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Tram-Gutachten für 
Mitte Juni angekündigt

Annette herold / 20.05.2011, 07:25 Uhr - Aktualisiert 17.10.2013, 11:08
Frankfurt/Slubice (In House) Die Endfassung der Studie zum grenzüberschreitenden Öffentlichen Personennahverkehr soll Mitte Juni vorliegen. Das geht aus einem Brief an alle Stadtverordneten hervor, in dem Oberbürgermeister um Verständnis für den bisherigen Umgang der Verwaltung mit der Studie wirbt. Der Abschlussbericht wird demnach zum 14. Juni erwartet. Anschließend werde er umgehend den Stadtverordneten übergeben.

„Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es mir wichtig ist, Ihnen als Stadtverordnete einen abgestimmten und durchdachten Bericht vorzulegen“, argumentiert Wilke in dem Schreiben. Bei einer ersten Vorstellung des Papiers in der Frankfurter Stadtverwaltung am 9. Mai sei noch einiger Präzisierungsbedarf deutlich geworden. Denkbar sei auch, dass die Slubicer Seite noch Nachholbedarf sieht. Ein erster Termin zur Vorstellung im Rathaus der Nachbarstadt war gescheitert. Ein Vertreter der Stadtverwaltung berichtete, die Unterlagen seien zu kurzfristig verfügbar gewesen.

Zuvor hatten Stadtverordnete gerügt, dass das Papier nicht schon öffentlich gemacht worden ist. Jörg Gleisenstein (Bündnis 90/Grüne) und Frank Hammer (Linke), die sich auch in der Bürgerinitiative „Pro Tram“ engagieren, bemängelten den Umgang mit dem Papier. Es scheine in der Verwaltung kein Verfahren zu geben, wie mit dem Papier umgegangen wird, kritisierten sie. Die Stadtverordnetenversammlungen von Frankfurt und Slubice hatten im April vergangenen Jahres die Erarbeitung der Studie beschlossen. Ziel ist die Erweiterung des Frankfurter Straßenbahnnetzes.

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ludwig pohland 25.10.2013 - 18:50:36

"Wirrrwarrr" würde ein Eberlausitzer sagen

Ist man hier im falschen Film, wenn ein Artikel aus dem Mai vorigen Jahres aktualisiert wird? Zu dem Thema sind seitens der Frankfurter Bürger wohl längst alle Messen gelesen. Jetzt wird auch klar, warum Bündnis 90 die Grünen ihren Namen haben. Schließlich schuldet Slubice Frankfurt noch immer 90-tausend Euro für das bisherige Gutachten. Und Frank Hammer, Die Linke, spielt schon lange keine Rolle mehr im Stadtparlament. Im Journalistenjargon nennt man einen solchen Artikel schlicht und einfach "Sreichsatz".

LESER DER MOZ 25.10.2013 - 17:44:14

DAS STAUBT SCHON

WAS WIRD DENN DA AUS DER MOTTENKISTE GEHOLT ? LAßT DEN BUS WEITER FAHREN MEHR BRAUCHT MAN HIER IN FFO NICHT UND IN SLUBICE SCHON GAR NICHT !!!

Josef Lenden 21.07.2011 - 18:25:55

Frau Lademann

einer der Häppchen-Esser hatte Sie zu dieser Veranstaltung geholt! Einer dieser Häppchen-Esser hat Ihnen die Studie übersandt. Die Häppchen und Getränke standen allen offen! Die anderen Häppchen-Esser kennen Sie zum Teil garnicht. Sie hätten sich sicherlich in eine der nachträglichen Diskussionen einmischen können. Leider war ich in Zeitdruck - sonst hätte ich mir auch noch ein Häppchen gegönnt und Sie an die Seite genommen. Das wissen Sie! Warum polemisieren Sie jetzt? Ihre Kommentare sind doch sonst lesbar! Lieben Gruß Josef Lenden

Edeltraud Lademann 21.07.2011 - 16:55:49

Achtung Camelion!

Na so was. Da habe ich doch eben einen Kommentar unter meinem Namen entdeckt, den ich gar nicht geschrieben habe.(siehe unten 22.05.11 10:12) Da hat einer ganz gut mitgedacht. Nicht so echt in meiner Eigenheit, aber wie auch! Trotzdem chapeau! Diese Verschwörung ist real. Ich konnte mich ja neulich gerade so unter die Häppchen-Esser stellen,da ihnen wohl nochklar wurde, dass sie uns Bürger nicht außen vor lassen können. Die meisten mieden mich aber.

