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Kekeritz legt Schriftführer-Amt wegen neuer Kleiderordnung nieder

16.02.2011, 11:17 Uhr
Hamburg/Berlin (DDP) Der bayerische Grünen-Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz hat das Amt des parlamentarischen Schriftführers wegen einer neuen Kleiderordnung niedergelegt. „Ich ziehe eine Krawatte dann an, wenn ich es möchte, nicht wenn ich es muss“, sagte der 57-Jährige der „Hamburger Morgenpost“ weiter. Er werde nicht der Einzige bleiben, „der sich dem Zwang nicht unterwirft“. Dem Bundestag könnte dann bei den derzeit 40 Schriftführern ein „katholisches Desaster“ drohen, nämlich „fehlender Nachwuchs“.

Kekeritz hatte zuvor ein Gespräch mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) geführt. Da das Präsidium weiter auf der seit Dezember geltenden Regelung bestanden habe, habe er seinen Rücktritt als Schriftführer eingereicht: „Dann eben nicht. Ich bin frei gewählter Abgeordneter, auch wenn ich als Schriftführer auf dem Podium im Plenum sitze. Die beiden Funktionen sind untrennbar“, sagte er der Zeitung.

Der Obmann der Schriftführer, der CDU-Abgeordnete Jens Koeppen, hatte sich um das Erscheinungsbild des Parlaments gesorgt und seine Kollegen unlängst dazu verdonnert, sich im Plenum eine Krawatte umzubinden. Die Schriftführer nehmen Anträge und Wortmeldungen entgegen, verlesen Schriftstücke, führen Rednerlisten, überwachen die Korrekturen des Plenarprotokolls und stellen das Ergebnis von Abstimmungen fest.

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