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Stadtbus macht den Anfang

Annette Herold / 20.07.2011, 07:05 Uhr - Aktualisiert 21.08.2012, 16:17
Frankfurt Von November an soll zunächst ein Stadtbus Frankfurt und Slubice verbinden. Parallel werden Planungen für eine grenzüberschreitende Straßenbahnverbindung vorangetrieben, hieß es am Montagabend bei der Vorstellung des ÖPNV-Gutachtens.

Von einer „Doppelstrategie“ sprach der Beigeordnete Markus Derling (CDU). Einerseits solle mit dem Bus ab November „ein erlebbares Angebot für grenzüberscheitenden Öffentlichen Personennahverkehr“ geschaffen werden und andererseits mittelfristig das Projekt Straßenbahn aktiv weiterverfolgt werden. Entscheidend sei für Frankfurt, dass keine zusätzlichen städtischen Zuschüsse für den defizitären Nahverkehr aufgebracht werden müssen. „Ich möchte auf keinen Fall, dass die Frankfurter durch Slubice noch mehr dazuzahlen“, sagte der Bürgermeister der Nachbarstadt, Tomasz Ciszewicz, im Verlauf der Diskussion. Derling sprach davon, dass erst eine Investitionsentscheidung fallen werde, wenn Klarheit über die Förderung der Trasse bestehe. Er bekannte aber auch, inzwischen kein Gegner des Straßenbahnprojektes zu sein. Seit der Bürgerbefragung 2007, die gegen die Tram ausfiel, habe sich einiges getan in Frankfurt. So erzielten hiesige Einzelhändler inzwischen einen großen Teil ihres Umsatzes durch Kunden aus Polen.

Die Gutachter – an der Studie waren vier Ingenieurbüros beteiligt – gehen davon aus, dass sich mit der Strecke zum Slubicer Heldenplatz (pl. Bohaterow) täglich um die 3200 Fahrgäste zusätzlich gewinnen ließen. Den Planungen zufolge müsste von der Karl-Marx-Straße an eine 
1,7 Kilometer lange Strecke neu gebaut werden. Die Investitionskosten sind mit 10,7 Millionen Euro veranschlagt.

Dabei hoffen die Städte auf eine hohe Förderung durch die Europäische Union. Ciszewicz regte an, auch Polens und Deutschlands Regierung einzubeziehen. „Das ist ein Projekt, dass sich die Regierungen leisten sollten“, sagte er. Es sei international und beispielgebend an der deutsch-polnischen Grenze. Zugleich betonte Ciszewicz, er könne ohne Bürgerbeteiligung nicht entscheiden, ob ein Bus oder die Straßenbahn fahren solle. Er hatte bereits im Frühjahr geäußert, er strebe ein Referendum zu dieser Frage an. Der Bürgermeister bekannte sich grundsätzlich jedoch zum grenzüberschreitenden ÖPNV. „Sollte das Projekt scheitern, wird jeder individuell eine Lösung suchen müssen. Aber das ist nicht meine Vorstellung.“ Im Gegensatz zu Frankfurt verfügt Slubice bislang nicht über ein ÖPNV-System.

Für eine Buslinie würden nach Derlings Worten jährlich 25 000 bis 50 000 Euro Zuschuss gebraucht. Beim Bau der Straßenbahnverbindung rechnen die Planer dagegen mit einem positiven Ergebnis, vorausgesetzt, es fließen Fördermittel. Zudem wird bei der Stadtverkehrsgesellschaft, die als Betreiber vorgesehen ist, davon ausgegangen, dass eine Straßenbahn in kürzeren Taktzeiten führe als ein Bus und durch ihre Größe ohnehin mehr Fahrgäste transportieren könnte. SVF-Geschäftsführer Michael Ebermann ergänzte, dass inzwischen – anders als früher erwogen – von einem Erhalt der Linie 1 bis zur Lebuser Vorstadt ausgegangen werde.

Derling zufolge sollen sich als nächstes beide Städte über das Betreiberkonzept für den Bus abstimmen. Dann müssten weitere rechtliche Fragen geklärt und mit der Studentenschaft über einen Aufschlag auf das Semesterticket – die Rede ist von 5 Euro – verhandelt werden. Für Oktober wird eine gemeinsame Stadtverordnetenversammlung angestrebt.

