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Picknick mit 
Literatur und Erinnerung

Oliver Schwers / 12.07.2011, 07:35 Uhr
Biesenbrow (In House) Von Marlies Markgraf-Beise

Jahrelang hat der Schriftsteller Walter Flegel viele junge und ältere Autoren bei ihren ersten literarischen Schritten begleitet. Bei den regelmäßigen Schreibwerkstätten in der Uckermark gab er seine Erfahrungen weiter. Jetzt erinnerte die Literaturgesellschaft an den Verstorbenen.

Strömender Regen konnte weder die Mitglieder der Uckermärkischen Literaturgesellschaft und des Landeskulturvereins noch die Gäste davon abhalten, sich zum traditionellen literarischen Picknick in Biesenbrow zu treffen. Vom Ausgangspunkt Gutshaus ging es diesmal in einem Autokorso zu der mit vielen Sommerblumensträußen liebevoll gestalteten Remise auf dem Grundstück des Gastgebers Eckhard Kolle. Neben den gefüllten Picknickkörben hatten die Mitglieder der Literaturgesellschaft eigene literarische Werke zum Vorlesen dabei.

Zur Eröffnung gedachten alle Teilnehmer des verstorbenen Walter Flegel, der zu den Mitbegründern der Uckermärkischen Literaturgesellschaft gehörte, vielfältige Unterstützung gab und freundschaftliche Beziehungen zu vielen Mitgliedern unterhielt. Gemeinsam wurde von mehreren Anwesenden sein Sonettenkranz „Mein Orplid“ gelesen. Im Zusammenhang mit dem einfühlsamen Gitarrenspiel des Schwedter Musikschülers René Döpke trugen die gedankenvollen Worte zu einer besinnlichen Atmosphäre bei.

Nach dem Picknick aus eigenen Körben und denen der Nachbarn gab es wieder eine bunte Auswahl literarischer Texte. Sowohl die satirisch-politischen Schriften des Templiners Manfred Wagner, die neue Großvatergeschichte von Horst Wolf, Texte des Stolper Künstlers Karl Krüger als auch die Gedichte von Magdalene Fuchs über Angermünder „Originale“ und vieles mehr gestalteten einen unterhaltsamen, abwechslungsreichen Nachmittag. Die literarischen und musikalischen Darbietungen, die unter Jan Kaminskys einfühlsamer Leitung geboten wurden, erhielten den Beifall der etwa dreißig Anwesenden. Alle freuen sich auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr, mit neuen Texten und dann vielleicht einmal wieder bei Sonnenschein auf den Spuren Ehm Welks.

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