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Bronzeschatz-Kopien jetzt zu sehen

© Foto: Johann Mueller
Bärbel Kloppstech / 25.01.2011, 08:16 Uhr
Lebus (In House) Mozartsche Musik stimmte auf einen Abend voller Überraschungen ein. Die beiden Mitglieder des Brandenburgischen Staatsorchester Michaela Kennke, Violine, und Prem Weber, Cello, unterhielten die Gäste des Neujahrsempfangs des Lebuser Heimatvereins mit der Sonate B-Dur KV 292. Die heitere Mozartsche Musik war der rechte Rahmen für die farben- und lebensfrohe Fotoausstellung mit dem vielversprechenden Titel „Was hier kreucht, fleugt und wächst“. Mit dieser nicht nur schön anzusehenden, sondern auch lehrreichen Schau für die ganze Familie startet der Heimatverein in ein neues Jahr mit einem abwechslungsreichen Programm.

Die Interessengruppe Fotografie, die von Gudrun Kissinger geleitet und deren Mitglieder sie zur Eröffnung der ersten Exposition vorstellte, wird ihre Arbeiten bis zum ersten Mai zeigen. Die Fotos von Günter Fehling, Eckehard Tillack, Giselher Eder, Wolfgang Töpfer und Gudrun Kissinger dokumentieren das Leben, die Natur in der Lebuser Landschaft. Sie offenbaren einen aufmerksamen, sehr sensiblen Blick für alles, was da so kreucht, fleugt und wächst.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends, dem nicht nur die Gastgeber, die 77 Mitglieder des Heimatvereins, sondern auch die Gäste mit Spannung entgegensahen, war die Präsentation der ersten Nachbildungen des 2003 entdeckten Lebuser Bronzehortes. Das weiße Tuch, das die Glasvitrine verhüllte, deckten Heimatvereinsvorsitzender Bernd Tillack, Amtsdirektor Heiko Friedemann und Oberin Schwester Christel von der Lutherstiftung, einer der großen Sponsoren des Repliken-Vorhabens des Vereins, auf.

16 der archäologisch interessantesten 101 Beile des größten zusammenhängenden Bronzeschatzes, der zwischen Weichsel und Elbe bisher entdeckte wurde, will der Verein nachbilden lassen. Denn nach den Ausgrabungen kehrte der Bronzeschatz nie wieder nach Lebus zurück. Kurzzeitig waren Teile im Museum Viadrina in Frankfurt zu sehen. Der komplette Fund wird im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg ausgestellt und dort auch für immer als Exponat verbleiben. „Um dieses anschauliche Zeugnis der Lebuser Geschichte dennoch für die Stadt, ihre Bürger und Besucher, nutzbar zu machen“, unterstrich Vorsitzender Bernd Tillack, „beschloss der Heimatverein 2009, Teile des Bronzehortes nachbilden zu lassen. Die ersten zehn Repliken sind dank der Spenden vieler nun hier im Museum zu sehen. Wir werden weiter sammeln – für die noch fehlenden sechs“, versprach Tillack.

Haus Lebuser Land, Öffnungszeiten Die bis Fr 10 bis 17 Uhr, Sa, So, Feitag 13 bis 16 Uhr.

Die Vitrine mit den ersten Repliken des 2003 in der Oderstadt entdeckten Bronzeschatzes ist die neue Attraktion im Haus Lebuser Land. Ab heute ergänzt sie die ständige Ausstellung zur archäologischen Geschichte der einstigen Bischofstadt. Die Gäste des Neujahrsempfangs des Heimatvereins Lebus waren die Ersten, die sich die originalgetreuen Nachbildungen ansehen konnten. Sehenswert sind auch die Fotos, die die erst 2010 entstandene Interessengruppe Fotografie des Heimatvereins in ihrer ersten Ausstellung ebenfalls ab heute zeigt. Sie trägt den Titel „Was hier so kreucht, fleugt und wächst“.

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