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Regen verschärft Binnenhochwasser

Ausnahmezustand: Diese Feuerwehrleute versuchten, das Wasser von Grundstücken in der Golzower Bahnhofssiedlung abzupumpen.
Ausnahmezustand: Diese Feuerwehrleute versuchten, das Wasser von Grundstücken in der Golzower Bahnhofssiedlung abzupumpen. © Foto: Johann Müller
FKNUSZMANN / 06.02.2011, 18:36 Uhr - Aktualisiert 07.02.2011, 07:42
Seelow/Golzow (In House) Zwischen 25 und 30 Liter Wasser sind am Wochenende im Oderbruch (Märkisch-Oderland) gefallen. Damit hat sich die Situation des Binnenhochwassers erneut dramatisch verschärft. Die völlig gesättigten Böden können das Regenwasser nicht mehr aufnehmen. Die Gräben sind übervoll, es kann aus dem tiefer gelegen Bruch nicht in die Oder gelangen. Neben Feuerwehren wurden am Sonntag erneut auch die Helfer des THW zum Einsatz gerufen, um in Siedlungsbereichen zumindest die Zugänge zu den Wohnhäusern zu sichern. Grundstücke waren und sind vom Wasser eingeschlossen.

In den letzten Tagen waren die Binnenpegel im Oderland leicht gesunken. Ein Aufatmen gab es jedoch nicht, denn nach wie vor stehen unzählige Keller unter Wasser. Mit den Regenfällen des Wochenendes hat sich die Situation wieder deutlich verschärft. „Wir wissen nicht, wo wir zuerst eingreifen sollen“, so Axel Hulitschke vom Gewässer- und Deichverband. „Jeder Zentimeter Niederschlag bringt neue Probleme.“ Die bis zu 
30 mm Regen pro Quadratmeter brachten das Fass vielerorts zum Überlaufen.

Video: Die Freiwillige Feuerwehr Briesen pumpt einen Keller in Petersdorf leer

Seit Sonntagmorgen liefen bei der Rettungsleitstelle in Frankfurt (Oder) immer wieder Hilferufe von betroffenen Bürgern ein. In der Golzower Bahnhofssiedlung stand auf zahlreichen Grundstücken das Wasser 30 cm hoch. Drei Feuerwehren des Amtes Golzow rückten aus. Zwei Pumpen mit einer Leistungskraft von 1000 Litern beförderten das Wasser von den Höfen auf angrenzende Felder. Der Gewässer- und Deichverband stellte hunderte gefüllter Sandsäcke bereit, die verlegt wurden, um das Zurückfließen des Wassers zu verhindern.

Auch aus anderen Teilen des Oderlandes meldeten sich bis zum späten Nachmittag Bürger in ihrer Not bei der Rettungsleitstelle. Diese koordinierte bis zum Abend den Einsatz zahlreicher Feuerwehren.

In der Manschnower Siedlung Herzershof hatten sich die seit Wochen auf den Feldern stehenden Seen bis in die Wohnsiedlung ausgedehnt. Der Gewässer- und Deichverband forderte das THW aus Seelow an. Am Nachmittag wurden die Helfer von einem weiteren THW-Verband aus Lübben mit einer leistungsstarken Pumpe unterstützt.

Das Wasser überflutet inzwischen auch in den Höhenlagen Straßen und Wege. Die Straße am Ortseingang von Petershagen nahe der B 5 wurde überschwemmt und musste von der Polizei für den Verkehr gesperrt werden.

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