Martin Eckbert 24.05.2011 - 18:57:41

Weitere Diskussion hier überflüssig - Entscheidung ist in Slubice gefallen!

Seltsam, dass hier einige Kommentatoren immer noch über das Tram-Projekt diskutieren, denn eine Entscheidung gegen die Straßenbahn über die Oder ist doch längst gefallen - in SLUBICE. Der Slubicer Bürgermeister hat doch längst seine Argumente gegen die teure Tram benannt: Slubices Straßen sind für eine Straßenbahn und große Busse zu eng, deshalb sollen kleine Busse fahren. Die Stadt Slubice ist hoch verschuldet und wird keine unkalkulierbaren Projekte umsetzen. Wer regelmäßig die Presse liest, kennt diese Entscheidung längst. Das Gutachten theoretisiert, doch praktisch ist die Richtung in Slubice längst entschieden worden. Wer jetzt hier noch Energie und Zeit in Pro-oder Contra-Argumente verschleudert, dem ist in dieser Realität nicht zu helfen ...

ROESSLGAENGER 24.05.2011 - 18:44:57

@Knut Schmund

Ihr Einwurf war teilweise richtig, leider nur teilweise. Die Schlachthoflinie wurde dazu errichtet, um die Werktätigen in die Betriebe in der Küstriner, heute Herbert- Jensch- Straße zu bringen, was bis 1989 auch funktionierte. Nach der Wende verschwanden diese Firmen eine nach der anderen. Die Wohnbevölkerung verteilt sich in diesem Teil der Lebuser Vorstadt auf zwei km entlang einer Straße ohne bedeutende Nebenstraßen, für eine Straßenbahn eine ungünstige Struktur, wie man sieht. Mit dem Anschluß von Slubice ans Tramnetz besteht die Chance eine kompakte Stadt von 17000 Einwohnern durch die Straßenbahn zu erschließen. Um an Ihre Argumentation anzuschließen, es geht nicht mehr um die Frage ob auf Linie 1 1000 Tickets verkauft werden, egal von wo nach wo, sondern um die Frage: Haben wir jetzt nicht die Chance darauf, demnächst 1500 oder 1800 Tickets zu verkaufen? Das die EU einen großen Teil der Baukosten fördert, erleichtert die Sache. Übrigens, wird die Bahn nicht gebaut, wird kein Bundesbürger einen Tag früher in Rente gehen!

Knut Schmund 24.05.2011 - 16:40:22

Ich bin weder dafür noch dagegen

Eins möchte ich aber doch anmerken. Entweder ist die Linie 1 Defizitär oder nicht. Das jetzt daran festzumachen das ab Topfmarkt nur wenige Fahrgäste mitfahren halte ich für falsch. Wenn z.B. 1000 Leute am Tag Ihr Ticket in der Linie 1 entwerten ist es doch vollkommen egal ob Sie vom Dresdner Platz zum Bahnhof fahren oder vom Topfmarkt zur weiß ich jetzt nicht Haltestelle. Denn dann dürften z.B. am Wochenende auf bestimmten Linien keine Busse fahren denn auch dort wird es Streckenabschnitte geben wo wenige Fahrgäste an Bord sind. Wenn man sich im Enzelhandel umsieht gibt es auch Zeiten wo wenig Umsatz gemacht wird. Dennoch macht ja z.B. Kaufland nicht nur Freitag und Samstag von 17-20 Uhr auf.

europäer 24.05.2011 - 16:12:17

@holger nemrod

ja, dann ist der staatsbankrot nicht den arbeitnemmern und rentnern geschuldet, sondern unsinnigen investitionen(wie z.b. unwirtschaftlichen straßenbahnprojekten. und nun @hlger kommen sie.. bedanke mich für diese richtigstellung. wir rentner können schließlich nicht für alles herhalten.

