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Blumen, Lächeln und Tränen

Eva-Martina Weyer / 14.06.2011, 08:00 Uhr
Schwedt (In House) Die Spannung im Schauspielensemble der Uckermärkischen Bühnen Schwedt (Ubs.) hielt bis zum Schluss an. Erst nach dem temporeichen Abspann für die Uraufführung von „Im Bannfluch der Göttin“ wurden die Titel Schauspieler und Schauspielerin des Jahres verliehen.

Mit einem strahlenden Lächeln, aber wenig später doch mit Tränen in den Augen, hat Susanne von Lonski die als Uckermark-Oskar bezeichnete Ehrung entgegengenommen. Peter Schauer als Vorsitzender des Theaterfördervereins hatte die Laudatio noch nicht ganz verlesen, da erkannte das Publikum an den Rollenbezeichnungen „Puck“ und „Pippi“, wer den Titel erhalten würde. Stürmischer Beifall brandete auf.

Die gebürtige Berlinerin hat in München Musical studiert und ist seit der Spielzeit 2007/08 in Schwedt engagiert. Aus den Händen der stellvertretenden MOZ-Kulturchefin Stephanie Lubasch nahm sie einen riesigen Sommerblumenstrauß entgegen. Kurz darauf umarmte sie ihren Schauspielkollegen Stefan Bräuler, der den begehrten Preis bei den Männern holte.

Stefan Bräuler stammt aus München und hat Schauspiel und klassischen Gesang studiert. Laudator Peter Schauer sagte: „So, wie Jack Nicholson für ,Einer flog über das Kuckucksnest‘ einst den Oscar erhielt, so bekommt Stefan
Bräuler für die Darstellung des Randle McMurphy heute den Uckermark-Oskar.“

Den Sonderpreis der Jury, der sieben Mitglieder angehören, erhielt die Band Takayo und Freunde. Sie begleitet temporeich und einfühlsam musikalische Produktionen der Ubs., darunter auch die Erfolgsinszenierung „Durchgeknallt im Elfenwald“.

Für Schauspieler Gerd Opitz und seine Leistung als schwerkranker Ruckly in „Kuckucksnest“ erfand die Jury einen Preis für die beste Nebenrolle. Glücklich zwinkerte er der MOZ zu: „Es gibt keine kleinen Rollen.“

Die Märkische Oderzeitung und der Nordkurier unterstützen die Preisvergabe seit vielen Jahren mit jeweils 500 Euro. Gegenüber der MOZ machte Peter Schauer eine Einschätzung der Jury deutlich: „Wir haben noch nie so ein starkes Schauspielensemble mit so guten Leistungen gehabt wie gerade diese Truppe.“

Am Vormittag war Schauer in die Potsdamer Staatskanzlei gefahren. Er wollte dabei sein, wenn Ministerpräsident Matthias Platzeck den Brandenburgischen Verdienstorden an Ubs.-Intendant Reinhard Simon und den Ex-Operndirektor Stettins Warcislaw Kunc verleiht. Schauer sagte: „Dieser Orden ist eine Ehrung für das gesamte Team der Ubs.“

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