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Gutachter empfehlen
 Tram über die Oder

Präsentation: OB Martin Wilke und sein Slubicer Amtskollege Tomasz Ciszewicz in der Diskussion.
Präsentation: OB Martin Wilke und sein Slubicer Amtskollege Tomasz Ciszewicz in der Diskussion. © Foto: MOZ/Dietmar Horn
Annette Herold / 18.07.2011, 20:00 Uhr - Aktualisiert 19.07.2011, 08:32
Frankfurt (In House) Experten halten eine Straßenbahnlinie über die Oder für empfehlenswert. Der Idee einer Linie zum Spitzkrug erteilen die Autoren der Montagabend vorgestellten ÖPNV-Studie dagegen eine Absage.

Bis zu 3200 zusätzliche Fahrgäste könnten mit der Linie täglich über die Oder Frankfurts Straßenbahn nutzen. Zu diesem Ergebnis kommen die Gutachter in der von beiden Stadtverordnetenversammlungen in Auftrag gegebenen Studie. Die Gutachter empfehlen, das Projekt als europäisches Fördervorhaben anzumelden, hieß es am Montag bei der Präsentation des Papiers vor Frankfurter und Slubicer Stadtverordneten. Bei einer 85-prozentigen Förderung könne die Strecke nach Slubice jährlich 114 000 Euro einfahren – bei der Nord-Linie seien es 
431 000 Euro Verluste. Die Investitionskosten für die Slubicer Linie werden mit 10,5 Millionen Euro angegeben. Für die weitere Diskussion sei es wichtig, dass Stadtverordnete und Bürger über umfassende Sachinformationen verfügen, sagte Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos). Sein Slubicer Amtskollege Tomasz Ciszewicz sprach von einer Studie, die den Anfang für eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit beider Städte im ÖPNV bilden werden.

Im Gegensatz zur grenzüberschreitenden Linie – die Gutachter nennen das Projekt Viatram – könne der Bau einer Linie zum Spitzkrug jedoch nicht empfohlen werden, heißt es. Selbst wenn es dafür Fördermittel gebe, sei nicht damit zu rechnen, dass sich die Verbindung rechne. Bei der Tram nach Slubice sei es dagegen so, dass die Mehreinnahmen durch höhere Fahrgastzahlen den zusätzlichen Aufwand durch den Straßenbahnbetrieb ausgleichen könnten. Voraussetzung sei allerdings eine finanzielle Förderung der Straßenbahntrasse. Das Projekt sei aus Sicht der Gutachter „sehr gut dazu geeignet, es als EU-Förderprojekt zu etablieren.“ Die Experten schlagen vor, bereits für die weiteren Planungen zur Umsetzung des Vorhabens Förderprogramme zu nutzen. Weiter empfehlen sie die Erarbeitung eines deutsch-polnischen Nahverkehrsplan für Frankfurt und Slubice.

Im Gegensatz zu Frankfurt verfügt die Nachbarstadt Slubice bislang über kein Nahverkehrsnetz. Die jetzt vorgeschlagene Linie soll zum Heldenplatz führen und zurück zur Stadt-
brücke.

Mehr zu diesem Thema: 
www.moz.de/tram-in-frankfurt

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Fahrgastmuffel 24.07.2011 - 15:05:57

Neues Geld für alte Fehlplanungen

ProTram schreibt "Straßenbahnen sind vorhanden". Also hat FFo jetzt zu viele Trams. Wieso? Na weil in der Vergangenheit die Planungen wesentlich zu optimistisch waren, ...sein sollten. Als drastiscgh schrumpfende Stadt sollten die richtigen Schlüsse gezogen werden. Immerhin haben Tram-Fördermittel eine 30jährige Bindefrist, wahrscheinlich wird deshalb für die bereits geförderten (also alle) händeringend eine Verwendung gesucht. FFO sollte von LOS oder MOL geschluckt werden, dann ziehen realere Pläne beim Verkehrsbetrieb ein.

Berliner 22.07.2011 - 23:45:04

Frankfurt(Oder)

Früher ein Beispiel für Sozialismus ala coleur DDR und das ist es auch heute noch. Gut ist, das es doch noch so viele Leute gibt, die gegen diese DDR Komplizen ankämpfen. Mal ehrlich wozu kann es gut sein für eine so kleine Stadt eine polnische Strassenbahn zu haben.

