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Bürgermeister würdigt Brunnenbauer

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sgoettmann / 01.02.2011, 21:39 Uhr
Bad Freienwalde (In House) Adrian Langer von der Bad Freienwalder Firma Brunnenbau Pestke ist beim Bundeswettbewerb der Brunnenbauer in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) von der Handwerkskammer als zweiter Bundessieger ausgezeichnet worden. Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos) gratulierte gestern Vormittag dem 21-jährigen Mädewitzer und überreichte ihm das MOZ-Buch „Bad Freienwalde einst und jetzt“.

„Wir brauchen das Handwerk und ich bin froh, wenn wir junge Leute haben, die leistungsbereit sind und hier eine Perspektive haben“, sagte Lehmann. Er hoffe, dass er dem Betrieb treu bleibt.Langer, der den Preis als Lehrling holte und jetzt Geselle ist, will sich fortbilden und erwägt ein zweijähriges Bautechniker-Studium. Dafür reichen jedoch die 5000 Euro Begabtenförderung, die er mit dem Preis bekam, längst nicht aus. Vor allem will Langer in dem Bad Freienwalder Betrieb erst einmal Berufserfahrung sammeln. Um selbstständig an einer Baustelle arbeiten zu können, braucht er noch ein paar Jahre. „Da steht in der Regel Technik im Wert von 500 000 Euro“, sagte Brunnenbaumeister Ralph Pestke.

Voraussetzung für die Anmeldung zum Bundeswettbewerb war ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0. Zudem durften die Bewerber nicht älter als 20 Jahre sein. Langers Aufgabe war, mit Hilfe vorgegebener Skizzen einen Entsandungskolben zu bauen. Diesen benötigen Brunnenbauer, um beim Bau eines neuen Brunnens den Restsand abzusaugen, erläuterte Brunnenbaumeister Ralph Pestke. Der Chef bekam kurz vor dem Wettbewerb noch den Hinweis, dass die Teilnehmer schweißen mussten. Daher verpasste er Langer noch einen dreitägigen Crashkurs im Schweißen. „Die Schweißnähte meiner Mitbewerber waren zwar schöner, aber meine hielten“, sagte Langer. Ausschlaggebend sei jedoch gewesen, dass den Prüfern die Funktionsweise seines Entwurfs besser gefallen habe.

Zum Brunnenbau sei er von seinem Vater ermutigt worden, der einen Baubetrieb in Mädewitz hat, berichtet der frischgebackene Geselle. Das Handwerk liege ihm sehr. Auch in seiner Freizeit schraubt der junge Mann gerne – am Auto.

Brunnenbau Pestke, in vierter Generation in Freienwalde, gibt 25 Mitarbeitern Lohn und Brot. Die Firma bohrt Brunnen für die Wasserversorgung für Verbände der Region, aber auch für die Berliner Wasserbetriebe. Eine weiteres Standbein ist der Bau von Wärmepumpen für Einfamilienhäuser. Potsdam gelte zurzeit als „Boomtown“, jedes zweite Haus werde umgerüstet, so Pestke.

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