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Kundgebung gegen Lieken-Schließung

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FOSCHROEDER / 04.03.2011, 21:51 Uhr
Bernau (In House) „Qualität war unser täglich Brot, nun bringt Lieken über 200 Leute in Not“ ist in Abwandlung eines Werbeslogans auf einem Transparent zu lesen, das Mitarbeiter der Bernauer Großbäckerei am Freitag am Zaun des Unternehmens in der Zepernicker Chaussee befestigten. Und auf einem zweiten Spruchband steht: „Über 200 Arbeitslose mehr.“ Die Belegschaft protestiert damit gegen die Pläne des Unternehmens, den Bernauer Standort am 30. April zu schließen. Der Betriebsrat hat diesem Schritt noch nicht zugestimmt und will für den Standort kämpfen.

Wie ein Mitarbeiter berichtet, ist in dieser Woche in Bernau kein Toastbrot mehr gebacken worden. Dies werde auch in der nächsten Woche nicht der Fall sein, sagte er. Bislang seien in Bernau täglich 100 000 Toastbrote produziert worden.

Am kommenden Donnerstag wird auf dem Parkplatz vor der Großbäckerei eine Kundgebung mit der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) stattfinden, und zwar in der Zeit von 9 bis 14.30 Uhr. Alle Bernauer sind aufgerufen, zu dieser Demonstration der Beschäftigten zu kommen.

Wie ein Mitarbeiter vermutet, soll mit der teilweise eingestellten Produktion der Eindruck erzeugt werden, dass der Standort Bernau „am Zusammenbrechen“ ist. Auf diese Weise solle die Schließung gerechtfertigt werden.

Der Betriebsrat teilte unterdessen mit, dass er drei Verfahren beim Arbeitsgericht in Eberswalde angestrengt hat. In einem Fall geht es um das Thema Leiharbeiter, in einem zweiten um die Mehrarbeit. Gegenstand des dritten Verfahrens sei die Auslagerung der Produktion. Das Unternehmen hatte in dieser Woche seinerseits den Vorwurf, unberechtigterweise Leiharbeiter zu beschäftigen, zurückgewiesen.

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icke 10.03.2011 - 23:01:59

Fernsehbeitrag

http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2011_03/lieken_mitarbeiter.html

Mario 06.03.2011 - 15:11:47

Wir dürfen keine Zeit verlieren

denn jede Minute die wir verlieren,ist ein weiteres Plus für die Geschäftsleitung, um eine breitere Masse der Bernauer und Umgebung anzusprechen bei der Kundgebung am 10.03 durch ihr Erscheinen mitzuhelfen,wäre mein Vorschlag schnellstmöglich eine Flugblattaktion zu starten,denn jeder Mitarbeiter hat Nachbarn und hat die Möglichkeit sie darüber anzusprechen.da ich denke daß nicht jeder Bewohner von Bernau und Umgebung über diese geplannte Aktion bescheid weiß, Kein Liekenprodukt mehr in den Korb,ist die Entscheidung jedes einzelnen,wir solllten aber nicht vergessen,es gibt noch viele Mitabeiter in ganz Deutschland und wir damit ebenfalls ihren Arbeitsplatz gefährden,denn das wollen wir nicht. Sondern wir wollen den Standort BERNAU retten,was aber keiner alleine schaft,denn die Mauer hat auch niemand alleine fallen lassen...... Es hat niemand vermöglich gehalten,daß sie eines Tages fällt, (NUR ZUSAMMEN SIND WIR STARK UND SIND DAS VOLK) Niemand sollte den kleinsten Gedanken daran verschwenden,was soll das alles und wir können nichts mehr retten,wenn all das auch nur ein kleiner Funke ist und wir die geplante Schliessung nicht verhindern können,haben wir aber damit die Möglichkeit der unfähigen Geschäftsleitung zu zeigen wir lassen uns nich alles gefallen und können damit velleicht weiter Scliessungen in diesen Unternehmen auf diese Art und Weise verhindern. Lieber den Spatz in der Hand,als die Taube auf dem Dach NUR ZUSAMMEN SIND WIR STARK UND KÖNNEN ETWAS BEWEGEN......

Martin Wollenweber-Bleiß 05.03.2011 - 21:03:23

wen wundert es denn

mich persönlich beschleicht ja das gefühl ............ nachdem die öffnung des arbeitmarktes nach osten hin in aussicht ist ist es nur der anfang einer welle der werksschliessungen vor allem im osten der BRD ........ es wird nicht lange dauern das die bäckerei wieder eröffnet im deckmantel eines polnischen unternehmens mit polnischen arbeitskräften ....... und mich bschleicht das gefühl das sich die leztendlichen besitzverhältnisse nicht wirklich ändern wie die firma dann auch immer heisst . wenn es immer noch menschen im land giebt die glauben es ginge sie ja nichts an dan sind es träumer die nicht bergriffen haben das auch im osten die reallöhne seit 15 jahren sinken die arbeitverhältnisse immer prekärer werden die zukunft immer unsicherer die reichen immer reicher und die arbeiter immer ärmer ..... die belegschaft des werkes haben auf rücksicht auf ihre arbeitsplätze die lezten jahre immer lohnkürzungen hinnehmen müssen nur um festzustellen das sie am ende nur in den arsch getreten werden . es liegt an euch die marke zu boykotieren und jeden den ihr beim kauf seht darauf hinzuweisen was er kauft ..... die einzige macht de verbrauchers liegt eben im verbrauch ...... bei mir kommt kein liekenproduckt mer in den korb !!! das spiegelt alles meine persönliche meinung wieder

Günter 05.03.2011 - 20:53:09

Es ist trauchig aber es ist so, wenn Pasta sagt: dann ist pass da.