Die Bürgerinitiative „Pro Tram“ verlangt indes einen zügigen Bau der Straßenbahntrasse. Die Verantwortlichen in Frankfurt und Slubice müssten dazu die Förderanträge vorbereiten.

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Leserforum

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wolfgang malisch 31.07.2011 - 09:47:00

Nicht nur Meinung einer Seite berücksichtigen

Ob man nun zur grenzüberschreitenden Strassenbahn eine Pro- oder Contrameinung hat ist angesichts der Position die der Bürgermeister von Slubice dazu bezieht relativ uninteressant. Wenn Frankfurt sich entschieden hat, so will er erst eine Bürgerbefragung starten und erwartet offensichtlich eine 100%ige Förderung. Wie die Koordinierung zwischen der deutschen und polnischen Seite tatsächlich aussieht belegt wohl dieses eine Beispiel. Ebenso ist unbekannt, welche Rolle dieses Thema überhaupt in den polnischen Medien spielt und welche Position dazu bezogen wird. Vielleicht könnte sich der für die deutsch-polnischen Themen verantwortliche Redakteur der MOZ mal in der Gazeta Lubuska und anderen Publikationen auf die Suche begeben. Oder wird dem Leser auf deutscher Seite die breite polnische Meinung zum Projekt hier vorenthalten?

Marek 27.07.2011 - 11:41:50

Noch mal über die Strecke

Ich, als Slubicer, finde solche Verbindung zwischen Frankfurt und Slubice als sinnvoll und praktisch (egal, ob Bus oder Tram). Aber, meine Meinung nach, 1. Keine direkte Verbindung zum Bahnhof macht kein Sinn. Es gibt viele Polen die mit der Bahn nach Berlin pendeln, es gibt auch Deutsche, die aus dem Bahnhof gerne eine direkte Verbindung nach Slubice hätten und auch weiter, mit dem Polnischen Regionalbusverkehr, zu anderen Städten der Region. 2. Der Basar soll auch verbindet werden: as wäre bequem für die Frankfurter sowie auch verbessert die ökonomische Lage von den Basarverkäufer. 3. Direkte Verbindung zwischen Slubice und Spitzkrug macht kein Sinn. Normaleweise, fast alle nutzen Wagen falls Sie zum Handelszentrum fahren (im gegen fall zum Ladenbesuch).

RR 25.07.2011 - 01:41:11

@Ein Einfacher Frankfurter Biker.

Danke für Ihren Kommentar. Genau das denke ich auch. Es ist wirkliche eine Schande, wie "Frankfurter" den Namen benutzt, um damit alle FrankfurterInnen zu beleidigen und nationalistisches und rassistisches Gedankengut zu unterstellen. Ekelhaft. Allerdings bin ich, im Unterschied zu Ihnen weiterhin für eine Tram nach Slubice und nicht für einen Bus. @Frankfurter: Selbst wenn ihre absurde These Stimmen würde, hätten wir ja immernoch 40 Jahre Zeit um polnisch zu lernen. Dann müssen wir auch keine Fronendienste leisten, sondern können auch Karriere machen. Wie etwa der deutsche Stefen Möller der polnisch gelernt hat und in Polen ein ist Medienstar ist. Hier der Anfängerkurs polnisch mit Stefen Möller für Sie: http://www.youtube.com/watch?v=5yqhQ07PS8w Das hilft Ihnen garantiert auch bei Ihrer Polenphobie!

ein einfacher Frankfurter Biker 24.07.2011 - 23:56:11

ich kanns nicht mehr lesen

Ach selbsternannter Frankfurter, wenn Du schon Deinen blödsinnigen und rassistischen Schwachsinn hier breittreten musst, dann bitte ich Dich wenigstens darum, Dich nicht weiter Frankfurter zu nennen. Da auch ich Frankfurter bin, fühle ich mich einfach beleidigt, dass Du Dich mit Deinem Gedankenmüll hier als das bezeichnest, was ich auch bin. Also nenn Dich gefälligst anders, denn Deine hohlen Phrasen haben nichts mit dem Frankfurter im Allgemeinen zu tun. Ich bin, wie man hier lesen konnte, auch gegen die Tram so wie Sie hier vorgestellt wird und fänd einen Bus viel besser, aber deswegen möchte ich nicht mit Dir in eine gedankliche Nähe gebracht werden.

