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Schloss Kossenblatt 
hat neuen Besitzer

Schloss Kossenblatt: Im April will der neue Besitzer sich mit dem Nutzungskonzept für die denkmalgeschützte Immobilie der Öffentlichkeit vorstellen.
Schloss Kossenblatt: Im April will der neue Besitzer sich mit dem Nutzungskonzept für die denkmalgeschützte Immobilie der Öffentlichkeit vorstellen. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Iris Stoff / 17.02.2011, 07:00 Uhr
Tauche (In House) Der Kaufvertrag für das Schloss Kossenblatt ist am 3. Februar unterschrieben worden. Das teilte Bürgermeister Gerd Mai am Dienstag im Gemeinderat mit. Neuer Eigentümer ist die Immobilienbesitz- und Verwaltungsgesellschaft Schloss Kossenblatt GmbH.

Schon vor mehr als einem Jahr hatte der Gemeinderat sich dafür ausgesprochen, dem jetzigen Käufer den Zuschlag zu geben. Dessen ursprüngliches Konzept sah vor, in dem Schlossgebäude eine Europäische Bidlungseinrichtung für Akademikertransfer einzurichten. Mit dem Ziel, dort erfahrene ausländische Landärzte für einen Einsatz in Brandenburg und ganz Deutschland zu schulen. Und auch als dieser Plan nicht umgesetzt werden konnte, blieb die GmbH an dem Kauf des Schlosses in Kossenblatt interessiert. Der ist nun also vor zwei Wochen besiegelt worden. „Am 1. April wird die Gesellschaft den Besitz übernehmen“, sagte Bürgermeister Gerd Mai gestern zur MOZ. Derzeit werde noch an dem endgültigen Nutzungskonzept für die Immobilie gearbeitet. „Da gibt es mehrere Optionen“, so Gerd Mai. Wenn die Entscheidung gefallen sei, wolle die Immobilienbesitz- und Verwaltungsgesellschaft Schloss Kossenblatt GmbH sich im April mit ihren Plänen der Öffentlichkeit vorstellen. Davon hänge dann auch ab, ob künftig eine beschränkte öffentliche Nutzung des Schlosses möglich sein werde.

In dem auf einer Spreeinsel gelegene Barockschloss Kossenblatt (erbaut 1705 bis 1712) befand sich ab 1963 die Zentralstelle für Reprographie des Staatlichen Filmarchivs der DDR. Nach der Wende gründete ein Westberliner Unternehmer hier das Microfilmcenter Kossenblatt und übernahm einen Teil der Mitarbeiter. Das denkmalgeschützte Schloss wurde seitens der damaligen Gemeinde Kossenblatt von der Treuhand gekauft, im Interesse der Arbeitsplätze. Wegen komplizierter Auftragslage kam im August 2004 das Aus für das Unternehmen. An gleicher Stelle siedelte sich mit der Servicezentrum Kossenblatt GmbH eine neue Mikrofilmfirma an.

Doch der Gemeinde gelang es nicht mehr, die Räume im großen Schloss vollständig zu vermieten. Sie blieb auf hohen Betriebskosten sitzen. Deshalb war das Schloss zum Verkauf ausgeschrieben worden. Das Servicezentrum Kossenblatt hat im bestem Einvernehmen mit der Gemeinde seine Produktion nach Beeskow verlagert.

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