Das Internet vergisst nichts und das ist GUT so. Über die Lieken-Schließung hat die MOZ in der letzten Zeit sich schon öfters berichtet. z.B. http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/284500/ Ich denke, dass das wesentliche, vor allen schon in den Kommentaren zu diesen Themen gesagt wurde. Beim italienische Eigentümer. der Pasta Barilla-Gruppe ist es ist durchaus möglich, dass man da gar nicht weiß, wo Bernau liegt. Ein Abendessen bei Berlusconi ist vielleicht spannender. Der Rechtsstaat schützt das Privat-Eigentum und wenn Pasta sagt: dann ist pass da. „Der Krankenstand unter den Mitarbeiter ist so hoch, dass die Produktion des Toastbrotes nicht mehr möglich ist, erzählt ein Mitarbeiter. „Die Toast-Anlage steht“, bestätigt auch der Betriebsratsvorsitzende Frank Przyborowski. Derzeit leisteten einige Mitarbeiter deswegen Mehrarbeit. „Einige arbeiten schon neun Tage am Stück.“ Die Mehrarbeit sei allerdings vom Betriebsrat nicht genehmigt worden und damit illegal. „Die Firma hält sich nicht an das Betriebsverfassungsgesetz“, kritisiert Przyborowski." Um die Produktion zu gewährleisten, lasse Lieken Toastbrot nun in anderen Werken hergestellen.“ Etwas Dümmeres kann man nicht machen, als „Meisen“ füttern und krank machen. Man hat sich so selbst überflüssig gemacht. Die Regale sind mit Golden Toast gefüllt. wo ist das Problem? "Kahlschlag oder Aufschwung Ost?" Der Volkseigene Betrieb (VEB Backwaren) hatte einen konkurrenzloses Versorgungsgebiet, die Kreise Bernau, Eberswalde und Angermünde stabil mit Brot und Brötchen zu versorgen. Die Mehrheit, auch viele Lieken-Mietarbeiter wollten keinen sozialistischen Wettbewerb mehr, sie wollten einen kapitalistischen Wettbewerb, nun wird der Markt auch in Bernau weiter aufgeteilt. Karl Marx, schrieb über die Aufteilung und Neuaufteilung der Welt… „Wer fast 21 Jahre nach der Wiedervereinigung die Hoffnung hatte, dass die Zeiten des industriellen Kahlschlags im Osten Deutschlands vorbei sind , wird eines Besseren belehrt.“ "Wo sind die Politiker wenn man sie braucht? Da geschieht garnix und der Bürgermeister muss sich wahrscheinlich aufs kommende Hussitenfest vorbereiten. Gesehn hatt man ihn jedenfalls nicht beim Betrieb. Schließlich ist anscheinend egal ob in die Stadtkasse Geld fließt.“ „Hat sich eigentlich Bernaus Bürgermeister schon einmal zu dieser Katastrophe geäußert oder beschäftigen ihn und seine Stadtverwaltung gerade wieder einmal Immobiliengeschäfte?“ Was gibt es da zu meckern, auch Lieken-Bäcker haben den christlich-demokratischen Bürgermeister gewählt, oder? Plötzlich ruft man nach den Linken, der Wähler hat ihnen nicht die Macht gegeben, die werden ja von der Stasi –Unterlage- Behörden beschäftigt. Der Landesfürst Platzeck beschäftigt sich mit einem eventuellen Spendenskandal. Es bestätigt sich immer wieder, Männer können nur eins und nicht vieles gleichzeitig. Die Stadtverordneten haben den Bürgermeister gegen seinen Willen Hausaufgaben aufgegeben, sich ums Kantor Haus zu kümmern. Dazu muss Mann sich noch mit der unerwarteten EU-Fördermittel-Zuweisung für eine nichtvorhandene und nicht historische Gedenkstein-Sanierung in einen Gemeinschaftsprojekt mit Osteuropa. („Historisches Stadttor wird neu gebaut, Bernau (moz) In Manfred Hüblers Büro liegt ein Stein. Der rote Klotz trägt die Nummer 1.“ http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/284012/ beschäftigen. EU-Fördermittel: Mehr Wachstum und Beschäftigung für alle Regionen und Städte der Europäischen Union – das ist die Kernbotschaft der Kohäsionspolitik und ihrer Instrumente zwischen 2007 und 2013. http://ec.europa.eu/regional_policy/sources/docoffic/official/regulation/newregl0713_de.htm) „Wer sagt denn " Lieken produziert in Bernau nicht mehr" „Hat man behauptet Lieken würde nicht mehr in Bernau produzieren... Ich denke mal anders. Man schließt daß Werk, dann gibt man "das Kind" einen anderen Namen und stellt Billiglöhner ein... Kurz nach dem die Information kam, die Niederlassung Bernau macht dicht, sah man auf einmal mehrere Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Osteuropa... Sagen wir mal so: Zum 01.05.2011 ist der Arbeitsmarkt in Deutschland geöffnet. Keine Firma steckt eine halbe Mio. in ein Betrieb, der geschlossen werden soll aber in Bernau wird erstmal das Dach der Bäckerei neu hergerichtet.“

Highwayman 05.03.2011 - 10:26:08

Kommt kämpfen

Hallo Bernauer! Wenn "WIR" was bewegen können,dann geht das nur mit euch!!! Nur um den Profit der Firma zu erhöhen,werden 200 Mitarbeiter arbeitslos. Mehr als 20 Jahre haben diese Mitarbeiter dort gearbeit,ob Bäcker, Gehilfen oder alle anderen. Diese sind in 57 Tagen ihren Job los... WIR wollen das verhindern... Bernau verliert einen großen Arbeitgeber(der auch jahrelang Sponsor der Bernauer Hussitenfestspiele war) Nur mit eurer Hilfe schaffen wir das (fast) unmögliche. Kämpft mit uns für den Erhalt der Arbeitsplätze und kämpft für Bernau... Jeder Einzelne zählt,um die Geschäftsführung zu zeigen, das die (ehemalige) modernste Bäckerei Europas nicht klein beigibt,sondern kämpft... Für die Freiheit haben wir 40 Jahre gekämpft, für den Betrieb sind es noch 57 Tage... Der Countdown läuft...

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