Holger Nemrod 24.05.2011 - 13:57:59

Exkurs

@Europäer "die griechen gefährder die stabilität des euro, weil sie ihren bürgern die rente mit 60 jahren z.b. ermöglicht. wir lassen unsere bürger bis 67 und nach neuesten cdu-vorstellugen bis 69jahre arbeiten, bauen aber eine straßenbahn. " Ihnen empfehle ich, sich genau anzuschauen, wie das reale Renteneintrittsalter in Griechenland aussieht und das als Mythos wahrzunehmen. Das der Renteneintritt ermöglicht wird, heißt noch lange nicht, dass es auch so vollzogen wird. Das Renteneintrittsalter liegt in Griechenland nämlich 0,1 über dem von Deutschland. (Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,763366,00.html ) Und jetzt kommen sie...

europäer 24.05.2011 - 13:45:31

@schaffner @ralf kubich

selbstverständlich wächst europa zusammen. griechenland, portugal, spanien ,italien stehen vor der zahlungsunfähigkeit. wir verschwenden geld für eine tram die nicht unbedingt notwendig ist. wirtschaftlichen fortschritt bringt sie nicht. sie soll lediglich liebgewonnene standards erhalten und sparmöglichkeiten einschränken. die griechen gefährder die stabilität des euro, weil sie ihren bürgern die rente mit 60 jahren z.b. ermöglicht. wir lassen unsere bürger bis 67 und nach neuesten cdu-vorstellugen bis 69jahre arbeiten, bauen aber eine straßenbahn. ich möchte lieber griechischer eu-bürger sein. diese praxis der euro-entwertung ist mir lieber. daher @schaffner und @ralf kublich ich hoffe nun mehr , dass ihr für die folgen eurer geldverschwendung( weil ja alles die eu zahlt,leisten wir uns unwirtschaftliches) ,auch mit eurer rente oder eurem gehalt in verantwortung gezogen werdet. eben wie die griechen.

Edgar Ansbach 24.05.2011 - 09:09:22

Propagandalüge

Der Fortbestand der Straßenbahn ist laut SVF-Berichten überhaupt nicht gefährdet. Es geht vielmehr um den Fortbestand gewisser Manager-Sitzplätze in SVF-Büros, die gefährdet sind. Da kommt die Mär vom drohenden Straßenbahn-Ende gerade recht, um damit die Bürger zu erschrecken und um damit Druck auszuüben auf gutgläubige Politiker.

Holger Nemrod 23.05.2011 - 23:55:39

q.e.d.

Hallo Rudolf, es freut mich, dass Sie meinen Argumenten folgen konnten. Das die Führung einer Buslinie über die Oder möglich ist, sollte klar sein, dass ist unstreitig. Der AStA der Viadrina hat das ja in einem Testlauf auch unter Beweis gestellt. Das es womöglich fast nichts kostet oder kostengünstiger ist als eine Strab-Strecke, halte ich grundsätzlich ebenfalls für denkbar. Nur hier geht es um etwas anderes: es wäre ein deutliches Ja zum Fortbestand einer Tram in FFO, welche ich aus verschiedenen Gründen für unverzichtbar halte. Wenn man also an daran interessiert ist, dass FFO seine Tram behält, dann sollte man nüchtern und emotionslos an die Fakten herangehen. Wenn die Linie 1 keine Wendeschleife erhalten könnte (aus Kostengründen) müsste sie aufgegeben werden, weil sie deutlich defizitär ist durch die langen Leerfahrten bis zu Wendeschleife. (die Zahlen die Heidi Borer hier gepostet hat, sind ja zunächst nur Verhältnisaussagen, die imho keine Wertung zulassen) Das würde bedeuten, dass Haltestellen wie Brunnenplatz und Magistrale nicht mehr bedient werden könnten. Die Einstellung dieser Strecke wäre wahrscheinlich. Unter der Voraussetzung, dass eine Tram in FFO mittel- und langfristig eine Überlebenschance haben soll (Vollständigkeit der vorhanenden Linien plus Hinzugewinnung attraktiver Fahrtziele), ist es klar was icht tue, wenn eine Wendeschleife in der Lebuser Vorstadt teuer ist, als die Zubringerleistung bis zur Stadtbrücke. Das ist, emotionslos betrachtet, eine glasklare und kühl gerechnete Angelegenheit, fernab jeder politischer Diskussion, ob man nun die "Idee Europa" mag oder nicht. Politik ist immer in der zwangsweisen Situation, kurzfristige Politik mit langfristigen Zielen zu betreiben. Das Individuum ist eigentlich aus verständlichen Gründen immer daran interessiert, möglichst kurzfristige Ziele auszugeben, so dass diese auch (innerhalb des eigenen Erwartungshorizonts) erreicht werden können. Auch aus diesem Grund halte ich nichts von direkter Demokratie, weil kein jetzt lebender, Entscheidungen mit Horizonten von mehr als 20 Jahren in der Lage ist zu treffen, sondern aus purem Egoismus und Eigennutz, seine "Felle" möglichst kurzfristig ins Trockene zu bringen. Und wie wir alle wissen, ist es ungleich leichter Entscheidungen für andere als für uns selbst zu treffen. Guten Abend

