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Alten Försterei hat sich zum Geheimtipp gemausert

Wollen Kultur und Natur mit ländlicher Lebensart verbinden: Kai-Uwe Rettig und Sindy Koba sind seit knapp zwei Jahren in dem früheren Forsthaus von Briescht zu Hause und fühlen sich im Ort gut angenommen.
Wollen Kultur und Natur mit ländlicher Lebensart verbinden: Kai-Uwe Rettig und Sindy Koba sind seit knapp zwei Jahren in dem früheren Forsthaus von Briescht zu Hause und fühlen sich im Ort gut angenommen. © Foto: Iris Stoff
Iris Stoff / 04.02.2011, 08:03 Uhr
Briescht (In House) Ihre Fangemeinde kann sich freuen. Auch in diesem Jahr wollen Sindy Koba und Kai-Uwe Rettig zwischen Mai und September wieder zu interessanten Veranstaltungen in die Alte Försterei nach Briescht einladen. Die ist letzten Sommer zu einem richtigen Geheimtipp geworden.

„Wir fühlen uns wohl hier, die Menschen im Ort haben uns gut aufgenommen, und mit der Resonanz auf unseren ersten Veranstaltungssommer sind wir auch zufrieden.“– Kai-Uwe Rettig sitzt mit seiner Lebensgefährtin Sindy Koba in der gemütlichen Stube des Forsthauses, die von einem Kachelofen wohlig erwärmt wird und hält für die MOZ Rückschau auf das vergangene Jahr. Beide haben viele Jahre in Großstädten gelebt und sind ganz bewusst wieder zurück in eine ländliche Region gezogen. Hier in Briescht scheinen sie den Ort gefunden zu haben, wo sie ihre Vision – die Symbiose von ländlicher Lebensart mit Natur und Kultur – verwirklichen können.

Vor etwa knapp zwei Jahren erwarben sie das Anwesen der früheren Försterei Briescht vom Landesbetrieb Forst, der es im Zuge der Forstreform veräußerte. In dem 1906 errichteten Forsthaus, das seit 2007 unter Denkmalschutz steht, atmet alles Geschichte. „Hier ist baulich nichts verändert worden, Fenster und Fußböden sind noch original“, erklärt der Innenarchitekt Kai-Uwe Rettig.

Das Grundstück mit den herrlichen alten Eichen ist etwa 11 000 Quadratmeter groß, eine Wiese reicht bis an die Spee. Es gibt reichlich Nebengelass, zum Beispiel eine Scheune. Auf dem Gelände bieten sich dem Paar viele Möglichkeiten, seinen Plan, hier eine Stätte für Kultur, Umwelt und Tourismus und die Bewahrung der ländlichen Tradition zu entwickeln, umzusetzen. Die Veranstaltungen im vorigen Jahr haben jedenfalls Leute weit über die Region hinaus angezogen. Zwischen dem Fest zum Tag des Baumes im Mai und dem Tag des Denkmals im September gab es den ganzen Sommer über verschiedene Veranstaltungen. Das Angebot reichte von Theater über Ausstellungen, Konzerte und Lesungen bis hin zu Kinoabenden mit besonderen Filmen. Auch Schulklassen waren zu Gast.

Im Moment sind Sindy Koba und Kai-Uwe Retting bei der Planung des diesjährigen Veranstaltungssommers. Auftakt wird ein Fest am 1. Mai sein. „Ein gemütliches Beisammensein im Kaffeegarten mit Blick auf die Spree, Blasmusik und Kinderprogramm“, so Kai-Uwe Retting. „Wir wollen damit auch Radfahrer zur Rast einladen, die hier auf dem Spreeradwanderweg vorbeikommen und alle Besucher über das Programm in den nächsten Monaten informieren.“ Geplant seien da neben vielfältigen kulturellen Angeboten den ganzen Sommer über auch Grillabende am letzten Sonnabend im Monat. Dem jungen Paar schwebt zudem vor, eine Seminarreihe ins Leben zu rufen, wo Leute ungezwungen über die verschiedensten Themen philosophieren können. „Ich würde mich zum Beispiel gern mal über 'verlorene Geräusche' unterhalten", sagt Kai-Uwe Retting und nennt gleich zwei Beispiele, die viele noch kennen: "Die Wählscheibe am Telefon und das Klackern der Schreibmaschine."

Doch nicht nur bei Veranstaltungen in Briescht hat das Paar aus der Alten Försterei die Hände im Spiel. Als Partner der Ökofilmtour in Brandenburg haben sie auch Filmabende und -nachmittage in Beeskow, Mittweide, Tauche, Trebatsch und Bad Saarow organisiert, die sie betreuen und moderieren werden.

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