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Schienen der Bäderbahn werden abgebaut

Ruth Buder / 02.02.2011, 18:56 Uhr
Beeskow (In House) Zwischen Beeskow und Bad Saarow lässt die Scharmützelseebahn GmbH derzeit Stück für Stück die Gleisanlagen abbauen. Zwar fährt auf dieser Strecke seit etwa 13 Jahren kein Zug mehr, aber noch immer bestand Hoffnung, dass sie wieder aktiviert werden könnte. Vor zwei Jahren hatte die Bahn die Infrastruktur an die Erlebnisbahn GmbH Zossen-Jüterbog verkauft. Jetzt gehört die Strecke der Scharmützelseebahn GmbH. Der neue Eigentümer hatte ursprünglich noch die Idee geäußert, einen museal-touristischen Zugverkehr einzurichten. Für Jörn Schneider, Geschäftsführer der Scharmützelseebahn GmbH, ein unrealistischer Gedanke. Er will die unattraktiven Teile der Strecke zwischen Bad Saarow und Beeskow offenbar loswerden und hat im Bundesanzeiger das 14 Kilometer lange Stück ausgeschrieben. Obwohl erst am 15. Februar Ausschreibungsschluss ist, hat das Unternehmen bereits begonnen, die Schienen auszugraben. Im Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) war bis Mittwoch Abend nicht zu erfahren, ob für diese Arbeiten eine Genehmigung vorlag. Ein Rückbau könne aber auch vorgenommen werden, wenn die Strecke noch nicht entwidmet sei, sagte auf Nachfrage ein Sprecher des Infrastrukturministeriums in Potsdam. Dennoch müsse ein solcher genehmigt werden. Offiziell gilt die Strecke zwischen Bad Saarow und Beeskow noch als Eisenbahnstrecke, es fährt auch – per Bus – Schienenersatzverkehr.

In diesem Jahr wäre die Strecke Fürstenwalde – Bad Saarow – Beeskow 100 Jahre alt geworden. Während in Bad Saarow ein Teilstück vom Bahnhof bis zum Krankenhaus reaktiviert und im Juni ein weiterer Haltepunkt eingerichtet wird, wird die bereits von Bäumen und Sträuchern zugewucherte Strecke nach Beeskow weiter von der Natur vereinnahmt werden.

Die Bäderbahn gehörte einst zu den ältesten Zugstrecken Ostbrandenburgs. Für Bahnfreunde geht damit auch eine Ära zu Ende.

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