Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Geduldsspiel mit knappem Ausgang

Konzentration beim Königsspiel: Mirko Lehmann aus Briesen (r.) und Reinhard Hahn (SG Gaselan) Foto: Michael Nowak
Konzentration beim Königsspiel: Mirko Lehmann aus Briesen (r.) und Reinhard Hahn (SG Gaselan) Foto: Michael Nowak © Foto: Michael Nowak
Michael Nowak / 09.02.2011, 09:58 Uhr
Briesen (In House) Vollkommen still ist es im Gemeindehaus der Briesener Kirche. Nur ganz gelegentlich knarrt ein Stuhl oder raschelt ein Kugelschreiber übers Papier. Und doch findet gerade ein Spitzenduell im Sport statt. Genauer im Denksport. In der Schach-Regionalklasse Ost sitzen sich je acht Spieler des SV Briesen und vom bisherigen Spitzenreiter SG Gaselan Fürstenwalde an ihren Brettern gegenüber.

Das bessere Ende haben die Briesener für sich: Gleich fünf Vergleiche enden Unentschieden. Der Briesener Lothar Bindernagel unterliegt in seiner Partie, seine Vereinskollegen Anja Braun und Mirko Lehmann können dafür jeweils gewinnen. So reicht es am Ende zum knappen 4,5:3,5-Sieg. Für ein Remis gibt es dabei immer einen halben, für einen Sieg einen vollen Punkt.

Mit dem Ergebnis erfüllte sich auch die Prognose von Daniela Heinrich. Die Briesenerin hatte selbst relativ schnell Remis gespielt und schon Stunden vor dem Ende genau diesen Punktestand vorhergesagt…

„Das war unser erster Erfolg gegen die SG Gaselan Fürstenwalde überhaupt“, freute sich auch Briesens Vereins-Chef Volker Heinrich, selbst mit einem Unentschieden am Spieltag beteiligt. Der Sieg spült die Odervorländer – als einzige Mannschaft ohne Niederlage – sogar an die Spitze der Regionalklasse Ost. Denn das neben den Fürstenwaldern bisher vor ihnen platzierte Team vom KSC Strausberg musste sich dem ESV Eberswalde IV geschlagen geben.

Dass Schach auch ein Geduldsspiel ist, davon können sich Besucher bei den Spielen im kleinen Haus der Kirchengemeinde überzeugen. Zwei Stunden Zeit hat jeder Spieler für seine ersten 40 Züge, für alle übrigen noch einmal eine halbe. Bis zu fünf Stunden kann also ein einzelner Vergleich dauern. Jüngere und Ältere, Frauen und Männer spielen da gegeneinander. So wie diesmal die Fürstenwalder Schach-Ikone Wolfgang Zacher gegen den Briesener Youngster Philipp Heinrich. Auch die beiden beendeten ihre Partie übrigens ohne ein „Schachmatt“.

Der SV Briesen will die knappe Tabellenführung nun unbedingt verteidigen. „Jetzt kommen nur noch Endspiele um Meisterschaft und Aufstieg“, sagt Volker Heinrich. Das erste davon findet am 27. Februar beim ESV Eberswalde IV statt. Still und spannend wird es im Briesener Kirchengemeinde-Haus dann wieder am 20. März, ab 10 Uhr, zugehen, wenn der SV Glück Auf Rüdersdorf III zu Gast ist.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG