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Mahnwächter trotzen der Hitze

Trotz der Hitze dabei: Zur 18. Mahnwache gegen die CO2-Lager-Pläne kamen erneut zahlreiche Aktivisten.
Trotz der Hitze dabei: Zur 18. Mahnwache gegen die CO2-Lager-Pläne kamen erneut zahlreiche Aktivisten. © Foto: Grieger
Ulf Grieger / 06.06.2011, 18:43 Uhr
Letschin (In House) Bei drückender Hitze füllte sich am Sonntag der Letschiner Marktplatz zur traditionellen Mahnwachenzeit sehr zögerlich. Einzelne Aktivisten wie Mario Forner von „Wir im Oderbruch“, Pfarrer Frank Schneider, Familie Wadewitz, Siegfried Link und Ulf Stumpe von der Bürgerinitiative Neutrebbin, Neuhardenbergs Bürgermister Mario Eskla oder Barnim-Oderbruchs Bauamtsleiter Helge Suhr harrten auf dem heißen Pflaster aus. Die meisten anderen Teilnehmer jedoch suchten den Schatten der Marktlinden. Gut beschallt von Ingo Hoffmann aus Ortwiger Kruschke, haben sie auch dort alles gut verstehen können.

Pfarrer Frank Schneider verlas die Antwort der Landesregierung auf einen offenen Brief des Vereins BruchKultur. Rolf Ignaz hatte den Ministerpräsidenten Matthias Platzeck gefragt, in wie weit die Landesregierung den Willen der Bürger in der Region respektieren werde, eine C02-Lagerung zu verhindern. Daraufhin antwortete ein Ministeriumsmitarbeiter, dass es der Landesregierung selbstverständlich sehr wichtig sei, in punkto CCS für Akzeptanz in der Bevölkerung zu sorgen. Andererseits sei es der feste politische Wille des Landes, die Lagerpläne durchzusetzen.

Die Sprecher der Initiative Mahnwache freuten sich, dass die Aktion inzwischen weitere Mitstreiter findet. So hatte am Sonntag auch eine Mahnwache in Lindenberg bei Bernau Premiere. Groß Neuendorfs Ortsvorsteher Kai Herrmann warb bei der Mahnwache für das zweite Fresh Air Festival, das am 16. und 17. Juli in Ortwig ausgerichtet wird. Herrmann versprach ein buntes Programm. Um Auftrittsmöglichkeiten hatten sich mehr als 70 Bands und Ensembles beworben. Mit dabei sein werden natürlich auch die Altrocker von der Groß Neuendorfer Gruppe „Die BHs“, die bereits zur Premiere im vorigen Jahr die Stimmung hervorragend angeheizt hatten. Ganz nach dem Motto „Frische Luft statt CO2-Mief“.

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Irene Fischer 07.06.2011 - 19:04:46

Frische Luft statt Maststall-Mief

Noch viel eher wahrscheinlich als CO2 werden uns im Oderbruch der Gestank und die gesundheitsschädlichen Keime aus den sechs Broilermastställen in Kiehnwerder erreichen. Von den Güllemassen und dem Schwerlastverkehr ganz zu schweigen. Leider gibt es dagegen überhaupt keinen Protest. Landwirtschaft ja, aber keine industrielle Mast mit ihren negativen Folgen. Vorschlag: Die Mahnwache mal auf die Baustelle in Neu Rosenthal verlegen. Platz ist genug. Irene Fischer Bürgerinitiative ProOderbruch Keine Broilermast in Kiehnwerder Keine Massentierhaltung im Oderbruch

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