Ben 22.07.2011 - 22:27:46

@RR

Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Die Studie belegt nicht,das die Tram wirtschaftlich ist,sondern nur,dass Sie mit der Förderung von 85% wirtschaftlich ist. Wirtschaftlichkeit ist was anderes? RR-wie oft festgestellt sollten Sie ihre Bildung mal auf Vordermann bringen

RR 21.07.2011 - 21:36:15

ProTram

ProTram Aus Transparenzgründen und weil das noch niemand gemacht hat stelle ich hier den Link zur neuen Studie, die diese Woche vorgestellt wurde rein: http://oderlinie.files.wordpress.com/2009/10/20110617_abschlussbericht_komprimiert-c3b6pnv.pdf Die wirtschaftlichkeit der Tram nach Slubice wurde in der Studie wiedereinmal belegt. Die Tramgegnerinnen werden diese Studie jetzt wieder anzweifeln, aber man kann eben alles anzweifeln, das ist ihr gutes Recht. Bilden sie sich bitte selbst eine Meinung!

Märker126 21.07.2011 - 09:55:00

Visionen

Eine Strassenbahn nach Polen, also grenzüberschreitend, ist ein Novum. Die EU würde uns dadurch auch Steuergelder zurück geben. Die allgemeine Ablehnung kann ich nicht verstehen. In kaum einer Stadt Ostdeutschlands geht es so piefig zu wie in Ffo. Fürchterlich! Ein Grund mehr diese "Stadt" zu verlassen. Träumt weiter!

