Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Herzberger See saniert und sauber

Lea Sophie Lukas / 10.06.2011, 06:56 Uhr
Glienicke (In House) Von Lea Sophie Lukas

Am Herzberger See in Glienicke sind die Bau- und Renaturierungsmaßnahmen abgeschlossen. Um den Wasserstand beeinflussen zu können, wurde ein neues Regulierungsbauwerk errichtet. Eine Entschlammung des Sees soll die Wasserqualität zudem weiter verbessern.

Rund 19 Hektar misst das Gewässer am Ortsrand von Glienicke. Zurzeit blühen dort die Seerosen. Damit das Ökosystem Herzberger See stabil, Tieren und Pflanzen also auch in den niederschlagsarmen Sommermonaten der Lebensraum ohne Abstriche erhalten bleibt, hat der Wasser- und Bodenverband „Mittlere Spree“ am Auslauf des Sees das in die Jahre gekommene Regulierungsbauwerk erneuert.

„Wasser ist knapp, Wasser ist kostbar“, sagt Verbandsgeschäftsführer Lothar Kirmes. Deshalb müsse man sich darum kümmern, Überschüsse, die aus den Niederschlägen in den Wintermonaten resultieren, möglichst lange im Seebecken zurückhalten zu können. Am Blabbergraben, der sich am südlichen Ende des Sees anschließt und durch den das Wasser bislang fast ungehindert abfließen konnte, steht nun ein neues Schutzbauwerk. Mit starken Holzbohlen kann dieses bei Bedarf geschlossen und das kostbare Seewasser am Ablaufen gehindert werden.

Rund ein halbes Jahr haben die Bauarbeiten in Anspruch genommen. Neben mehreren Stützschwellen, die im Blabbergraben ebenfalls dazu dienen, den Wasserabfluss in Maßen zu halten, wurden auch vier Wasserdurchlässe erneuert. Zudem wurde der See mit Hilfe eines Spülboots entschlammt. Die Kosten für all das hat das Land Brandenburg übernommen.

„Unmittelbar am Auslauf des Sees war so etwas wie eine Plombe aus Schlamm“, sagt Lothar Kirmes. Diese Stelle habe man frei pumpen müssen. Am Südufer des Herzberger Sees war vorübergehend ein Spülbecken errichtet worden, in dem Wasser und Schlamm getrennt wurden. Das stickstoff- und phosphatreiche Sediment, das am Schluss dieses Prozesses im Spülbecken zurückgeblieben war, habe man überprüfen lassen, sagt Kirmes. Da es nicht weiter belastet war, konnte es Landwirt Wilfried Perlitz abnehmen und auf seine in der Nähe gelegenen Felder bringen.

Der Herzberger See gilt offiziell als Angelgewässer, das vom Kreisanglerverband Beeskow bewirtschaftet wird. „Wir wollen hoffen, dass sich die Qualität weiter verbessert“, sagt Manfred Kiesel, der Vorsitzende des Verbands. Grundsätzlich sei der Bestand an Fischen – vor allem Hechte, Karpfen und Aale beißen im Herzberger See an – aber auch vor den Bau- und Säuberungsmaßnahmen nicht zu beanstanden gewesen.

Dafür, dass nicht mehr allein die Angler ihre Freizeit am Herzberger See verbringen, sollen auch ein neuer Volleyball- und Bolzplatz am Südufer sorgen. Die Gemeinde Rietz Neuendorf hatte das Gelände zur Errichtung des Spülbeckens zur Verfügung gestellt. Nachdem dieses nicht mehr benötigt wurde, konnten dort Sportplätze entstehen. „Wir werden auch noch eine Grillecke einrichten“, versprach Glienickes Ortsvorsteher Frank Warmack gestern.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG