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25-mal Choriner Ansichten

Verstorben: Christian Metzner.
Verstorben: Christian Metzner. © Foto:
monika schmidt / 03.06.2011, 07:27 Uhr
Eberswalde (In House) „Choriner Ansichten“ heißt die Ausstellung, die am Dienstagnachmittag in der Kundenhalle des SparkassenForums eröffnet wurde. Sie zeigt 25 verschiedene Radierungen, zum Teil in Aquatinta, des Schwedter Malers Christian Metzner. Zu sehen sind unterschiedliche Motive des Klosters Chorin.

Bei der Ausstellungseröffnung wollte der Schwedter Künstler eigentlich selbst dabei sein. „Er kann aus gesundheitlichen Gründen nicht bei uns sein. Wir wünschen baldige Genesung“, hatte Andreas Bogdain erklärt. „Dieser Wunsch wird sich nicht mehr erfüllen. Ich habe soeben erfahren, dass Herr Metzner gestorben ist“, musste Sparkassenchef Josef Keil den Besuchern, zu denen auch Freunde aus dem Schwedter Malkreis gehörten, mitteilen. Metzner war an Leukämie erkrankt.

Es sei aber bestimmt im Sinne des Künstlers, seine wunderschönen Arbeiten eingehend zu betrachten, fügte Keil hinzu. „Hier unten sehen Sie Choriner Ansichten, oben Choriner Zyklus. Wer sich mit den verschiedenen Möglichkeiten, sich künstlerisch auszudrücken, bekannt machen will, sollte sich beide Ausstellung ansehen“, empfahl er den Besuchern. Mit Unterstützung der Sparkasse und zwei weiterer Sponsoren ist auch eine farbige Publikation entstanden, die etwas zum Künstler, zum Entstehen seiner Arbeiten und natürlich die Choriner Ansichten zeigt.

„Es ist auch für mich eine wahre Premiere. Auch ich sehe den Zyklus erstmalig in seiner Gesamtheit gerahmt“, bekannte der Choriner Künstler Andreas Bogdain, der Metzner vor fünf Jahren zu den Radierungen über das Kloster ermunterte. Im klassischen Verfahren hergestellt, haben sie eine Auflage von maximal 20 Exemplaren. Einige davon sind schon vergriffen.

Die ersten Kontakte mit Metzner hatte es 2006 gegeben. „Wir waren uns sofort sympathisch“, sagt Bogdain. Ein Jahr später wurde der Schwedter Maler Mitglied des Galerie-Teams ART Galerie Chorin. Die Vorliebe Metzners kam nicht von ungefähr. „Architektur zog mich schon immer magisch an. Bereits als Hochschulstudent bekam ich zeitweise den großen Torschlüssel des Magdeburger Doms, um darin ungestört zeichnen zu können“, ist auf einer Ausstellungstafel zu lesen. „2001 begann ich mit der grafischen Arbeit über das Kloster Chorin. Diese ehrwürdige Zisterzienserarchitektur, belebt durch die Märkte und Konzerte, entwickelte bei mir zu allen Jahreszeiten angenehme Glücksgefühle“, bekannte der Künstler, der 1938 in Chemnitz geboren wurde und 1960 in die Uckermark kam. Dort wurde er 1965 Mitglied im Zirkel „Malerei und Grafik“ unter Leitung von Franz Nolde. 19 Jahre später übernahm er diesen Malkreis, der inzwischen den Namen Franz Nolde trägt. 2010 waren Arbeiten Metzners auf einer Personalausstellung in der Zainhammer Mühle zu sehen.

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