RR 21.07.2011 - 01:59:39

ProTram

Hier also die Fakten für alle die keine Angst vor Polen und auf Völkerverständigung setzen. Die Fakten: Wie viel Geld würde die EU dazugeben? Für das Projekt einer gemeinsamen Straßenbahn können Frankfurt (Oder) und Słubice die maximale Förderung von 85% in Anspruch nehmen. Grenzüberschreitende Projekte, die in den Euroregionen im Interreg-Programm IVa (Ziel 3 der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit) beantragt und genehmigt werden, können EU-Zuschüsse als Anteilfinanzierung bis zu einer Höhe von 85 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten erhalten (bis 2007 waren es nur 75%). • Wie verlässlich ist es, dass wir die EU-Fördermittel tatsächlich in vollem Umfang bekommen? Da Fachleute und Politiker bis hin nach Brüssel dies zugesagt haben und Frankfurt (Oder) und Słubice ermuntern, einen grenzüberschreitenden ÖPNV zu schaffen, ist die Verlässlichkeit sehr hoch einzuschätzen. Die Anträge für die Fördermittel müssen natürlich vollständig eingereicht werden und den Zielen und Prioritäten des Programms entsprechen. Dies ist bei einer oderübergreifenden Straßenbahnlinie der Fall. Anschließend entscheidet der Begleitausschuss zum Operationellen Programm Brandenburg – Polen (Wojewodschaft Lubuskie)2007-2013. • Was kann aus den EU-Geldern bezahlt werden und was müssten die beiden Städte tragen? Die Förderhöhe beträgt 85% der Kosten. D.h. Frankfurt (Oder) und Słubice müssten gemeinsam 15% der Kosten tragen. Jede Stadt müsste die Investionen anteilig zahlen, die auf ihrem Stadtgebiet getätigt wird. Es können keine Fördermittel für Bus und Straßenbahn gleichzeitig beantragt werden. Förderfähig ist auch nur der Bau der Infrastruktur. Busse können nicht gefördert werden. • Welche Folgekosten / Betriebskosten entstehen für beide Städte? Jede Stadt müsste die Betriebskosten auf ihrem Stadtgebiet tragen. Dies wäre für Frankfurt nur die Strecke von der Magistrale bis zur Mitte der Brücke, die Betriebskosten würden hier also kaum ansteigen, bzw. durch die günstigere Streckenführung sogar sinken. Die Stadt Słubice müsste die Betriebskosten auf ihrem Stadtgebiet tragen, würde damit aber auch einen innerstädtischen Nahverkehr bekommen. • Ist ein Bus nicht billiger? Nein. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von 2004 kommt zu dem Schluss, dass die Straßenbahn die wirtschaftlichere Alternative darstellt und insgesamt den Zuschussbedarf für den ÖPNV in Frankfurt (Oder) senken kann. Die Wirtschaftlichkeit eines Verkehrsmittels hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu gehören Fahrzeugkosten, Fahrdienstkosten, Fahrgastzahlen, Streckenführung, Bedienhäufigkeit u.a. Aus den bisherigen Studien folgt, dass die Strecke durch Słubice mit den vorhandenen Straßenbahnen abgedeckt werden kann, während für den Bus eine zusätzliche Linie mit zusätzlich anzuschaffenden Fahrzeugen eingerichtet werden müsste. • Ist ein Bus nicht in der Linienführung flexibler? Nein. Auch ein Bus muss sich genauso wie eine Straßenbahn an Fahrpläne halten und kann nicht auf jeder Straße fahren. Der Betrieb muss gleichfalls genehmigt werden. Ebenso wie bei einer Straßenbahn bedarf auch die Planung einer Buslinie vorheriger Absprachen und Beschlüsse. Insb. wenn dies grenzüberschreitend stattfindet, ist auf polnischer Seite die Regierung in Warschau zu beteiligen. Dadurch verliert das Verkehrsmittel Bus viel von der Flexibilität, die man eigentlich erwarten müsste. • Kann eine Buslinie nicht schneller eingerichtet werden? Hierzu bedarf es einer Übereinkunft beider Städte. Solange diese nicht gegeben ist, kann auch ein Bus nicht fahren (s.o.). Auch bei einer Entscheidung für einen Bus, müssen die Voraussetzungen für einen reibungslosen Betrieb gegeben sein. D.h. Haltestellen müssen errichtet werden und die recht engen Straßen in Słubice müssen in Teilen ausgebaut werden. Dadurch verkürzt sich der zeitliche Vorteil gegenüber dem Bau von Straßenbahnschienen deutlich. Zusammen mit den administrativen Anforderungen (Genehmigungen etc.) ist deshalb zu erwarten, dass eine gemeinsame Buslinie nicht schneller zu erreichen ist. • Wo soll die Route nach jetziger Planung lang führen? Bisher gibt es noch keine aktuelle, fest stehende Planung. Die erste Planung aus dem Jahr 2006 sah einen eingleisigen Ring durch Słubice vor, der das Collegium Polonicum, die Wohnheime in Słubice und den kleinen Markt erschließt. Mittlerweile