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Neue Oberleitungen für die Tram

Jörg Kotterba / 19.04.2011, 07:34 Uhr
Frankfurt (In House) Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) besuchte am Montag die Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) mit Sitz in der Böttnerstraße und hatte einen Fördermittelbescheid in Höhe von 439 000 Euro für den Ausbau der Oberleitungsanlage in der Conergy-Straße im Gepäck. Noch in diesem Jahr, bestätigte SVF-Geschäftsführer Michael Ebermann in Anwesenheit von Oberbürgermeister Martin Wilke, werde sein Unternehmen die Fahrleitungen im Bereich Conergy-Straße bis zur Wendeschleife Buckower Straße auf einer Streckenlänge von 
2300 Metern ausbauen. Die Betonmasten werden durch Stahlmasten ersetzt und dann über Ausleger beide Gleise überspannen. Mit der neuen Bauweise erhöhe sich die Stromfähigkeit der Oberleitung und elektrische Verluste würden geringer. Die Gesamtkosten betragen 574 000 Euro. 
135 000 Euro sind Eigenmittel der Stadtverkehrsgesellschaft.

Minister Vogelsänger betonte, dass aus seinem Ministerium seit 1991 insgesamt 136 Millionen Euro Fördermittel allein für den öffentlichen Nahverkehr nach Frankfurt geflossen seien. Er sei immer für neue Wege und würde, wenn sich die Stadt zu einer Straßenbahnverbindung nach Slubice entscheide, auch dieses Projekt unterstützen.

OB Wilke erklärte, zu diesem Thema würde es am Donnerstag ein Gespräch mit dem Slubicer Bürgermeister Tomasz Ciszewicz geben.

Link zum Video:

www.moz.de/video

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Fran 22.04.2011 - 02:30:28

Fahrräder

sind die Lösung. Also um zum Collegium Polonicum zu kommen, kann eine Strassenbahn in Polen/Slubice kein Argument sein.

tiefseetaucher 21.04.2011 - 10:53:42

Aber bitte auch an die Studenten denken ...

@Erdmensch mit Bodenhaftung ... die laut neuesten Umfragen kaum noch rauchen, weniger eigene Pkw besitzen und keine Lust haben mit dem Ersatzbus durch die Gegend zu hoppeln. Und jeden Tag von Frankfurt Oder nach Słubice müssen. Haben Sie schon mal versucht im Bus zu lesen? Die Straßenbahn ist dagegen ein ernstzunehmendes Verkehrsmittel. Für Sie mal so zum Vergleich: Betreiben Sie doch mal Ihren Autowandersport nur auf Kreisstraßen, während wir uns die teuren Autobahnen sparen könnten. Sehen Sie, so hart ist das Leben auch für Leute die noch aus eigener Kraft die Stufen zur Straßenbahn hochkommen. Und noch mal so unter uns: Wenn Sie das mit den Drogen aus Polen (Sprit, Alk und Kippen) einfach mal in den 1990ern zurücklassen, ist das ein richtige schönes Land. Mit komischerweise entspannteren Leuten als in Brandenburg.

Erdmensch mit Bodenhaftung 21.04.2011 - 10:35:27

@Tiefseetaucher- auch mal Luft holen

Sie können aber Bus fahren. Ich bin für einen sehr gut ausgebauten ÖPNV. Dieser muss , sehr richtig , vorrangig auch auf Kinder ausgerichtet sein. Aber müssen diese unbedingt nach Slubice zur Schule oder dort Ihre Zigaretten holen?

tiefseetaucher 21.04.2011 - 09:11:27

Genau ...

@Erdmensch mit Bodenfaftung ... dann gehen unsere Kinder ein paar Kilometer zu Fuß zur Schule, weil die Gleisbetten nicht saniert werden. Schon vergessen, dass Kinder noch nicht selbst Autowandern dürfen? Und falls sie es wagen mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, von Autowandersportsfreunden mit Höchstgeschwindigkeit an den Rand gedrängt oder gerne auch unter die Räder genommen werden? Stichwort Autosport: In diesem Jahr stehen im Bundeshaushalt Verkehr mehr als 200 Millionen Euro für die Förderung des Autowandersports durch Neubau von überflüssigen Umgehungsstraßen in Brandenburg. Stattdessen wurden Mittel für die Soziale Stadtentwicklung gestrichen. Vielleicht fragen Sie mal dort nach Ihrem Schulproblem? Oder wählen am besten nicht mehr solche Autosportfixierten Bundestagsabgeordneten.

Erdmensch mit Bodenfaftung 21.04.2011 - 08:25:02

@Tefseetaucher

Bitte lassen Sie doch der Wahrheit wegen gleich die Kosten ermitteln, welche die ständigen Sanierungen des Gleisbettes der Straßenbahn , insbesondere im Straßenraum, gekostet haben. Ich weis nicht, wieviel Schulen dieses Geld besser benötigt hätten.

tiefseetaucher 20.04.2011 - 18:49:59

Dingen auf den Grund gehen ...

@Edeltraud Lademann ... ist wichtig - und nicht irgendwelches Zeug nachplappern. Polen ist bei der Verkehrsausgaben extrem einseitig orientiert - fast der gesamte Etat geht in den Neubau von Straßen. So sehen auch die meisten Bahnstrecken und Schienenfahrzeuge dort aus. Słubice ist eine Stadt mit extrem breiten Straßen - die Straßenzüge 1 Maja und Kościuszki sind sogar so breit, dass man sich dort Einbahnstraßen mit Richtungsfahrbahnen von um die zehn Metern leisten kann. Auch die Aleja Młodzieży Polskiej ist extrem breit mit getrennten Richtungsfahrbahnen. Da der Kfz-Verkehr in Städten wie Słubice oder Frankfurt Oder normalerweise keine Rolle spielt - der Modal-Split für Kfz dürfte unter 50 Prozent liegen - ist es schon erstaunlich, wie wenig sich die Mehrheit für ihre Stadt und eine vernünftige Verkehrspolitik interessiert.

Edeltraud Lademann 20.04.2011 - 16:38:03

Auftauchen, Schauen, Einblick und Überblick gewinnen

Es besteht kein Grund, TIEFSEETAUCHER, so wütend zu reagieren. Der Bürgermeister von Slubice hat mich am meisten überzeugt. Er äußerte im Interview mit der MOZ am 12.01.11: "Die Straßen (in Slubice) sind zu eng dafür (Straßenbahn), auch für große Autobusse." Also, weshalb wollen wir uns dort unbedigt breitmachen? Weil wir ein Europa-Symbol haben müssen gegen allen Verstand? Sie wissen offenbar nicht, wie es in Brüssel tatsächlich zugeht und welch schlimme Auswirkungen dies für die Bürger in Kernfragen in ganz Europa hat. Die schönen Schriften allein klären Sie da nicht auf. Dass Sie Schienenfahrzeuge dem Autoverkehr aus wirtschaftlichen Gründen allgemein bevorzugen, ist schon richtig. Ich persönlich fahre nur Fahrrad oder Boot, oder bewege mich auf Schustern Rappen, nur in Ausnahmen auf motorisierten oder elektrischen Gefährten.

tiefseetaucher 20.04.2011 - 10:06:40

Vielleicht kann ja die Stadt Frankfurt mal einen Grundkurs ...

... für ihre Bürger zu den Kosten der einzelnen Verkehrsmittel anbieten. Also einfach mal zusammenrechnen, was seit 1990 in die Sanierung und Ausbau von Stadtstraßen, Bundesstraßen, Neubau Umgehungsstraßen und Autobahnen in Frankfurt Oder verballert wurde. Und nicht den ganzen Apparat vergessen, der täglich für das Thema Straßenverkehrsunfälle vorgehalten wird - Feuerwehren, THW, Krankenhäuser und Polizei. Und natürlich die Kosten der Verwaltung für den Autosport. Alles versteckte Subventionen für unsere Autowandersportsfreunde. Die Straßenbahn ist aus meiner Sicht der einzige Grund, Frankfurt Oder noch als Stadt mit Lebensqualität zu sehen - gleich danach kommt Dorf mit Bus nur noch im Schülerverkehr. Mich persönlich würde es sehr freuen, wenn der eine oder andere Seher den Einwohnern von Frankfurt Oder noch mal erklärt, wie stark die Stadt von der Nachbarschaft zu Polen und von Slubice profitiert. Normale Menschen hätten sich längst für die Verlängerung der Straßenbahn über die Oder stark gemacht und neue Chancen genutzt. Allein das Symbol würde europaweit für Aufmerksamkeit und Interesse an der Region wecken. Alternativ kann man auch weiter rumjammern.

Fran 20.04.2011 - 00:33:52

Fördermittel ist so langsam das Unwort des Jahres

Fördermittel klingt langsam etwas abgestanden und es klingt immer so, dass die Bürger dankbar sein müssten, wenn in unsere Städte, Gemeinden investiert wird. Es handelt sich hier nicht um Fördermittel, sondern um Geld das aus Steuern erhalten wurde. Also ist das unser Geld, was uns Bürgern irgendwann mal irgendwo abgezogen wird um unseren Staat zu finanzieren. Selbst EU Gelder sind auch unsere Steuern. Also verdammt noch mal , was sind Fördergelder und warum wird schon wieder auf eine Strassenbahnverbindung nach Slubice ins Spiel gebracht? Wozu soll es gut sein, nochmals eine Abstimmung für eine Strassenbahnverbindung durch zu führen. Bei der letzten Abstimmung haben sich doch schon 83% dagegegen entschieden.

Edeltraud Lademann 19.04.2011 - 21:51:21

Frage an die "OBERLEITUNG"

EU-Mittel sollen das gewesen sein? Davon stand doch gar nichts im Artikel. Die Frage nach dem Geld habe ich doch eher ethisch-philosophisch beschrieben und nicht betriebswirtschaftlich. Unser Minister liebäugelt mit einer Straßenbahnverbindung nach Slubice. Das ist politisch.

Oberleitung 19.04.2011 - 19:59:49

Au, au, au!

Wieder in BWL nicht aufgepasst!. Der öffentliche Personennahverkehr gehört zu den kollektiven Bedürfnissen einer Gesellschaft. Diese Bedürfnisse werden vom Staat realisiert. Somit ist es ganz normal, dass in der EU diese kollektiven Bedürfnisse abgesichert (gefördert) werden. Einfach mal rechnen. Eine Straßenbahnfahrt kostet 1,30€. Nun multiplizieren wir das mit der Anzahl der Fahrgäste und stellen fest, es reicht nicht mal für das Fett zu Schmieren der Weichen. Hier den "guten Heartfield" zu benutzen, ist sehr gewagt. Auch ist es normal, Oberleitungen in Fristen mal zu wechseln. Wer das nicht begreift, auch Zahnbürsten werden nach einer bestimmten Zeit gewechselt. Viel Freude beim geförderten Straßenbahnfahren.

Edeltraud Lademann 19.04.2011 - 15:25:29

2. Versuch

Wäre doch schade drum. Da hatte was nicht funktioniert. http://www.grg23-alterlaa.ac.at/menschenrechte/heartfield/heartfield.html Ich glaub, jetzt stimmts. Sind ja auch sehr gute weitere Vergleiche dort auffindbar.

Edeltraud Lademann 19.04.2011 - 15:11:23

Fördermittel, Fördermittel, Fördermittel

Alter Energie-Erhaltungssatz abgewandelt: "Von nichts kommt nichts." Aber der Bürger muss fragen: Was geschiet damit oder wohin versackt es? Das Steuerungsmittel der Politik ist das Geld. Den kalten heißen Mammon kann keiner verantwortlich machen. Aber es gibt eine bekannte Fotomontage von John Heartfield.Sie ist von ihm betitelt mit: "Millionen stehen hinter mir." http://www.grg23-alterlaa.ac.at/menschenrechte/heartfield /heartfield.html Das war damals.

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