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Frauen machen Stadtgeschichte

In der Sonderausstellung „Zwischen Pflicht und Kür“: Museumsleiterin Anke Grodon (r.) überreicht Marieluise Klempin das Begleitheft zur Ausstellung.
In der Sonderausstellung „Zwischen Pflicht und Kür“: Museumsleiterin Anke Grodon (r.) überreicht Marieluise Klempin das Begleitheft zur Ausstellung. © Foto: MOZ
emweyer / 17.03.2011, 07:40 Uhr
Schwedt (In House) Das Stadtmuseum zeigt seit dem 28. November die Sonderausstellung „Zwischen Pflicht und Kür – Lebenslinien Schwedter Frauen“. Der Besucherstrom reißt nicht ab. Allein gestern waren vier Gruppen gekommen, um sich von Museumsmitarbeitern durch die Schau führen zu lassen.

„Die Schwedter interessieren sich sehr für diese Ausstellung. Auch das Begleitheft und der Film zu dieser Exposition finden viele Interessenten“, freut sich Museumsleiterin Anke Grodon. Vereine, Schulen, die Arbeiterwohlfahrt und an den Wochenenden vor allem Familien kommen in diese Ausstellung, die das Schicksal von Frauen nachzeichnet, die mit der Schwedter Stadtgeschichte verbunden sind.

Die Schau wirft ein Schlaglicht auf zehn historische Frauenpersönlichkeiten, widerspiegelt aber auch, welche Spuren zehn aktive Schwedterinnen in der Stadt hinterlassen haben. Zu den Frauen von heute gehören unter anderem Trümmerfrau Eva Brummund, Kinderärtzin Marieluise Klempin und Olympiasiegerin Britta Steffen. „Viele Besucher sind verwundert, dass uns Britta Steffen ihre Olympia-Goldmedaille von Peking zur Verfügung gestellt hat. Gerade die Erb- und Erinnerungsstücke, die die Frauen uns überlassen haben, werden von den Besuchern mit großer Neugierde betrachtet“, sagt Anke Grodon.

Bei ihren Führungen hat sie erfahren, wie sehr die Besucher der Auswahl zustimmen, die die Ausstellungsmacher mit den Frauen getroffen haben. „Viele Besucher finden es außerdem ganz toll, dass sie manche hier präsentierte Frau sogar treffen können, sei es durch Zufall oder bei einer unserer Veranstaltungen.“

Seit vielen Jahren ist es im Stadtmuseum Brauch, dass die Sonderausstellungen durch ein Begleitprogramm ergänzt werden. Für „Zwischen Pflicht und Kür“ haben bereits zwei solcher Veranstaltungen stattgefunden. Eine weitere gibt es am 3. April um 15 Uhr mit der Aufführung des Jugendtheaters Stolperdraht „Wie Lotte Liebenow die Stadtkasse rettete“. Lotte ist eine der Frauen, die in der Ausstellung porträtiert werden.

„Auf dem grünen Sofa...“ lautet das Motto eines ganzen Nachmittages, der sich aktuellen Frauen widmet. Am 10. Mai sind unter anderem Eva Brummund, Edith Gelhaar und Dr. Rotraut Gille zu Gast und lesen aus ihren Porträts, die im Begleitheft zur Ausstellung zusammengefasst sind.

Mit „Auf dem grünen Sofa“ erprobt das Museum eine neue Veranstaltungsreihe. Das gemütliche Sofa mit dem grünen Samtbezug gibt es tatsächlich. Der Schwedter Tapeziermeister Georg Link hat es dem Museum geschenkt, als er 1977 vom Kietz in eine Neubauwohnung zog. Das Sofa verleiht Veranstaltungen im Museum eine besondere Note. Nun steht das Sofa mit der langen Geschichte im Titel künftiger Veranstaltungen.

Die Sonderausstellung ist indessen bis zum 22. Mai verlängert worden.

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