rudolf 23.05.2011 - 21:27:16

@herr nemrod

ihre ausführungen sind absolut nachvollziehbar. nur. warum führt man die buslinie, die seit jahrzehnten und noch heute, an der grenze vorbeirauscht, nicht einfach die route über die brücke und retour? kost kaum etwas und bringt den selben effekt.

SVF Fahrer 23.05.2011 - 19:32:04

@Heidi Borer

sie haben recht das die Linie 1 von Neuberesinchen zur Lebuser Vorstadt fährt. Das heisst aber noch lange nicht das die meisten Fahrgäste auch bis zum schluß mitfahren, an der Haltestelle Klingestraße verlassen die meisten Fahrgäste die Bahn und es fährt nur noch ne Hand voll mit, Fahrer natürlich Ausgeschlossen. Nehmen Sie sich doch mal die Zeit und fahren mit der Linie 1 und Zählen die Leute ab der Haltestelle Winterhafen bis zur Lebuser Vorstadt und wieder zurück sie werden sehen das die Bahnen sehr viel Luft hin und her fahren.

Heidi Borer 23.05.2011 - 08:43:42

Mehr Demokratie wagen

Wer aufmerksam die MOZ liest, hat längst erkannt, dass es beim Tram-Projekt nicht um das "Überleben" der Frankfurter Straßenbahn geht. Am 21. Februar 2011 veröffentlichte die MOZ den neuesten SVF-Bericht. Darin heißt es: "Knapp zwei Drittel der Stadtverkehrskunden nutzen die Straßenbahn. Der Anteil liegt bei 64 Prozent, wie aus der aktuellen Fahrgasterhebung hervorgeht. 36 Prozent der SVF-Kunden nutzen demnach Stadtbusangebote. Die Gesamtzahl der Fahrgäste wird mit 10,9 Millionen angegeben und ist damit laut SVF trotz zurückgehender Einwohnerzahlen gestiegen. Am meisten genutzt wird die Straßenbahnlinie 1, die von Neuberesinchen in die Lebuser Vorstadt fährt." Hier in Deutschland gibt es noch viel zu wenig Demokratie und Bürgerbeteiligung. Es sind die Bürger, die den ÖPNV subventionieren und deshalb ein Recht darauf haben, bei diesem Thema per Abstimmung zu entscheiden. Ich halte es mit Willi Brandt, der sagte "Mehr Demokratie wagen". Das gilt in allen Fragen, die uns Bürger angehen und die wir finanzieren sollen. Da, wo es eine demokratische Mehrheit gibt, sollte die Minderheit sich dem Votum beugen und nicht aus lauter Frust die demokratischen Regeln in Frage stellen. Eine Diktatur der Fachspezialisten lehne ich ab genauso wie die Diktatur einer links- oder rechtsgestrickten Partei.

