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Betonhalle ersetzt Tiefgarage

Oliver Schwers / 15.07.2011, 07:49 Uhr
Golm (In House) Bei Tauwetter im Winter muss das Feuerwehrauto von Golm im Wasser stehen. Das macht dem Wagen zwar nicht viel aus, wird jedoch bei Einsätzen hinderlich. Ursache für regelmäßige Wassereinbrüche ist die Lage der Unterstellhalle. Dabei handelt es sich eigentlich nur um eine simple Garage neben dem Gemeindehaus. Durch das abschüssige Gelände drum herum fließt ständig Wasser herein. Das kleine Gebäude steht hier schon seit 1920 und war mal der Schuppen der Dorfschmiede. Das jedenfalls haben alte Einwohner erzählt.

„Es ist an der Zeit, eine neue Unterstellmöglichkeit zu schaffen“, sagt Ortswehrführer Günter Rohde. „Unsere Tiefgarage geht einfach nicht mehr.“ Eigentlich hätte man längst eine Lösung schaffen müssen, doch in den vergangenen Jahren legten die Golmer vor allem Wert auf die Reaktivierung ihrer Feuerwehr. Man bildete seit der Wende neue Mitglieder aus, besorgte sich ein Fahrzeug, das den alten Schlauchwagen ablöste, und renovierte die Garage.

Jetzt soll die Gerätehalle erneuert werden. Nach dem Willen des Ortsbeirats und der Feuerwehrleute bleibt sie am gleichen Platz. Das alte Gebäude müsse einem Neubau weichen, der dann eine andere und wassersichere Zufahrt erhält. Im Amt Gramzow sind nach Angaben von Günter Rohde bereits finanzielle Mittel eingestellt worden. Man rechnet mit rund 20  000 Euro. Nicht viel Geld im Vergleich zu anderen Wehren. Doch die Golmer sind sparsam. „Wir brauchen kein riesiges Feuerwehrhaus“, sagt der Chef. Eine Betonfertigteilgarage reicht.

Denn umziehen können sich die freiwilligen Helfer bei Einsätzen im genau daneben befindlichen Gemeindehaus. Hier stehen ihnen nicht nur Umkleide- und Sanitärräume zur Verfügung, sondern sogar großzügiger Platz für Versammlungen und Ausbildung. Die Doppelnutzung funktioniert bereits heute.

Mit dem Umbau könnte schon im Herbst begonnen werden, wenn die Ausschreibungen für das neue Gebäude beendet sind. Unter Umständen könnte schon der nächste Amtsausschuss über die Vergabe der Leistung entscheiden. Die ersten Vorarbeiten haben die Wehrleute bereits selbst erledigt. Auch beim Neubau wollen sie helfen und den Fußboden beziehungsweise Zufahrten und Parkplätze zu verlegen.

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