Das 24.07.2011 - 20:52:26

Happy Ente

Ich weis nicht, ob es jemand hier versteht, aber es geht nicht um uns Bürger. Einige Gewählten setzen wie Monarchen deren Denkmäler als deren persönliches Erfolgserlebnis durch ohne Rücksicht auf Verluste -wie in Dortmund- Schlechter Vergleich, weil es hier nicht um Menschenleben , wie bei der Loveparade geht- aber um echte Steuergelder in echten Euros, gezahlt von den Bürgern. Wir leben in einer Demokratie. Sehr geehrter Herr und Frau Verantwortlicher für die Tram, "Welche Genugtuung gibt es Ihnen später Ihren Enkelkindern zu erzählen; dass die Tram Ihre Idee und Ihr Engagement war, wenn die Enkelkinder dafür selbst die Schlaglöcher flicken müssen, den Schnee selbst von der Straße schieben und das Wildkraut von den kommunalen Wegen zupfen, der Euro nichts mehr Wert ist und mit der nächsten Währungsunion geviertelt wird, nur weil Sie ihr DENKMAL wollten. Na dann Happy Rente

Roland Totzauer 24.07.2011 - 19:23:00

Das Volk hat gesprochen - Mehrheit gegen Tram

Am Freitag, den 22. Juli 2011, hat die MOZ einen Artikel veröffentlicht unter der großen Überschrift: "Leser möchten zur Probe einen Bus nach Slubice". Die kleine Überschrift lautet: "Erneute Bürgerbefragung gefordert / Mehrzahl der Anrufer lehnen Straßenbahn ab / Befürworter sehen Chancen mit ÖPNV". Ich habe den Artikel abgestippt und ins Netz gestellt: http://www.rotofo.de/artikel/a_110722moz.htm Das Volk hat gesprochen und entgegen der Vorhersage von Herrn SPD-Spohn sind nicht 60-70% für, sondern gegen die grenzüberschreitende Tram. Wo hat Herr Spohn seine Augen und Ohren? Offenbar auffallend weit entfernt von der Mehrheit des Frankfurter Volkes!

frankfurter 24.07.2011 - 19:01:44

polen finanziert nur einen bruchteil selbst

Was heißt,dass Slubice die Kosten trägt. 85% sind eu-fördergelder,also deutsche gelder. wenn polen eina tram möchte,warum bezahlt nicht der polnische staat dafür? als grenzüberschreitendes projekt ist doch eigentlich nur eine anbindung zu sehen und nicht eine komplette tram durch polen. was kommt als nächstes ? mit dem geld deutscher steuerzahler wird polen modernisiert- bei dem extremen wirtschaftlichen aufschwung polens sollte es wohl selbst in der lage sein solche projekte zu finanzieren. ich habe gelernt, dass man nur das kaufen kann wofür man geld hat. in polen sieht man es so,dass man kauft solange noch deutschland und die eu geld hat und es verschenkt.

Josef Lenden 24.07.2011 - 18:37:02

Einfacher Bicker

Sie/Ihr könnt gewiss sein, dass ich die Fragen mitnehme. Sonst würde sich meine "Öffentlichkeitsarbeit" hier nicht lohnen. Auch wenn es nicht so aussieht und ich mich manchmal wirklich ärgere. Es gibt hier auch ziemlich viel mitnehmens wertes. Auch wenn ich nun meine Tour wieder aufnehme. Sicherlich wird es auch da keine entgültigen Antworten geben. Dann wäre ich ein Superman der politischen Kaste - Achtung Ironie. Aber auch vom Stand weg kann man sich austauschen und vieles klären oder aber mit in die Ausschüsse nehmen. Bis dahin habe ich sicherlich auch schon viele Antworten aus den hier gestellten Fragen. Komm vorbei. Kennenlernen ist auch kein Hindernis - oder? Gandolf - ganz klar und zum tausendstenmal - ab mitte Brücke trägt Slubice die Kosten! Daher ist der Förderantrag auf der Ffo- Seite nur für ca. 300 - 600 meter. Die Hauptförderung ist für Slubice.

