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Hubert Klimpel holt Gold

Die Helden von Brandenburg: Jonas Matschek, Leo Wurster, Hubert Klimpel und Charline Schmidt. Es fehlt Rebekka Knaack.
Die Helden von Brandenburg: Jonas Matschek, Leo Wurster, Hubert Klimpel und Charline Schmidt. Es fehlt Rebekka Knaack. © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 29.06.2011, 21:00 Uhr
Rüdersdorf/Brandenburg (In House) Bei den Deutschen Meisterschaften der U17/U19/U23 im Rudern auf der Havel in Brandenburg gab es für Rüdersdofer Ruderer Achtungserfolge. Deutscher Meister im Doppel-Zweier wurde Hubert Klimpel.

Wer an Erfolge von Rüdersdorfer Ruderern denkt, dem fallen sofort Namen wie Julia Richter oder Stefan Massanz ein. Doch die Riege der Talente aus der Schmiede um Trainer Peter Kotoll ist groß. „Ich bin zufrieden, würde aber sagen, es war bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auch mehr für uns drin.“

Dabei meint Kotoll vor allem den vierten Platz vom A-Junior Leo Wurster im Einer. Der Woltersdorfer verpasste im Finale nur um einen Hauch den ganz großen Erfolg. Der junge Mann, der in wenigen Tagen seinen 18. Geburtstag feiert („Da werde ich so richtig einen los machen“), lässt sich die Enttäuschung nicht wirklich anmerken. Unter dem Strich fehlten nur sechs Zehntel an einer Medaille. Damit ist für ihn zugleich die Chance verpasst, sich für die Junioren-Weltmeisterschaften zu qualifizieren. „Es sah alles sehr gut aus. Im Vorlauf und im Halbfinale habe ich jeweils gewonnen – aber es hat einfach nicht gereicht“, sagt er nachdenklich.

Sein Jahr verlief nicht optimal. Im Winter durch Krankheiten zurückgeworfen, kam er erst spät in Schwung. „Aber in Brandenburg fühlte ich mich gut. Es war auch so, dass ich von Wettkampf zu Wettkampf immer besser wurde. Schließlich war ich bis zu den Deutschen auch Brandenburgs Schnellster.“ Julia Richter versuchte Leo Wurster aufzubauen: „Es war eine unglaublich hohe Anzahl an Teilnehmern in diesem Jahr mit dabei.“ Leo Wurster, der im nächsten Jahr sein Abitur am Heinitz-Gymnasium Rüdersdorf machen wird, will sich in den Ferienwochen erst einmal neu sammeln und dann sehen, wie es weiter geht. Sportlich will er sich für den Rüdersdorfer Bundesliga-Achter empfehlen. Obwohl in diesem Schuljahr vor allem der Geschichtsunterricht zu seinen Lieblingsfächern zählte, will er nach der Schule etwas Technisches studieren.

Vierter wurde auch Jonas Matschek. Er ist der Jüngste aus der Kotoll-Trainingsgruppe und steht noch am Anfang seiner Karriere. Mutter Denise, Vater Ingo und Schwesterchen Alina feuerten ihren Jonas in Brandenburg so an, dass sie noch Tage danach heiser waren – aber es hatte sich gelohnt. „ Der vierte Platz ist für mich ein Erfolg“, strahlt der 15-Jährige. Er saß im Doppelvierer (B1-Junioren) gemeinsam mit den Frankfurter Felix Karnicke, Felix Jensch Yanek Müksch (Steuermann) und seinem Freund Arne Schacher, mit dem er auch Zweier fahren wird. „Mit hat vor allem der Wettkampfort gefallen – eine reine Natur-Regatta-Strecke“. Für Matschek geht es schon bald wieder auf die Havel, dann zu den Landesmeisterschaften.

Der erfolgreichste Rüdersdorfer in Brandenburg war aber Hubert Klimpel aus Fürstenwalde. Gemeinsam mit dem Potsdamer Leonard Stutzer siegte der 16-Jährige im Doppelzweier über die 1500 Meter. „Wir sind ein wirklich gutes Team“, erklärt Klimpel und meint damit seinen Schlagmann sowie den Potsdamer Trainer Karl-Heinz Bussard. Klimpel wird in diesem Jahr nicht an den Landesmeisterschaften starten. Er fährt mit der Nachwuchs-Nationalmannschaft zum Baltic-Cup nach Lettland und wird dort internationale Ruderluft schnuppern. Doch auch für den Schüler der 1. Oberschule Fürstenwalde sind erst einmal Ferien angesagt. Und die verbringt er fast ausschließlich am Rüdersdorfer Kalksee. „Vor den Wettkämpfen haben wir bis zu sechsmal in der Woche trainiert“, erklärt der junge Mann, den selbst die lange Anreise von Fürstenwalde nicht abschreckt. Im nächsten Jahr rudert Klimpel dann bei den A-Junioren. „Das wird es richtig schwer, weiter erfolgreich zu sein.“

Komplettiert wurde die Rüdersdorfer Mannschaft durch den Doppelzweier der Mädchen in der Besetzung Charline Schmidt und Rebekka Knaack. „Wir haben es bis ins B-Finale geschafft und können uns sicher noch steigern“, sagt Charline Schmidt.

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