Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ab Sonntag tourt Slawenboot "Siwa Sweeti" auf dem Kanal

© Foto: Stefan Csévi
Jörg Matthies / 27.04.2011, 08:00 Uhr - Aktualisiert 27.04.2011, 12:09
Schwedt/Angermünde (In House) Zum Brandenburg-Tag im September 2010 erlebte es seine Jungfernfahrt, nun soll es bald regelmäßig auf große Fahrt gehen – das nachgebaute Slawenboot „Siwa Sweeti“.

„Siwa“ ist die Göttin des Lebens, der Kraft, der Schönheit und des Glücks. Der Namenszusatz „Sweeti“ entspringt der slawischen Schreibweise für Schwedt. Das 13 Meter lange Eichenholz-Schiffes soll künftig multifunktional zum Einsatz komme. Gestern unterzeichneten vier Personen einen Vertrag, der die Aufgaben des Partner-Quartetts auflistet.

Der Bildungsverbund als Erbauer und Eigner, die Touristik-Fachleute als Werbe-Flaggschiff fürs Boot und Koordinatoren für dessen Vermarktung, die Wassersportler mit „Siwa“-Kapitän Christian Bielefeld als Betreiber und die Uckermärkischen Bühnen als einer der künftigen Nutzer sitzen hierbei sprichwörtlich in einem Boot.

„Ab kommendem Sonntag kann jedermann auf dem Slawenboot anheuern“, wirbt Susanne Pätzold, die Geschäftsführerin des Tourismusvereins Unteres Odertal. Ob Ausflugsfahrt, Teamstärkung, ob Familientreffen oder Begleitprogramm zu einem Seminar – die Besatzung sei auf die Wünsche der Gäste eingestellt. Bis maximal 18 Personen können das Slawenboot gleichzeitig nutzen. Für den Premieren-Sonntag, den 1. Mai sind noch Buchungen möglich.

In jedem Jahr soll es bis zum 
30. September Ausfahrten mit dem Slawenboot geben. Die „Siwa Sweeti“ wird zudem Kulisse für das Fantasyspektakel „Im Bannfluch der Göttin“ der Uckermärkischen Bühnen. Am 10. Juni ist Premiere auf der neuen Freilichtbühne. Das Boot spielt eine tragende Rolle, wenn Slawen, christliche Ritter und Wikinger ihre Fehden austragen. Die Hauptdarsteller, Manja Kloss und Stefan Bräuler, gingen gestern mit auf Probefahrt.

„15 oder 16 Vorstellungen wollen wir geben, davor wird so bis zu zehnmal live mit dem Schiff geprobt“, informiert Intendant Reinhard Simon. Dazu heißt es im gestern unterschriebenen Vertrag: „Die Nutzung durch die Ubs. hat Priorität.“ Bei Fahrtwünschen sollte man sich also auch am Spielplan des Theaters orientieren. Der Tourismusverein gibt Hilfestellung. Zwischen Criewen und dem Hafen können die Touren absolviert werden. Selbst rudern ist erlaubt. Wer es gemütlicher mag, der lässt den 20 PS starken Motor anwerfen. Die Stabilität des Bootes wird auch dadurch gewährleistet, dass mitten im Deck 
1,2 Tonnen Steine deponiert sind. „Eigentlich hat das Boot auch einen neun Meter hohen Mast sowie über 20 Quadratmeter Segelfläche“, verrät Kapitän Christian Bielefeld. Doch die Brücken auf der Strecke seien für einen Segeltörndafür zu niedrig. Versierte Besatzungen aber könnten den Mast durchaus in einer Viertelstunde auf und abbauen, animiert Bielefeld Interessenten zum Training.

Fahrten buchen: Tel. 03332 25590; per Fax 03332 255959; Mail: touristinfo@unteres-odertal.de

Schlagwörter

Slawenboot Manja Kloss Fantasyspektakel Susanne Pätzold Theatersommer

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
SDT 27.04.2011 - 18:55:32

Umsonst

Da wurden Fördermittel sinnlos ausgegeben. Der einzige positive Aspekt dabei ist das die Jugendlichen ihre Fähigkeiten im Handwerk verbessern konnten.

Schwe67 27.04.2011 - 10:54:15

Der "Namenszusatz „Sweeti“ entspringt der slawischen Schreibweise für Schwedt."

Blödsinn im Zitat - genau wie das Boot, das mit dem Umfeld keine Einheit bildet und wie ein Fremdkörper wirkt. Wer soll und will denn mit sowas fahren, wenn das restliche leben der Slawen außen vor bleibt ? Wieder mal eine Fördermittel-Schnappsidee, damit die UBS protzen können. Hätte man wie in Torgelow eine gesammte Siedlung erbaut, ergäbe das Boot einen Sinn. So aber bleibt eine sinnvolle Vermarktung fraglich.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG