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Bio-Asse trainieren in Fürstenwalde

Thomas Gutke / 01.06.2011, 07:11 Uhr - Aktualisiert 02.06.2011, 16:53
Fürstenwalde (In House) Welches Kleinlebewesen besteht nur aus einer Zelle? Amöbe? Fadenlage? Wasserfloh? Oder doch das Pantoffeltierchen? Die meisten der 40 Grundschüler am Dienstag bei der Biologie-Olympiade im Tierpark Fürstenwalde wussten die Antwort.

Einen Biologie-Wettstreit für die Primarstufe gibt es im Schulamtsbezirk Frankfurt erst zum zweiten Mal. „Die Kinder sollen ein Gefühl für so etwas bekommen“, erklärt Uwe Becker. Deshalb hob man die Olympiade vor einem Jahr aus der Taufe. Biologie-Lehrer Becker gehört der Leitung der Zooschule im Heimattiergarten an.

14 Schulen beteiligten sich diesmal am Wettbewerb, von Grünheide bis Eisenhüttenstadt, von Strausberg bis Görzig bei Beeskow. Auch fast alle Grundschulen aus Fürstenwalde waren vertreten. Einen Vorwettkampf gab es nicht, die Schüler wurden nach ihren Leistungen im Unterricht und ihrem Interesse für die Naturwissenschaften für die Olympiade ausgewählt.

Die klugen Köpfen aus den sechsten Klassen hatten es nicht gerade leicht. Bei Temperaturen über 30 Grad hieß es, kühlen Kopf zu bewahren.

„Es würde mich wundern, wenn jemand alle Fragen richtig beantwortet“, meinte Uwe Becker. Denn an sechs verschiedenen Stationen unter freiem Himmel mussten die Sechstklässler mitunter sehr knifflige Aufgaben lösen. „Alles Stoff der Klasse fünf und sechs“, versicherte Becker. Eine Station beschäftigte sich mit dem Bewegungsapparat von Tieren. Dort durften sich die Schüler darüber Gedanken machen, wie sich die Wasseramsel fortbewegt. Die richtige Antwort: Sie kann schwimmen – das können nur die wenigsten Singvögel.

Die trockene Theorie war das eine. Das andere war die Praxis. So hatten Uwe Becker und sein Team an einer Station Näpfe mit Futterproben befüllt; die Schüler mussten die Näpfe Tieren zuordnen. Direkt daneben lagen vier Schädel in einer Reihe, auch hier sollten die Schüler bestimmen, welches Ausstellungsobjekt zu welchem Tier gehört. Der größte – das wussten die meisten – gehörte irgendwann mal einem Wildschwein.

Im Anschluss an den offiziellen Wettbewerb folgte noch eine Spaß-Olympiade. In bunt zusammengewürfelten Teams ging es unter anderem blind über einen Barfußpfad.

Zu gewinnen gab es Taschen, Bücher und Kalender. „Ein großes Dankeschön an das Kaufhaus Moses, das uns wieder so toll unterstützt hat“, sagte Silvia Mohrmann. Die Grünheider Bio-Lehrerin war ebenfalls an der Organisation beteiligt und für die Sponsorengewinnung zuständig.

Die Sieger der Olympiade reichen wir in den kommenden Tagen nach. Am Ende der Veranstaltung durften sich aber alle Teilnehmer als Gewinner fühlen. Denn auch bei einer Bio-Olympiade ist eben dabei sein alles.

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