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Reihenhäuser im Kasernenhof

Große Pläne: Bauunternehmer Michael Schönherr will das Gelände der Roten Kasernen zu Wohnzwecken umgestalten.
Große Pläne: Bauunternehmer Michael Schönherr will das Gelände der Roten Kasernen zu Wohnzwecken umgestalten. © Foto: MOZ/Dietmar Horn
Annette Herold / 17.03.2011, 07:10 Uhr
Frankfurt (In House) Kinderlachen statt Exerzieren: Das Gelände der Roten Kaserne in Frankfurts Westen soll zum Wohngebiet werden. Ein ehemaliger Pferdestall wird derzeit zu Reihenhäusern umgebaut.

Der Neuanfang auf dem Gelände der Roten Kaserne beginnt an dessen südlichem Teil. Den ehemaligen, heute unter Denkmalschutz stehenden Pferdestall baut die Schönherr und Fritsch Bau GmbH derzeit um – Ende des Jahres sollen nach Worten des Unternehmers Michael Schönherr die 24 Reihenhäuser fertiggestellt sein. Um das Interesse potentieller Käufer sei ihm nicht bange. 14 Verträge seien unter Dach und Fach, berichtet er, für weitere Häuser gebe es Interessenten.

Was in Potsdam und anderswo funktioniert, müsste auch in Frankfurt gehen, zeigt sich Schönherr überzeugt und sieht weitere Chancen für eine der letzten großen Frankfurter Konversionsflächen. Gemeinsam mit dem sächsischen Investor, der das Gelände vor einigen Jahren von der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG) kaufte, will Schönherr es weiter entwickeln. Auf dem westlichen Teil des Areals ist der Bau von neun Einfamilienhäusern geplant. Aus einem weiteren Pferdestall sollen sechs Reihenhäuser entstehen, deren Vermietung geplant ist. Für ein weiteres Gebäude verhandelt Schönherr derzeit mit dem Verein Wichern Diakonie, der an der Nutzung für eine Wohngruppe interessiert ist. Der Verein kooperiert bereits mit einem gerade sanierten Kießlingbau in der Humboldtstraße mit Schönherrs Unternehmen. Zu einem Wohnhaus soll auch das ehemalige Schulgebäude werden, in dem noch bis Mitte der 90er-Jahre Kinder von Offizieren der Roten Armee unterrichtet worden sind. Soll mit diesen Projekten im kommenden Jahr begonnen werden, ist, was Schönherr für die beiden großen Kasernengebäude längs der August-Bebel-Straße vorschwebt, eher noch Zukunftsmusik: Im westlicheren der beiden Häuser sollen nach seinen Plänen 54 Wohnungen entstehen – 40 davon altersgererecht und barrierefrei. In die daneben stehende ehemalige Kommandantenvilla könnte eine Sozialstation einziehen, stellt er sich vor. „Altenheime sind nicht mehr zeitgemäß, es sei denn, es geht um Pflegeheime“, sagt Schönherr. Vorgesehen sei stattdessen ein Wohnhaus mit Conciergediensten, die die Bewohner in Anspruch nehmen können. Lasse sich das mit heutigen Fördermöglichkeiten finanzieren, sei für die zweite, größere Kaserne wohl mehr Unterstützung der öffentlichen Hand notwendig.

Zunächst aber hofft Schönherr, der auch für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung sitzt, auf baldige Zustimmung der BBG zu einer Zusammenarbeit mit dem Investor aus Sachsen über den Kauf des Pferdestalls mitsamt Reihenhausgrundstücken hinaus. An diesem Projekt – dem ersten Frankfurter Konversionsvorhaben zum Wohnen – sind bereits die Bauleute mit ersten Arbeiten beschäftigt. Das gesamte ehemalige Militärgelände im Stadtgebiet umfasst rund 190 Hektar Fläche. Kasernen wurden werden inzwischen unter anderem als Landesbehördenzentrum, als Sprachenzentrum der Europa-Universität oder als Stadthaus genutzt. In Frankfurts Nachbarstadt Slubice ist ein ehemaliger Kasernenkomplex jetzt Studentenwohnheim.

Ein Bild vom Gelände und den Plänen können sich Interessierte am 20. März zwischen 11 und 14 Uhr machen (Zugang über die Otto-Runge-Straße)

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Antilobby 24.03.2011 - 20:57:56

Schön die Pressemitteilungen abgedruckt

Hallo MOZ ! ganz brav habt ihr die Pressemitteilung wie alle anderen regionalen Medien abgedruckt und ganz brav mit einem und dem selben Fehler ;-) Der Bau-Union sollte man also nie blind trauen ;-) Zugang über die Otto-Runge-Straße UND WIR HEIST DIE STRASSEWIRKLICH ? HABT IHR ALLE VERBOCKT. KOMMT HALT DAVON WENN MAN DEN LOBBYISTEN DER SVV BLIND VERTRAUT. SO SCHÖN OFFENSICHTLICH! DANKE!

Luis der Zweite 20.03.2011 - 22:57:30

Zusammenfassung

Es gibt anscheinend nur einen gewollten Investor in FF (die Bau-Union) , die ihr Fachwissen und die Lobbygemeinschaft gegen die Bürgerinteressen einsetzen. Geld ist eben alles. Eigene wirtschaftlichen Interessen hinter dem politischen Deckmantel durchzusetzen ist halt nicht schwer, wenn Herr S. und F. + Co KG (Netzwerk) Frau F. gut kennen, die sich wiederum auf Landesebene auskennt. Andere Interessen stehen außen vor, auch der eigentlichen der WOWI, her schadt man der weiter. Auch ein Dr. xyz scheints nicht zu interessieren und lässt den Dingen weiter freien Lauf und hoffe, dass jemand die vermietervereine und Mietervereine in Stadtplanung und MIETSPIEGEL miteinbezieht. Her T. und ggf. auch ich haben schon heute neben vielen anderen klare Einwände und Vorschläge. Falls sich bis Ende April nichts ändert plädier ich für die Abwahl der SVV, des Ausichtsrates der WOWI und des OB und die Neuwahl, weil für mich sich der Eindruck der übertriebenen Wirtschaftsnähe zum Wähleramt nicht mehr auszuschließen ist. Auf gar keinen fall würde ich persönlich ein Mitglied des Hanse-Clubs oder der Bau -Union wählen. Nachtrag: "Und Herr S. , was macht der Gehweg vor der Schule?" Öffentliche Stellungnahme ist erwünscht.

Knut Schmund 18.03.2011 - 08:00:36

Ja und?

Mehr Geld zu bekommen, ist der Sinn von Investitionen sonste wäre er ja in kürzester Zeit pleite ;). Fördermöglichkeiten gibt es fast für jeden Selbständigen. Also auch nichts außergewöhnliches und wenn Sie Angeboten werden sollte man Sie nehmen. Meinen Sie First Solar oder Conergy haben hier ohne Förderung Geld investiert?

Evelyn Rutner 17.03.2011 - 22:41:32

ja wo ist es?

@Knut Schmund Ein Investor ist der, der ein wenig oder auch mehr Geld, mit erheblichen Fördergeldern verbunden, anlegt, um schnellstens noch mehr Geld zu bekommen. Und wo gibt es da keine Beziehungen? In ffo an vielen Stellen seit Jahren zu sehen.

Knut Schmund 17.03.2011 - 22:31:05

Wo ist das Problem?

Es ist erstaunlich, packt einer was an wird er runtergemacht. Jeder hat doch die Chance sich erstens zur Wahl zu stellen und zweitens auch so ein Gelände zu kaufen und dort zu investieren. Das Gelände wurde vor etlichen Jahren an einen Investor verkauft da hätten doch die hier schreibenden auch zuschlagen können. Ich wünsche jedenfalls viel Glück bei diesem nicht ganz Risikolosen Unterfangen.

Westkreuzbewohnerin 17.03.2011 - 21:57:10

Widersprüchliche Beschilderungen in der Stadt

@ENTTÄUSCHTER Ja das ist dort eine Zumutung. Soll sich der "Investor" schnellstmöglich um eine vernünftige Lösung bemühen und vernünftigen Parkraum außerhalb des Straßenraumes schaffen. Ich könnte wetten, der hat Beziehungen in den Amtsstuben der Stadt.

