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Harter Kampf gegen
 "besten Verbündeten"

Markus Woller / 21.02.2011, 05:36 Uhr - Aktualisiert 21.02.2011, 08:55
Golzow (In House) Die dunkelblaue Uniform frisch gebügelt, die Krawatten gerade gezupft – feierlich wie jedes Jahr begingen Feuerwehrleute aus Golzow, Manschnow, Gorgast, Genschmar, Küstrin-Kietz, Zechin und Alt Tucheband an diesem Sonnabend ihren Amtsfeuerwehrball in der Oderbruchhalle in Golzow.

„In diesem Jahr mussten Sie mehr als sonst mit Ihrem eigentlich besten Verbündeten kämpfen“, resümierte Amtsdirektor Lothar Ebert mit Blick auf die außergewöhnlichen Flutkatastrophen im Jahr 2010. Er bedankte sich nicht nur sehr herzlich bei den Einsatzkräften, sondern auch bei deren Familien und Arbeitgebern. „Immer wieder opfern Sie für andere Menschen ihre Freizeit, ohne dass Sie das vorher irgendwie planen können“, so Ebert. Dies sei immer auch für die Angehörigen eine enorme Belastung.

Wie groß diese war, das machte Amtsbrandmeister Andreas Zwick bei seiner Rede deutlich. Insgesamt 107 Einsätze hatten die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr im Amt Golzow demnach 2010 zu bestehen. 36 mehr als im Vorjahr. Den weitaus geringeren Teil habe dabei mit 13 Einsätzen die Feuerbekämpfung ausgemacht. Und das, obwohl man erneut gegen die Anschläge eines Feuerteufels habe vorgehen müssen. 254 Kräfte seien bei Bränden elf Stunden lang im Einsatz gewesen. 325 Stunden haben 1023 Kräfte mit 94 Hilfsleistungen, zum Beispiel gegen das Wasser, zugebracht. „Erfreulich ist, dass wir trotzdem den Ausbildungsstand verbessern konnten“, betonte Zwick.

Kreisbrandmeister Willi Rossow überbrachte den Dank des Landrates und zeigte sich stolz auf die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. „Die Nassämter konnten die schwierige Situation ganz allein bewältigen. Das ist eine große Leistung“, sagte er.

An diesem Abend gab es auch wieder viele Beförderungen und Auszeichnungen (siehe Kasten). Hans-Dieter Kandzia, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, verlieh dabei die Ehrennadel in Silber an Joachim Zinke und Marco Zich. Die Gold-Nadel des Verbandes erhielt Wilfried Hundertmark. Zudem wurde ein Wechsel in der Ortswehrführung in Küstrin-Kietz bekanntgegeben. Karl-Heinz Fröhbrodt hat die Leitung an Ringo Hein übergeben.

Die Feuerwehren an der Oder hatten es im vergangenen Jahr doppelt hart. Die Flut vor und hinter den Deichen hielt sie ständig im Einsatz. Am Sonnabend war beim Amtsfeuerwehrball Golzow Zeit für eine Verschnaufpause und für vielfachen Dank.

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