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Ausflugslokal im Bischofsschloss

Zentrale Lage: Das Bischofsschloss befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Kulturfabrik und Dom.
Zentrale Lage: Das Bischofsschloss befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Kulturfabrik und Dom. © Foto: moz
Hubertus Rößler / 03.03.2011, 08:31 Uhr
Fürstenwalde (In House) Das einstige Bischofsschloss neben der Kulturfabrik soll noch in diesem Jahr ausgebaut werden. Der Käufer – ein Berliner Regierungsdirektor – plant, ein Ausflugslokal sowie ein Fotostudio in dem derzeit verfallenen Gebäude unterzubringen. In den oberen Etagen sollen vier Wohnungen entstehen.

Eingeschlagene Fensterscheiben, verfallenes Mauerwerk, verwilderter Hof: Das ehemalige Bischofsschloss, in unmittelbarer Nähe des Domes, steht seit mehreren Jahrzehnten leer und verfällt seitdem zunehmend. Im vergangenen Jahr fand die Stadt endlich einen Käufer, der das marode Gebäude mit Hilfe von Fördermitteln sanieren möchte. Jens-Uwe Schmidt, Regierungsdirektor beim Bundespresseamt in Berlin, erwarb die historische Immobilie für einen Preis von 43 000 Euro. Da er das Haus von Grund auf sanieren muss, wird er aber eine noch weitaus größere Summe investieren müssen. „Wir gehen derzeit von einem Gesamtvolumen in Höhe von einer Million Euro aus“, sagt der 57-Jährige. Abzüglich der Fördersumme, die im Höchstfall 251 000 Euro beträgt, bleibt für ihn immer noch ein hoher Investitionsbetrag.

Schmidt hat bereits konkrete Pläne, wie das Gebäude gestaltet werden soll. Im Erdgeschoss möchte er eine gastronomische Einrichtung platzieren. „Wir planen ein Lokal, das unter anderem auf die Bedürfnisse von Fahrradtouristen zugeschnitten werden soll.“ Kochen will man in einer Bioküche mit regionalen Produkten, geleitet werden soll die Gaststätte von seiner Frau, die derzeit als Selbstständige im Kräutergroßhandel tätig ist. Für die wärmeren Monate ist ein Biergarten in Richtung Kulturfabrik geplant. Ebenfalls im Erdgeschoss soll ein Fotostudio entstehen. „Meine Tochter ist Fotografin und hatte die Idee dazu“, berichtet der Bundesbeamte. Nun will die ganze Familie – inklusive Nachwuchs und Mutter – in eine der im Obergeschoss entstehenden vier Wohnungen einziehen. „Wir haben schon seit längerem ein solches Mehrgenerationenhaus geplant“, sagt Jens-Uwe Schmidt. Zudem ist angedacht, später den Keller zu einem öffentlichen Veranstaltungsraum auszubauen.

Die Immobilie hatte die Familie in einem Auktionskatalog entdeckt. „Das Gebäude und die Lage inmitten der Stadt hat uns überzeugt“, meint Schmidt. Zudem würde Fürstenwalde verkehrstechnisch günstig liegen, so dass er zu seiner Arbeitsstelle im Berliner Zentrum pendeln könne. „Außerdem gefällt uns die Stadt sehr gut.“

Ende dieses Monats sollen die Gerüstbauer mit ihrer Arbeit beginnen und endlich auch die Außenarbeiten losgehen können. Abrissarbeiten im Inneren des Bischofsschlosses laufen bereits. „Momentan sieht unser Zeitplan vor, Ende dieses Jahres fertig zu werden“, sagt Schmidt. Das teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammende Gebäude soll dabei möglichst originalgetreu wiederaufgebaut werden und im Stil von 1900 erstrahlen.

„Leider gibt es nur wenige alte Pläne für die Rekonstruktion. So stützen wir uns weitestgehend auf historische Fotos, die uns das Stadtmuseum zur Verfügung gestellt hat.“ Schmidt lobt auch die Zusammenarbeit mit der Stadt und freut sich schon sehr darauf, bald ein „Fürstenwalder Schlossherr“ zu sein.

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