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Stadt gibt 
Einvernehmen 
für Neubau

Sabine Steinbeiß / 02.07.2011, 07:19 Uhr
Altwriezen/Wriezen (In House) Für 
den Neubau einer Broilermastanlage in Altwriezen ist am Donnerstagabend das Einvernehmen nach Paragraf 36 des Baugesetzbuches gegeben worden. Die Mehrheit der Stadtverordneten stimmte dafür. Es habe keine Versagungsgründe gegeben, hieß es.

Das Thema füllt die Zuschauer­reihen im Ratssaal. Das bemerkten auch die Stadtverordneten auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause. Der Tagesordnungspunkt „Neubau einer Broilermastanlage auf der Gemarkung Altwriezen“ war auch der einzige, der länger diskutiert wurde.

Es geht um das Vorhaben des Alt­reetzer Landwirtes Christian Leupelt. Er will nahe der ehemaligen Müllkippe Altwriezens eine Biogasanlage bauen lassen. Damit die entstehende Abwärme genutzt wird, sollen zwei Ställe mit insgesamt 84 000 Plätzen für eine Broilermastanlage in unmittelbarer Nachbarschaft errichtet werden. Dieses Projekt sorgt für Unmut in dem Wriezener Ortsteil Altwriezen-Beauregard.

Susann Persiel – sie bekam von den Stadtverordneten Rederecht zugesprochen – wies auf die vielen offenen Fragen hin. „Uns geht es auch um die Emmissionswirkung: In Altwriezen entstehen eine Biogas- und eine Broilermastanlage. In unmittelbarer Nachbarschaft, in Mädewitz, soll ebenfalls eine Mastanlage gebaut werden“, zeigte die Altwriezenerin auf. Sie forderte, dass die drei Anlagen gemeinsam betrachtet werden. Des Weiteren fragte sie nach den Folgekosten wie Winterdienst und Pflege der neu entstehenden Straße. Auch über die Zwischenlagerung des Mistes und der Tierkadaver sorgen sich die Anwohner. Susann Persiel sprach die Gefahr des Binnenhochwassers an. Auch die Ersatzpflanzungen sollten nicht aus den Augen verloren werden. „Es gibt viele offene Fragen, die nicht beantwortet wurden“, betonte sie und erntete starken Beifall aus den 
Zuschauerreihen.

Investor Christian Leupelt beantwortete einige der aufgeworfenen Fragen im Anschluss. Er verwies auf die kurzen Wege und den Kreislauf zwischen Biogas- und Broilermastanlage. Die Küken kommen aus dem Raum Storkow, nur etwa 70 Kilometer entfernt. Dort werden sie auch später zum Schlachten gebracht. „Die Zufahrt zur Anlage erfolgt aus Mädewitz. Die Betriebsstraße lasse ich bauen und ich bin auch für alles andere wie Winterdienst und Pflege zuständig“, betonte er. Das werde alles in einem Vertrag zwischen ihm und der Stadt Wriezen rechtlich verbindlich festgeschrieben.

Die Mehrheit der Stadtverordneten sahen keine Versagensgründe nach Paragraf 36 des Baugesetzbuches. Werner Sel­le, FDP-Fraktionsvorsitzender, verwies auf das Bundes-Immissionsschutzgesetz. „Dort ist alles geregelt“, betonte er. Uwe Siebert, Bürgermeister der Stadt Wriezen, zeigte auf, dass es seitens der Verwaltung fachlich und rechtlich keine Versagungsgründe für den Neubau der Broilermastanlage gebe. Die Mehrheit der Stadtverordneten stimmte daher mit Ja. Zwei enthielten sich der Stimme.

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Grüner Jan 05.08.2011 - 00:53:01

Wie weit ist weit genug ?

Das nächste bewohnte Gehöft ist keine 200 Meter, als wie falsch angegeben 420 Meter, von der geplanten Anlage entfernt. Wie ist es dort mit einer ständigen Geruchsbelästigung ?`??

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