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Knapp 5000 Besucher sahen umstrittene Pückler-Aufführung

31.01.2011, 16:23 Uhr
Cottbus (DDP) Fast 5000 Besucher haben die umstrittene Aufführung „Fürst Pücklers Utopia“ im Cottbuser Staatstheater gesehen. Auch die letzte der neun viel diskutierten Aufführungen des Berliner Dramaturgen Christoph Klimke in der Regie des Österreichers Johann Kresnik am Sonntag sei ausverkauft gewesen und bejubelt worden, teilte am Montag das Staatstheater mit. Bei den Aufführungen des Stückes ist nach eigenen Angaben eine durchschnittliche Auslastung von 92 Prozent erreicht worden. Die Uraufführung fand zum 225. Geburtstag des Fürsten Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau (1785-1871) am 30. Oktober 2010 statt.

Bereits unmittelbar nach der großen Festveranstaltung und der Uraufführung habe es lebhafte Auseinandersetzungen und kontroverse Diskussionen über das Stück gegeben, sagte der Cottbuser Theaterintendant Martin Schüler. Die Meinungen hätten von Zustimmung bis zur totalen Ablehnung gereicht. Insgesamt hätten die Diskussionen und sogar öffentlichen Debatten um die Aufführung dem Staatstheater Cottbus offenbar gut getan, zeigte sich der Intendant überzeugt.

Das Mehrspartenstück hatte erstmals das Leben des Gartenfürsten, Weltenbummlers und Literaten auf eine Theaterbühne gebracht. Im Stück blickt Pückler, gespielt vom Münchener Schauspieler Roland Renner, kurz vor dem Tod auf sein Leben zurück. Er begegnet noch einmal seinen Frauen, Freunden und Feinden. Neben Schauspielern, Tänzern, Sängern, Chor und Orchester des Staatstheaters Cottbus wirkten auch mehr als 50 Laiendarsteller mit, darunter kleinwüchsige Menschen, Striptease- und Bauchtänzerinnen, Feuerspucker und ein lebendiges Äffchen. Besonders die Striptease-Einlagen auf offener Bühne hatten einige Theaterfans erbost. Einige von ihnen forderten, die Mittel für derartige Aufführungen des Staatstheaters künftig auf den Prüfstand zu stellen.

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