Holger Nemrod 22.05.2011 - 22:32:22

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Ich sehe es ähnlich wie Ralf Kublich und bin für eine Überführung der Diskussion auf die Sachebene ohne ideologisch-politische Verbrämung. Es geht nicht zuletzt um den Fortbestand der Tram in FFO. Als "Fast-Nichtmehr-Bürger" dieser Stadt wollte ich zumindest verschiedene Aspekte anmerken Fakt 1: die Strecke in die Lebuser Vorstadt steht vor dem Aus, weil defizitär. Es muss eine Wendeschleife gebaut werden, wenn man die Linie 1 (rentabel?) halten will. Fakt 2: eine sinnvolle Alternative wäre, die Wendeschleife nach Slubice zu verlegen, weil dort erstens potenzielle Kunden zu finden sind (Markterschließung) und zweitens, die Wendeschleife auf polnischer Seite auch noch förderfähig wäre. Noch dazu wäre das ein Wink in die Zukunft. Zudem bin ich gegen eine direkte Demokratie oder diffundierenden Varianten dieser und möchte eigentlich auch nicht, dass ich als Bürger zu komplexen Problembestellungen befragt werde, bei denen der Durchdringungsgrad an Faktenwissen begrenzt ist, weil man ja noch andere Hobbies hat, wie bspw. Erwerbsarbeit, Dissertation, Freundin, Freunde etc. pp. und auch der intellektuelle Zugang zu bestimmten Themengebieten einfach nicht vorhanden sein kann. So ehrlich sollte man mit sich sein. So auch Tram-Studie. Es ist schlicht unmöglich, sich zu aktuellen Fragestellungen wie S21, BBI, Atomausstieg etc. zu positionieren, weil die Mehrheit der Fakten und des Wissens nicht auf meiner Seite (und der der überwiegenden Mehrheit) versammelt ist und das eine reine Meinungsdiskussion wird, was der Sache nicht gerecht wird. Ich bin dafür, in einer funktionsdifferenzierten Welt auch funktionsdifferenzierte Entscheidungen zu treffen. Ob diese dann falsch oder richtig sind, ist dann wieder die persönliche Sicht der Dinge, die auch immer nicht adäquat sein kann.

ralf kublich 22.05.2011 - 20:41:17

sie begreifen es einfach nicht,

diese ganzen gegner. es geht nicht darum, ob in frankfurt eine straßenbahnstrecke durch slubice gebraucht wird oder nicht. das ist allein sache der polen. nur sie entscheiden darüber, ob gleise verlegt werden und wo sie verlegt werden. und nur sie haben die finanzierung zu stemmen, die sicher zum großteil über eu-fördermittel laufen wird. wie frankfurter stellen nur sicher, dass es einen anschluss des hiesigen netzes über die stadtbrücke ans slubicer gleisnetz geben wird - nur die verbindung von der karl-marx-straße bis zur brücke ist unsere sache! und ob das ostmarkstadion oder der basar oder die ganzen nachtclubs von der straßenbahn angefahren werden, geht uns einen dreck an. darüber befinden allein die verantwortlichen in slubice! egal, wie sehr sich hier die starrsinnigen ereifern. im übrigen ist der linken bzw. damals der pds der vorwurf zu machen, diese ideologisch motivierte bürgerbefragung damals initiiert zu haben. man kann nun mal bei bestimmten themen nicht das volk befragen, das gar nicht ausreichend hintergrundinformationen hat, sondern - zumindest in diesem fall - allein aus dem bauch heraus abgestimmt hat! ich mache ja auch keine bürgerbefragung dazu, welche straße zuerst saniert wird oder so. esgibt themen, da müssen die zuständigen leute, die über genug fachwissen und vor allem weitsicht verfügen, entscheiden.

Heidi Borer 22.05.2011 - 12:11:18

Begriffe und Sinn klären

Mißtrauisch macht mich, das die "Studie zum grenzüberschreitenden Öffentlichen Personennahverkehr" immer nur auf den Begriff "Tram-Gutachten" reduziert wird. ÖPNV ist mehr als Straßenbahn. Dazu gehört auch der Busverkehr. Da stellt sich die Frage: Worum geht es beim grenzüberschreitenden ÖPNV? Geht es tatsächlich um Personenbeförderung von A nach B? Geht es den Tram-Befürwortern vorrangig um Außenpolitik? Warum hat Slubice jahrelang einen Busverkehr verhindert, obwohl es angeblich einen Bedarf bei den Slubicern gibt nach einer ÖPNV-Verbindung zum Frankfurter Bahnhof? Die Minderheit der Pro-Tram-Akteure vertritt dazu merkwürdige Positionen. Ich vermute, es sind Bewegungsmuffel, die deshalb einen ÖPNV nach Slubice brauchen.

rudolf 22.05.2011 - 10:31:05

@roesslgänger

die schwaben sind nicht grundsätzlich gegen s21, weil es massive bauliche veränderungen gibt, sondern weil es unvorstellbar viel geld kostet. sind halt knausrig, was ja bekannt ist. im endeffekt profitiert jeder stuttgarter vom umbau, wenn er denn fertig gestellt ist..aber is ein anderes thema. das gutachten sicherlich so ausfallen, wie es von ganz oben gewünscht ist, da braucht man kein prophet sein. aber warten wirs eben mal ab...

ROESSLGAENGER 22.05.2011 - 10:20:55

S21?

Zwischen dem Frankfurter Tramprojekt und den Protesten gegen Stuttgart 21 besteht der große Unterschied: Die Stadt Stuttgart steht vor ungeheuren baulichen Veränderungen, viele Schwaben sehen sich davon betroffen und sorgen sich um ihre Lebensqualität, ob zurecht oder unrecht, soll hier nicht erörtert werden. Der ,,Einschnitt" für uns Frankfurter wären wenige Meter Straßenbahngleis durch eine Straße so gut wie ohne Anwohner. Kosten wären die Eigenmittel zu den Fördermitteln, die geringer ausfielen als der Neubau einer Endstelle, wenn die Schlachthofstrecke verkürzt würde. Also sage ich mal: Eine Runde durchatmen, und das Gutachten abwarten. Was beiden , den Tramgegnern und den S21 - Gegnern gemeinsam ist, ist dass sie ein tiefes Misstrauen gegen die Eliten dieser Bundesrepublik ausdrücken, was ich nachvollziehen kann. Auch als Straßenbahnbefürworter bin ich ein ganz normaler Bürger, der von niemandem für etwas bezahlt wird. Ich erlaube mir eben nur, eine eigene Meinung zu besitzen und diese sachlich und möglichst fundiert zu vertreten.

Edeltraud Lademann 22.05.2011 - 10:12:34

Thron-janer - das trifft´s wohl

Liebe Leute, ich rate gut darauf zu achten, mit welchen Winkelzügen das Tramgespinst als "Gutachten" besiegelt wurde, sobald es dann endlich einsichtig wird. Mit Geld schmieren die schon an den Hebeln der Macht Sitzenden die machtgeilen Emporkömmlinge und Mitläufer wie bspw. Gutachter. Diese Veschworenen leben dann in ihrem abgehobenen Sphären. Von dort aus, bei Events mit "Häppchen" reden sie über die "Dummen" da draußen und da unten, die nicht mitspielen dürfen.

rudolf 22.05.2011 - 10:02:58

stichwort ddr

die ddr war zentralistisch gesteuert aus berlin. 16 mio zonen-bewohnern wurde von wenigen tattergreisen vorgeknallt, wie sie zu leben haben. heute sind 500 mio eu-bürger an der kurzen leine, die zentralistisch in brüssel festgemacht ist. der einzige unterschied zwischen ost-berlin 1949-89 und brüssel heute ist die bezeichnung der gesellschaftsform. sogar die gleichschaltung funktioniert, wenn man beobachten muss, dass die meisten politiker hierzulande blinden gehorsam gegenüber brüssel zeigen. sinn oder unsinn eines jeden projektes, egal. brüssel sagt, alle anderen springen. so hat sich die eu wohl niemand vorgestellt. schönen sonntag noch ein ehemaliger eu-befürworter

Gabi 22.05.2011 - 09:49:22

Fremdgesteuert!

Ich glaube es liegt an Brüssel. Aller Unsinn kommt da her. Spielen sie großen Gönner mit unserem Steuergeld? Wenn die von uns bezahlten Volksvertreter mit denken würden, statt kaputt zu machen, wäre die EU nicht da, wo sie Heute ist, am Ende!!! Sollen wir runtergewirtschaftet werden? Zahlungsunfähig? Fremdgesteuert? Ich glaube sie wollen es. Soviel Unverstand hat nicht mal die DDR Regierung geschafft. Wo investiert werden müßte, wird nichts gemacht. Nach dem Motto, sind die Strassen kaputt, verdienen die Autowerkstätten. Was haben wir für Volksvertreter in Stadt, Land und Brüssel? Kann Geld und Macht so vernebeln? Falsch programmiert oder ein Throjaner?

rudolf 22.05.2011 - 08:50:50

es ist einfach nicht...