befürworten aber viele einen Anschluss auch des Sportkomplexes und des Basars an die Linie. Eine genauere Aussage wird die Studie, die derzeit erarbeitet wird, aufzeigen. • Ist Słubice nicht zu klein für eine eigene Tramlinie? Genau das Gegenteil ist der Fall! Durch die Erweiterung würde sich das Einzugsgebiet für die Straßenbahn vergrößern und das Netz könnte optimiert werden, sodass der Betrieb der Bahn noch wirtschaftlicher wird, da Słubice mit seinen 20000 Einwohnern als potenzielle Nutzergemeinschaft angeschlossen wäre. • Wenn ein Großteil der Nutzer dieser Tramlinie die Studierenden der Viadrina wären, zahlen sie einen Extra-Beitrag oder wird er ins Semesterticket integriert? Die Straßenbahnlinie würde in das Netz des VBB integriert werden und damit auch zum Semesterticketbereich der Studierenden dazugehören. Die Studierenden würden also ihren Teil zur Finanzierung beitragen, da Sie ihre Semestertickets bezahlen. Eine Extra-Zahlung ist daher nicht vorgesehen. • Sind die Straßen in Słubice nicht zu schlecht ausgebaut, sodass dort gar keine Straßenbahn fahren könnte? Die derzeitgen Straßenverhältnisse sind tatsächlich nicht überall geeignet, um Schienen zu verlegen. Die Sanierung der betroffenen Straßen kann jedoch mit der Verlegung der Schienen verbunden werden, was für Słubice günstiger wäre, als die Straßen allein zu sanieren. Dies träfe bei einem Bus jedoch nicht zu, da keinerlei Infrastrukturförderung fließen würde. Die Stadt Słubice möchte ohnehin die wichtigsten Straßen in der Innenstadt grundsanieren und kann dies sinnvollerweise mit der Gleisverlegung kombinieren. • Was passiert mit der wenig genutzten Linie in die Lebuser Vorstadt? Die Stadtverkehrsgesellschaft ist aufgefordert ihr Liniennetz zu optimieren. Die Linie ist wenig rentabel und es gibt Überlegungen, diese Strecke seltener anzufahren. Hierzu müsste eine neue Wendeschleife gebaut werden. Die Frage ist nun: Bauen wir die im Zuge der Linienstilllegung benötigte neue Wendeschleife für 1,2 Millionen in der Berliner Straße, oder legen wir sie nach Słubice, um eben 85% EU-Förderung in Anspruch nehmen zu können und erschließen damit für viele Fahrgäste die Innenstadt Słubices. Von dieser Route würden wesentlich mehr Frankfurter/-innen, Słubicer/-innen und Durchreisen profitieren, was die Straßenbahn insgesamt wirtschaftlicher machen würde. • Müssen wir auf die Route in die Lebuser Vorstadt ganz verzichten, wenn die Tram nach Słubice abbiegt? Die Strecke kann auf mittlere Sicht ohnehin nicht eingestellt werden, da sie ebenfalls aus Fördermitteln saniert worden ist und daher über einen längeren Zeitraum zweckgebunden betrieben werden muss. Lediglich die Bedienhäufigkeit könnte verringert werden. • Falls eine Route Richtung Spitzkrug geplant ist, müssen wir dann auf die Route nach Słubice verzichten? Nein, die Route zum Spitzkrug würde nur gemeinsam mit der Route nach Słubice gebaut werden, denn nur dann sind die Förderbedingungen günstig. Europäische Fördermittel gibt es nur für grenzüberschreitende Projekte, so dass die Route zum Spitzkrug nur eine zusätzliche Erweiterung sein könnte. • Gibt es ein funktionierendes Beispiel von grenzüberschreitendem Straßenbahnverkehr aus einer anderen Region? Es existiert eine grenzüberschreitende S-Bahn, als eine Verbindung des sogenannten Schienenpersonennahverkehrs zwischen dem französischen Strasbourg und dem deutschen Kehl. Die Ortenau-S-Bahn ist Teil des dortigen ÖPNV, sie verkehrt im 30min-Takt zwischen beiden Städten und benötigt dafür 7-12 min. Es gibt grenzuberschreitende Tickets und Tages- und Monatskarten, mit denen dann der komplette ÖPNV auf beiden Seiten genutzt werden kann. Die Straßenbahn in Strasbourg wurde 1960 stillgelegt, wie in vielen westeuropäischen Städten in dieser Zeit. Später besann man sich der besonderen Attraktivität und Effektivität dieses Transportmittels. Nach langer Planungsphase mit wechselnden Ansätzen baute man ab 1994 ein neues Netz mit inzwischen sechs Linien und 34,5 km Streckenlänge auf. Die Tram in Strasbourg ist eine einzige Erfolgsstory: Sie hat die Lebensqualität der Stadt deutlich erhöht, die Anzahl der Autofahrten in die Innenstadt ging dramatisch zurück. Auf dem Weg zur Arbeit nutzen 65% der im Stadtzentrum Beschäftigten die Straßenbahn. Die Erweiterung nach Kehl in Deutschland ist fest geplant und soll bis 2014/15 realisiert werden, obwohl dazu eine neue Brücke über den Rhein gebaut werden muss.

