Nachdem es durch die Einführung modernerer Techniken seine Funktion eingebüßt hatte, wurde es für verschiedene Zwecke genutzt, auch eine Zeitlang zur Haltung von Kleinvieh, weiß Joachim Weitzel, der zu denen gehört, die ehrenamtlich Gäste durch das Museum führen.

Der Transport durch den Ort und das Aufstellen des Häuschens waren eine logistische Meisterleistung aller Beteiligten. Vom Metallbau war deshalb die Chefin Katja Krüger selbst mit dabei. Es war eine Slalomfahrt, um nicht mit Straßenbäumen in Kollision zu kommen. Die zum Warten gezwungenen Autofahrer mussten beruhigt werden, und dann galt es, das Gebäude mittels Kran auf das Grundstück und auf seine Laufschiene zu hieven.

Damit aber ist das Engagement des Vereins noch nicht zu Ende. Das Einsetzen neuer Scheiben gehört noch zum Vertrag mit Metallbau Krüger. Um den fehlenden Fußboden, der total durchgemorscht war, einsetzen zu können, müssen wieder neue Spenden eingeworben werden. Auch soll, wie Bernd Stiller erzählte, die Drehfunktion elektrifiziert werden, was technisch gar nicht so einfach sei.

Spenden an: Wettermuseum e.V., Kontonummer: 6035841, BLZ: 17062428, Raiffeisen-Volksbank Oder-Spree eG, Kennwort „Windenhaus“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG