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Hohensaaten darf gehen

hstill, ssteinbeisz / 26.09.2008, 18:01 Uhr
Innenminister Jörg Schönbohm Die Gemeinde Hohensaaten (Barnim) vollzieht nach 15 Jahren eine Rolle rückwärts. Nach der Auflösung des hoffnungslos überschuldeten Amtes Oderberg will sie zum Jahresbeginn 2009 in die Stadt Bad Freienwalde und damit in den Landkreis Märkisch-Oderland wechseln. Von dort wurde sie am 5. Dezember 1993 feierlich in den Barnim verabschiedet.

"Wir korrigieren einen Fehler der Vergangenheit. Zwei Drittel der Bevölkerung wollten damals nicht wechseln. Wir sind traditionell mit Bad Freien­walde verbunden. Aber das hat die damalige Gemeindevertretung nicht abgehalten", so der Hohensaatener Bürgermeister Bernd Pliquett auf die Frage, warum nun abermals der Wechsel ansteht.

Pliquett war damals nicht im Amt, erlebte aber mit, wie sich der Ort an der Oder etwa beim Bau eines Gemeindezentrums derart verschuldete, dass noch in zehn Jahren dafür gezahlt werden müsste. Hoffnung bietet nur die Chance, Gelder aus dem Ausgleichsfonds des Landes für in Not geratene Kommunen zu erhalten. Zumal die Stadtverordneten von Bad Freienwalde die Bedingung stellten, Hohensaaten nur ohne Schuldenberg zu übernehmen. "Die Entschuldung wäre wichtig, schließlich wollen wir nicht als Bettler nach Bad Freienwalde gehen", so Pliquett.

Mit "großer Freude" nahm er in dieser Woche die Nachricht auf, dass nun auch die Bar­nimer Kreistagsabgeordneten den Wechsel von Hohensaaten einstimmig befürworten. Auch stimmten sie für die Auflösung des Amtes Oderberg mit Hohensaaten sowie der Stadt Oderberg, Liepe, Parsteinsee und Lunow-Stolzenhagen, die ins Amt Britz-Chorin wechseln werden.

stellte schon vor Wochen die Zeichen auf Grün. Er will den Wechsel von Hohensaaten auf der Grundlage eines Vertrages, den Barnim und Märkisch-Oderland miteinander schließen. Eine Gesetzesänderung des Ministers wäre damit nicht nötig.

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