...zu verstehen, wie man so verbissen und verbohrt eine tram-linie über die brücke haben möchte. ein länderverbindender linienverkehr ist äusserst praktisch und dürfte sicherlich auch von vielen grenzgängern rege genutzt werden. aber es bedarf hierzu keiner strassenbahnlinie. wie ich unten erwähnte, eine buslinie tut es auch. frankfurt ist an vielen stellen dreckig, verkommt immer mehr, geld für die stadt selber fehlt an allen ecken und enden, aber eine tram muss aus dem boden gestampft werden. um das ego einiger weniger zu befriedigen, um eine statussymbol der verbundenheit zu schaffen.

Gabi 22.05.2011 - 08:35:40

Tram Millionengrab!

Ich habe die Grüne Tante aus Brüssel im Kleistforum gehört. Eine verbohrte zu hoch bezahlte Frau aus Sachsen, die so einen Unsinn beführwortet. Da "liegt der Hase im Pfeffer". Ich würde plädieren, dass alle Beführworter kopfunter nach Slubice schwimmen.Dann können sie gucken, ob eine U- Bahn nicht eine größere Attraktion wäre. Brüssels Beführworter sollen mit schwimmen. Werden die Köpfe dann klarer? Ich zweifel . Alle Beführworter können unten eine Maulwurfparty abhalten. Die sehen auch nix oder? Gibt es hier wirklich fast nur noch Kopflose und Blinde?

rudolf 22.05.2011 - 07:40:33

F21

es geht ja nicht nur ums geld, sondern auch um sinn oder unsinn dieses projektes. die dammvorstadt hat man in wenigen minuten per pedes durchquert, das allte ostmarkstadion ist weit davon entfernt eine event-location zu sein, die einen bim-anschluss braucht, die tankstellen in und um slubice herum werden in der regel mit kfz angefahren. marktbesuche sind ebenfalls mit auto wesentlich praktischer. zusammen-wachsen hin oder her, es wäre einfach eine sinnlose geldverschwendung ohne gleichen. und nun der "testbus". *kopfklatsch* auf die idee, eine fixe buslinie über die oder aufzustellen, scheint niemand zu kommen. erfüllt sinnigerweise den selben zweck wie eine bahnlinie, ist im gegensatz zu dieser aber wesentlich kosteneffizienter.

Kaczmarek 1-15 22.05.2011 - 07:25:42

Projekt "Frankfurt 21"

Wenn es ein "Stuttgart 21" gibt, warum sollte es nicht auch ein Projekt "Frankfurt 21" gegen diese Schnapsidee "Frankfurter Visionäre" geben ? Schließlich lehnt eine Mehrheit der Frankfurter dieses Projekt aus guten Gründen ab. Für die Befürworter ist es schon immer ein Leichtes gewesen Geld, das nicht das ihre ist, zum Fenster hinaus zu werfen.

rudolf 22.05.2011 - 06:20:30

@herr kublich

sie sind nicht nur arrogant und höchst eingebildet, nein, sie sind auch noch blind. europ aist im moment gerade auf dem besten wege, sich selber abzuschaffen und sie schreiben von "zusammenwachsen": so verballhornt kann man doch wirklich nicht sein, dachte ich bislang immer.

Bienchen 21.05.2011 - 23:51:57

Unnützes Projekt!

Optimist, du bist gleichgeschaltet. Aus dir spricht die Software einer Firma, einer miesen Firma!

Zwetlana Czenstoch 21.05.2011 - 22:55:20

Kriminalbeamte sehen starken Anstieg Grenzkriminalität

So lautet heute die Überschrift eines MOZ-Artikels. Dies ist eines der Ursachen, warum sich eine Mehrheit der Frankfurter Bürger gegen dieses Tram-Projekt stemmt. Ist es möglich, dass dies von den Frankfurter Politikern und Tram-Befürwortern nicht wahrgenommen oder bewußt verdrängt wird? Das allseits bekannte Wohlstandsgefälle verursacht Grenzkriminalität und die Anti-Tram-Stimmung unter der Mehrheit der Frankfurter. Sollte dieses Wohlstandsgefälle eines Tages nicht mehr vorhanden sein, wird sich auch die Stimmung hier in Frankfurt und all den anderen Grenzregionen verbessern. Bis dahin wird noch viel Wasser die Oder runter fließen ...

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