MO Jr 17.03.2011 - 21:01:37

Hallo Herr Schönherr und an die kommunale Bau-Union,

wo wir gerade in Westkreuz sind, haben Sie denn schon die Gehwegschäden vor der Schule, verursacht von den Baufahrzeugen reparieren lassen oder soll es etwa die Kommune bezahlen? Keine Bauherrenhatfpflicht? Ich erinnere hiermit mit folgendem Kommentarbeitrag aus der Vergangenheit: Märchenland FF … „Die Stolpersteine“ … zur freien Interpretation Vor einigen Jahren kaufte eine Gruppe von 3 großen Zwergen, (davon 2, die einst vom Zwergenvolk gewählt wurden) vom König ein paar Hütten in dem Teil des Zwergenlandes wo die Sonne abends untergeht. Inmitten der Zwergenhütten befindet sich der Ort, wo auch ich als kleiner Zwerg lernte Kohle von Gold zu unterscheiden, wie man den Spaten hält und womit man das Gold wiegt. Die 3 großen Zwerge bauten die paar Zwergenhütten aus, da sie nun den ganzen Lehm und Kies nicht allein zu den paar Zwergenhütten tragen konnten, bezahlen Sie für die Hilfe von ein paar Riesen. Diese trugen den ganzen Lehm und den Kies ganz schnell zu den paar Zwergenhütten und so ging die Arbeit auch sehr schnell voran. Nun haben die 3 Zwerge ein paar prunkvollere Zwergenhütten, die sie anderen Zwergen gegen mehr Gebühr überlassen. Nur vergaßen die 3 Zwerge, dass die bezahlten Riesen viel zu schwer waren und Stolpersteine fallen ließen und es war den 3 Zwergen auch egal. Nun liegen die Stolpersteine noch heute da und fasttäglich stolpern die kleinen lernenden Zwerge darüber und immer wieder wenn ein kleiner Zwerg weint, erinnert man sich an die Riesen und wer die bezahlte. Märchenende 1: Elternzwerge machten sich Gedanken, warum es den beiden vom Zwergenvolk gewählten Zwerge so egal sei und kamen auf die Idee, dass diese sich gar nicht für das Zwergenvolk interessierten, sondern nur für die eigene Goldtruhe und so wurden die beiden vom Zwergenvolk nie wieder gewählt. Die Stolpersteine wurden dann auf Kosten der Zwergensteuer alle beseitigt. Märchenende 2: Den 3 Zwergen mit den paar prunkvolleren Zwergenhütten ist es nun nicht mehr egal, nach dem Sie vom Schreiberzwerg die Geschichte von den kleinen weinenden Zwergen lasen und hebten alle Stolpersteine auf. Trotz allem wird man sich an die Stolpersteine bei der nächsten Zwergenwahl erinnern.

NoLobby 17.03.2011 - 20:47:44

Ha ha ha

Toller Lobbyistenbeitrag, habe mich schon gewundert, warum Westkreuz zum Konsoldierungsgebiet (Wohnraumförderung) lt. Satzung erklärt werden soll. Natürlich hat man sich nicht selbst auf der anderen Straßenseite vergessen, ein wenig die Wohnbau einbezogen, und das es nicht auffällt die Einfamilienhäuser mit makiert. Immer auf den Fördertopf! Wer bezahlt eigentlich die Erschließung? hier der Link zur Satzung: https://www.frankfurtoder.de/DE/buergerservice/amtsblatt/Amtsblaetter2010/Documents/Amtsblatt%20Nr.%2010%20Dezember%2010.pdf Die Baufeldfreimachung an der Oderpromenade ist ja nun auch gelungen. Wann fangen Sie dort an zu bauen? Ach ja die neue Friedensglocke (wohl das Lobbyistendenkmal 2011) steht ja noch nicht. Als Mitglied der SVV und mit Sachverstand verstehe ich nur nicht, warum man der WOWI mit dem Oderblickverbau dien Marktwert nimmt. Scheinheilig geht man zur Baufeldbegutachtung. Zu viel Wirtschaftsnähe und Kommunalpolitik funktionieren nicht. Aber nichts anderes war zu erahnen. Sorry, aber andere verstehen auch was von Immobilienwirtschaft und es bleibt zu hoffen, dass das Grundstück nicht fast verschenkt wurde. Wie sieht eigentlich das aktuelle Umweltgutachten aus? Ich habe früher dort gewohnt und über der Kasernenmauer viel Öl, Heizöl als Treibstoff etc. im Kindesalter beobachtet. Vergleichswerte finden wir bei Bund.de für den Solarpark an der Kopernikusstraße. Der Plan auf der Motorhaube am Baufeld wurde schon beobachtet. Naja so schaftt man halt der Firma, Netzwerkfreunden und Familie Aufträge.

Enttäuschter 17.03.2011 - 20:11:25

Zumutung

Schön, dass sich Frankfurt (Oder)-West entwickelt. Vielleicht wohnen dann die Stadt-Oberen wieder in Frankfurt (Oder) und nicht irgendwo in Mixdorf, Müllrose oder Booßen. Dann können sie auch die Stadt am Abend oder am Wochenende erleben. So würde ihnen auffallen, dass die Freigabe der August-Bebel-Strasse (zwischen Rathenaustraße und Westkreuz) für das Parken eine Aktion ohne Verstand war. Das Fahren auf den Straßenbahnschienen ist eine vorsätzlich geschaffene Gefahrensituation für den öffentlichen Straßenverkehr und eine Zumutung für die Autofahrer. Bei Regen sind hier 50 km/h schon zu schnell. Sofort sollten Parkflächen für die Bewohner der sanierten Häuser auf dem ehemaligen Kasernengelände geschaffen werden. Ebenso ist ein gefahrenloses Nutzen des Radweges notwendig. Denn dieser führt u.a. in das Naherholungsgebiet Rosengartener Wald. Es ist an der Zeit, dass sich "Volksvertreter" wieder für das Volk einsetzen.

Interessent 17.03.2011 - 19:28:34

Wie sieht es mit der Belastung des Bodens aus?

Ist durch die militärische Nutzung des Geländes keine Kontaminierung des Bodens mit Spreng- und/oder Treibstoff erfolgt? Gibt es dazu fundierte Untersuchungen?

Roland Totzauer 17.03.2011 - 17:47:49

Radweg muss frei bleiben!

Durch das Parken auf den Flächen zwischen den Bäumen an der ehemaligen Kaserne wurde bisher der vorhandene, wenn auch marode Radweg für uns Radfahrer blockiert. Dieser Radweg muss frei bleiben! Auf dem Kasernengelände werden die künftigen Mieter und Eigenheimbesitzer genug Platz für umweltverschmutzende Abgasmaschinen finden. Die künftigen Mieter und Eigenheimbesitzer werden sich alsbald auch über den freibleibenden Radweg freuen - sobald die Treibstoffpreise noch weiter steigen. Und langfristig steigen werden sie - mit Sicherheit!

M.Köhler 17.03.2011 - 16:44:13

Wohnen und Parken im Bereich Rathenau und A.-Bebel-Str.

Es ist schön zu sehen, wie sich unsere Wohngegend entwickelt . Die sanierten Häuser in der A.-Bebel-Str. oder die neue Siedlung hinter der ehemaligen Kaserne.Und jetzt auch noch die Reihenhäuser im Kasernenhof. Hoffentlich denkt auch mal jemand daran, dass je mehr Menschen nach West ziehen auch mehr Autos dazu kommen und zusätzliche Parkflächen benötigt werden und nicht wie am Beispiel Lidl-Markt ,eher öffentliche Parkflächen verschwunden sind.Das erlaubte Parken am rechten Fahrbahnrand in Richtung Messegelände reicht da nicht aus.Warum sollte es nicht möglich sein, Teile des riesigen Kasernen-Areals für Parkflächen zu nutzen, zumal es ja der gleiche Investor ist, dem auch die Häuser in der A.-Bebel-Str.73-88 gehören und er ja Parkflächen nachweisen müsste?

Stadtbeobachter 17.03.2011 - 14:02:02

wie das

Die Freigabe eines Straßenrandes über mehrere hundert Meter zum abstellen von PKW's ist da auch sehr sehr merkwürdig. Wer hat da Beziehungen gehabt, den gesamten Fahrzeugverkehr auf den betonierten Schienenweg um zu lenken? (es gibt dort genügend Parkflächen zwischen den Bäumen)

B.Meergans 17.03.2011 - 11:09:24

Keine Wohltätigkeit im "Sumpf"

Immobiliengeschäfte in Größenordnungen waren schon immer markant. Erst die eine Seite der August-Bebel-Straße und nun die andere Straßenseite. Zwischendurch mal Ablenkung am Oderhang (mit Umschiffung diverser Probleme...). Spitzbübisch wer meint: Stadtverordnetentätigkeit und die daraus resultierenden Verbindungen gemischt mit Insiderwissen bringen immer etwas ein - wenn nicht wird gegengesteuert. Sumpf gibt`s immer noch in dieser Stadt. Wie schrieb neulich mal ein Stadtverorneter verängstig statt Gespräch zu suchen:" Genossen der Wind weht schärfer!" Melli

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