Klaus Hunger 20.07.2011 - 11:32:56

Schon wieder solch ein Eigentor durch unsere Stadtverwaltung ,

Kein Bürger dieser Stadt will eine Tram nach Slubice ,eine erneute Bürgerbefragung hätte das gleiche Ergebnis wie die letzte Befragung.Es ist daher unverständlich das schon wieder Steuergeld für Gefälligskeitsgutachten verschleudert wird.Also Finger weg von diesem nicht benötigten Projekt ,es gibt wichtigere Dinge in der Stadt anzupacken.

Gabi 20.07.2011 - 08:17:01

Keine Tram über die Oder!

Für mich ist dieses Gutachten genau so manipuliert wie andere Gutachten. ( manipuliert) Die Grünen und die Unverantwortlichen wollen diesen Wahnsinn, nicht das nachdenkende Volk. Die Studenten können laufen, die sitzen den ganzen Tag. Frankfurt ist zu klein und die Bevölkerung nimmt weiter ab. Die Slubicer können diese Fahrkartenpreise nicht bezahlen. ich, als Frankfurter fahre wegen der preise nicht mit der Strassenbahn. Wenn Polen auch diesen Schei...€ bekommt, lohnt sich das Tanken und Einkaufen für uns nicht mehr. Dieses Strassenbahnkonzept ist die Fahrkarte in die Verschuldung und Übernahme unserer Stadt!

BKA-OST 20.07.2011 - 07:21:53

Straßenbahn über die Brücke kommt auf keinen Fall!

Straßenbahn über die Brücke kommt auf keinen Fall! Viele Schreiber haben hier sehr richtig erkannt, dass eine Straßenbahn nicht gebraucht wird. Nur bestimmte Menschen in dieser Stadt wollen nicht begreifen, das Volk will keine Straßenbahn! Richtig erkannt wurde auch, dass die Polen bald keine Preisvorteile mehr haben werden. Die Stadtbrücke sollte nur noch für Fußgänger zugelassen werden. Der Verkehr insgesamt über die Autobahn abblaufen. So würde die Innnenstadt von Slubice und Frankfurt ruhiger und damit besser für den Tourismus und Bürger! Wer weiter über eine TRAM redet, will nur mit den vielen Guteachten Geld machen, solche Leute sollten sich aus der Stadt verziehen. Diese ewige Diskussion wird offensichtlich auch vom Bürgermeister nicht verhindert. Frankfurt und Slubice können die Gelder besser anlegen. Forderung: Schluss mit der TRAM - Diskussion/Stadbrücke nur für Fussgänger/ Verkehrsberuhigung der FFO und Slubicer Innenstadt/ Förderung des Tourismus und Kultur /

Frank 19.07.2011 - 10:37:33

hohe tägliche Pkw-Passagen lassen ein Potenzial erkennen?

sehr viele fahren doch nur zum Tanken rüber und würden daher die Straßenbahn auf keinen Fall benutzen. Auch wenn die EU den Bau finanziert, wird Frankfurt das jährliche Defizit der Strecke zu tragen haben. Das Geld für das Gutachten war also von vornherein zum Fenster rausgeworfen.

Silke S. 19.07.2011 - 10:31:21

Die Kosten

Ich verstehe das nicht: Welche Erkenntnisse hatten unsere Stadtväter, dass sie solch eine Studie in Auftrag gaben? Einen Teil des Geldes hätte man gut in eine Buslinie investieren können. Dann hätte man ganz genau sehen können, wie viele Leute auf dieser Strecke fahren. Bei diesen Studien sind die Teilnehmerzahlen doch immer viel zu hoch gegriffen. Einen Bus fahren zu lassen ist doch lange nicht so teuer, wie eine neue TRAM. Und ach ja wie schön, wenn die EU uns die Bahn bezahlt. Wir haben nämlich das Geld nicht dafür.

Edeltraud Lademann 19.07.2011 - 09:02:08

@ Josef Lenden und die diskutierfreudige Leserschaft

Mmm..., ja aber an die Erweiterung der Strecke bis zum polnischen Stadion glaube ich nicht. Es würden nochmals Kosten entstehen, also statt der 1,7 km für 10 Millionen Euro nochmals Geld und wohl auch eine nochmals nötige Beantragung. Herr Derling sprach von nötigen Brücke-Stützungen "ohne größere Verstärkungsmaßnahmen" mit "relativ geringen Umbaukosten". Die Lichtsignalanlage ist laut Gutachten unbedigt nötig, damit nicht etwa zwei Bahnen hintereinander zum Stehen kommen. Na gut, also auch schön für die Slubicer Berufspendler nach Deutschland und zurück. Herr Derling gestern Abend: "Natürlich bleibt immer ein Restrisiko!" Das sehe ich inbezug auf die notwendig zu erwirtschaftenden Erlöse über die Fahrpreise. "Die Reduzierung des Fahrpreises für polnische Fahrgäste ist zum aktuellen Stand der Überlegungen nicht vorgesehen.", so die verschwurbelte Aussage im Gutachten. Aber es setzt eine Fußnote dazu: "Ein Vergleich polnischer Stadtverkehrstarife zeigt, dass die üblichen Fahrpreise in Polen mit Straßenbahnen deutlich niedriger sind." Eine vage gestrige mündliche Aussage durch Gutachter Gerald Schröter: "Eine Kompensierung durch die Fahrpreisgewinnekann erreicht werden." Und weiter: "Ausfälle haben dann beide Seiten zu zahlen."

Josef Lenden 19.07.2011 - 08:05:04

Falsch verstanden?

@E. Lademann, habe leider jetzt keine Zeit genau auf Deine Kommentierung einzugehen. Mache ich im laufe des Tages. Mir scheint aber, dass wir auf unterschiedlichen Ohren gesessen haben. Die Variante 1a hat in sich, dass sie jederzeit erweitert werden kann. Dier Traglast der Brücke reicht. Trotzdem wird eine Lichtsignalanlage den Verkehr regulieren. Es wurden 3200 Fahrgastzahlen pro Tag angesagt. Es gibt genügend Berufspendler, die täglich von Slubice nach Ffo - Bahnhof fahren und zurück. Ein Verkehrskonzept wird im Herbst den Abgeordneten vorgelegt. Hier war das Gutachten erst abzuwarten. Bis dann Josef Lenden

Rolf 19.07.2011 - 07:29:12

Rolf

Was soll das Alles! Haben die Bürger der Stadt nicht schon längst darüber entschieden?

Edeltraud Lademann 19.07.2011 - 06:48:03

Eine unbefriedende Veranstaltung

Kurzfristig wurde dann doch noch Gästen der Zutritt zur Veranstaltung gewährt. So war ich auch anwesend. Die "zusätzlichen Fahrgastzahlen von 3200 täglich" bei Einbeziehung von Slubice musste ich dort erst in´s Gespräch bringen, denn die Vortragenden redeten lieber Wischi-Waschi. Ich hatte diese Zahl glücklicherweise dem Gutachten entnehmen können, dass ich am Nachmittag zugemailt bekam. Ich war durch das stichprobenartige Lesen bereits besser informiert als die Veranstaltung hergab. Traurig, die Abgeorneten hatten doch hier ein Gutachten zu diskutieren, abzuwägen was gut und richtig ist oder besser unterbleiben sollte. Wie von Herrn Derling dort dargelegt, gab es die ersten Überlegungen dazu ja schon "ca. im Jahr 2000". Aber eines konnte ich "zusätzlich" schlussfolgern: Nicht die Slubicer Bürger würden die dann bei ihnen zur "städtebaulichen Aufwertung" gebaute Wendeschleife nutzen, sondern wohl in erster Linie (denn es gibt in Slubice dann nur die eine, die kurze Variante 1A mit drei Haltestellen) die Studenten beiderseits der Oder. Das ist schön für die Studenten und Studentinnen, aber eine Erhöhung des Semesterticket-Preises von fünf Euro, wie angedacht, wird die prognostizierten Mehrerlöse zur Rechtfertigung des Baus dieser Strecke nicht erbringen können! Übrigens, die Traglast der Brücke reicht im jetzigen Zustand für das Vorhaben nicht aus. Das kostet noch mal. Und wenn sich im Gegenverkehr zwei Straßenbahnen begegnen und jeweils noch Autos in der Hin- und Rückspur fahren , daneben und dazwischen noch Radfahrer, dann wird es auf den Fußgängerwegen wohl auch noch brenzlig.

Helen F. 19.07.2011 - 02:18:17

@ Ronny

Die Frage der Kosten ist doch kein Geheimnis, sondern bereits oft genug diskutiert worden. Knapp 180.000 Euro wenn mich nicht alles täuscht - ja darüber wäre vermutlich eine ganze Kleinbusflotte glücklich gewesen. Da die Verantwortlichen im Kontext der Straßenbahn immer vom Marketingeffekt sprechen, hätte man sich für das Geld was alleine die Studie gekostet hat vermutlich schon etwas Originelles einfallen lassen können (solarbetriebene Elektrorikschas z.B.). Oder mal was ganz Pragmatisches: Man hätte die 180.000 Euro in die Aufwertung des Brückenkopfes investiert. Aber so etwas ist für eine aufstrebende Stadt wie Frankfurt (Oder) wahrscheinlich zu banal. Bezugnehmend auf den Artikel über die Visionen unseres OBs in der vergangenen Woche sind wir Bürger vielleicht auch einfach nur zu langsam in unserem Denken und verstehen gar nicht, was uns die Verantwortlichen alles Gutes tun wollen. Aber dafür können wir ja bald Bus und Straßenbahn - Verzeihung: "Viatram" - fahren, dann können wir beim "Tempo, Tempo, Tempo" des OBs vielleicht wieder mithalten.

Gabi 19.07.2011 - 00:04:39

Aufhören mit der Verschuldung!

Ich habe Herrn Wilke im TV gesehen. Frankfurt/O ist keine Großstadt. Wer soll das bezahlen? Die EU ist pleite! Brandenburg hängt auch am Tropf des Südens. Baden- Würtenberg, Hessen, Bayern,Nordrhein -Westfalen und Hamburg sind die Finanziers.

Ronny 18.07.2011 - 23:42:51

Frage

wieviel werden wohl die oder der gutachter gekostet haben ?? Was denkt ihr ??? Ich wette, mindestens soviel, dass ein Kleinbus mit Fahrer mindestens ein ganzes Jahr kostenlos Leute Kreuz und quer über die brücke hätte fahren können. Womit befassen sich nur die ganzen beschlipsten Trottel.. Ein paar wenige verdienen dich dumm und dämlich an solche Spinnereien.. Woher das Geld kommt.. Stadt.. Land.. EU.. Ist egal.. Es ist Verschwendung !!

tiefseetaucher 18.07.2011 - 22:36:51

Die Märkische Oderzeitung ...

@Flachköpper ... hat das Gutachten falsch abgeschrieben: Es sollen angeblich nur 2.300 Fahrgäste pro Tag über die Oder sein - der Rest sind Fahrten innerhalb von Słubice. Bezogen auf die 17.000 Kfz pro Tag auf der Stadtbrücke wäre das Verhältnis ÖPNV:MIV 86,5:13:5 - für innerstädtischen Verkehr äußerst ungewöhnlich, da der Durchgangsverkehr MIV ja überwiegend über die A12 gehen dürfte. Noch verwunderlicher sieht es aus, wenn man die durchschnittliche Auslastung von Pkw im Stadtverkehr mit 1,2 Personen pro Pkw nimmt - dann kommt man auf 20.400 Personen im Pkw zu angeblich nur 2.300 Personen in der Tram über die Brücke. Macht 89:11 - sehr ungewöhnlich ...

Flachköpper 18.07.2011 - 22:11:43

3200 Fahrgäste täglich nach Polen?

Es wäre mal Interessant gewesen, auf welche Zahlen die Gutachter auf der Strecke zum SMC gekommen sind da diese nicht im Artikel auftaucht. Diese Rechnung "nach Slubice jährlich 114 000 Euro einfahren – bei der Nord-Linie seien es 
431 000 Euro Verluste" würde ich gerne mal sehen.

Sparen 18.07.2011 - 21:54:56

ÖPNV nach Polen

Gerne den ÖPNV als BUS! eine Straßenbahnlinie ist unnütz, unwirtschaftlich und viel zu teuer! Eine Buslinie ist mehr als ausreichend in einem angemessenen Takt auf der Mittellinie über die Stadtbrücke.

tiefseetaucher 18.07.2011 - 21:29:20

Ein Glücksfall für Frankfurt Oder ...

... für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Gemessen an den 17.000 Kfz pro Tag auf der Stadtbrücke nach Słubice ist es nicht nachvollziehbar, warum es hier bis heute keinen leistungsfähigen ÖPNV gibt. In einer normalen Stadt dürfte der ÖPNV-Anteil leicht bei einem Drittel aller Verkehrsarten liegen. Insofern scheint mir die Prognose von lediglich 2.300 Fahrgästen pro Tag in der Tram auf der Stadtbrücke sehr pessimistisch angesetzt. Was ich in der Tramstudie vermisse, ist ein Gesamtverkehrskonzept für die Region. Das betrifft natürlich in Słubice die Fahrradnutzung als auch die Verlängerung des RE1 von Frankfurt Oder nach Słubice - und sinnvollerweise weiter bis nach Poznań.

Klimmbimm 18.07.2011 - 21:16:28

wer zahlt?

polen freut sich darüber und wird damit einverstanden sein,denn schließlich wird der deutsche steuerzahler wieder dafür zahlen

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