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Ein Riesenfest im Dorf

Hoch hinaus: Roland Schmidt und Sohn Dean (17) - laut Ank³ndigung Europas j³ngster Motorrad-Hochseilartist - wagten sich diesmal in Feuerwehr-Uniformen bis zu 30 Meter in die H÷he.
Hoch hinaus: Roland Schmidt und Sohn Dean (17) - laut Ank³ndigung Europas j³ngster Motorrad-Hochseilartist - wagten sich diesmal in Feuerwehr-Uniformen bis zu 30 Meter in die H÷he. © Foto:
AZIMMERMANNN / 05.10.2008, 21:35 Uhr
Zinndorf Nach verhaltenem Beginn zumindest an den ersten beiden Tagen dürften die Veranstalter des Oktoberfests im Rehfelder Ortsteil Zinndorf schließlich dennoch sehr zufrieden sein. Außerdem wurde seit Freitag ein Doppeljubiläum begangen: die zehnte Auflage des vom Zinndorfer Bürgerverein organisierten Festes und das 80-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. Dazu war unter anderem auch eine Delega­tion aus der polnischen Partnergemeinde Zwierzyn angereist.

Der Zusammenhalt im Dorf und in den Familien scheint erneut der Garant für ein erfolgreiches Zinndorfer Oktoberfest gewesen zu sein. "Unsere Heimat - das sind wir alle" heißt seit einigen Jahren das Motto. Und so waren dann auch diesmal (fast) alle da: die Zinndorfer - aber nicht minder zahlreich Gäste aus den anderen Rehfelder Ortsteilen, umliegenden Gemeinden und dem polnischen Zwierzyn. So feierte das Dorf ein Riesenfest mit zunehmend toller Stimmung.

Dass sich die Delegation aus Rehfeldes Partnergemeinde verspätet hatte, war am Sonnabend einer der Gründe, dass Reiner Donath, amtierender Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Zinndorfer Bürgervereins, kurzerhand mit allen Beteiligten eine Verschiebung des Vormittagsprogramms um eine Stunde nach hinten abstimmte. Dafür sprachen allerdings auch die Erfahrungen vom Vortag. "Erst am Nachmittag und Abend war es dann richtig voll", berichtete Reiner Donath, der die Begrüßung der Gäste kurz darauf Rehfeldes Bürgermeister Lutz Schwarz überließ.

Dieser erinnerte im Beisein seines Zwierzyner Amtskollegen Eugeniusz Krzyzanowski daran, dass die Feuerwehrleute ihren oft nicht ungefährlichen Dienst ehrenamtlich versehen: "Und das rund um die Uhr, sieben Tage lang." In Zinndorf seien sie gemeinsam mit ihren Förderern vom Bürgerverein zudem ein besonders aktiver Part, wenn es um die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens gehe. "Sie sind der Motor im Ort", sagte Lutz Schwarz, der zudem um Unterstützung für alle Rehfelder Wehren bat.

Gute Beziehungen, in diesem Falle familiärer Art, haben die Zinndorfer aber auch zu den Schmiedeberger Musikanten. Und die sollten sie weiter pflegen! So war es den Bläsern am Sonnabendvormittag zum Beispiel gelungen, den schleppenden Beginn stimmungsvoll zu überspielen. Einfallsreiche Frauen vom Bürgerverein hatten die Musikanten dafür vors Festzelt in die Sonne geholt, noch ein paar Bänke dazugestellt - und schon war es vor dem Feuerwehrgerätehaus viel gemütlicher.

Das zog die ebenfalls mehr und mehr eintreffenden Besucher an, deren neugierige Blicke damit auch in ein benachbartes Zelt fielen. Dort hatte die Zinndorfer Jugendgruppe des von der Stiftung Demokratische Jugend unterstützten Projekts "Weiße Lilie" wieder eine Ausstellung vorbereitet. Wer nicht bis zum Hof 1 die Straße hinunterlaufen wollte oder konnte, erfuhr so mehr über das neue grüne Klassenzimmer oder die Kinder-Radsportgruppe, die es seit etwas mehr als einem Jahr in Rehfelde gibt. Zu den Themen, mit denen sich die Jugendlichen unter der Leitung von Grit Piwecki vom Bürgerverein aktuell beschäftigen, gehören auch der Jakobsweg und die Ostbahn.

An die Strecke, die von Berlin-Lichtenberg über Zwierzyn hinaus führt, knüpfen auch die Zinndorfer die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Belebung der Region. Deshalb stieß die PC-Präsentation von Karl-Heinz Bossan, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Ostbahn, über Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten des Rehfelder Ortszentrums ebenfalls auf reges Interesse. Das Engagement dieser deutsch-polnisch geprägten europäischen Wirtschaftsvereinigung für die Gemeinde wird immer sichtbarer. So steht am Montagnachmittag zum Beispiel der Spatenstich für den neuen Park- and Ride-Bereich am Bahnhof an.

Zum bunten Programm in Zinndorf gehörte übrigens auch der 2007 fürs Jubiläum wieder versprochene Festumzug.

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