Gandalf 24.07.2011 - 17:28:03

was wäre wenn

wie siehts eigentlich aus,wenn nur die Tram nach Slubice gebaut wird?Das bedeutet von der Stadtbrücke durch Slubice. Ist es dann auch so,dass sich beide Städte die Kosten teilen-als jeder 7,5%? frankfurt wär ja schön dumm,denn der Großteil der Stracke gehört ja zu Slubice und frankfurt hat nichts damit zu tun

ein einfacher Biker 24.07.2011 - 17:06:34

sorry, eigentlich wollte ich aufhören

aber jetzt wirklich... Tschüss

ein einfacher Biker 24.07.2011 - 16:56:11

@ Herr Lenden

sie schreiben: "Leider habe ich die Befürchtung, dass die hier am meisten postenden "Gegner" nicht zu meinem Stand, oder dem Stand der Pro-Tram, kommen werden." Welche Infors und Argumente über die aus der Konzeption gibt es dort? Der Internetauftritt der ProTram hat mich nicht weitergebracht. Weiter schreiben Sie: "Die Studie wurde uns vorgelegt, aber doch nicht mit den Fachleuten diskutiert. Hierzu werden die Ausschussmitglieder in der STVV noch harte Arbeit vor sich haben." Volle Zustimmung meinerseits. Dann bitte ich Sie meine Fragen einfach mitzunehmen und mal klar und deutlich beantworten zu lassen, sowie meine Zweifel und Befürchtungen zu analysieren und im Besten Fall auch darauf nachvollziehbare Antworten zu ermitteln. Ach ja, wenn Sie schreiben: "Bitte vergesst nicht, dass die Technik und die Fahrzeuge vorhanden sind und nicht mehr eingekauft werden müssen. Anders bei der Buslinie, die hier extra erweitert und hinzugekauft werden müsste. Anmietung von Bussen müsste aus betriebswirtschaftlicher Sicht abgelehnt werden." da hätte ich gerne noch die Antwort auf die Frage, ob das auch wirklich so ist? Wenn z. B. die Buslinie nach Booßen über das SMC (981) nach dem Brunnenplatz einen Schlenker durch Slubice machen würde (10 min rein und 10 min raus),würde der Umlauf eines Busses dieser Linie von ca. 120 min auf ca. 140 min also um ca. 16 % erhöht werden. Wieviel Busse kommen derzeit auf dieser Linie zum Einsatz? Wieviel macht 16 % davon aus? Benötigt man dafür wirklich zusätzliche Busse? Und selbst wenn, welche Mehrkosten würde die Anschaffung dieser 16 % benötigter zusätzlicher Bussflotte überhaupt ausmachen? Und liegen diese Mehrkosten höher oder niedriger als die Kosten für die 15 % Nichtförderung der VIATRAM? (in den 10 min würde man übrigens mindestens genauso weit wie die geplante Tramtrasse, oder sogar weiter in Slubice fahren können, was ja dann noch besser wäre.) Denn worum geht es denn hier überhaupt? Um die Fördergelder, oder um endlich eine Anbindung des Frankfurter ÖPNV an Slubice zu erhalten?

Josef Lenden 24.07.2011 - 16:22:23

P.P.

Stimmt! ieben Gruß Josef Lenden

Josef Lenden 24.07.2011 - 14:36:45

Letzter Beitrag meinerseits in dieser K.Leiste

@E. Lademann, ich habe mich nicht nur im Wmz-TV so geäußert, sondern auch am Präsentationstag dem Bürgermeister von Slubice wegen seiner wankelmütigen Aussage angegangen. Sie erinnern sich. Ich stehe dazu - und das hat nichts mit Bus und/oder Bahn zu tun, sondern wegen der Wankelmütigkeit der politischen Seiten. Kritik an Aussagen sei auch Stadtverordneten erlaubt. Auch wenn ich diesbezüglich auch schon angegangen wurde. Zu hart und mehr Fingerspitzengefühl und und und. Ich bin nicht angetreten, um den braven Zampano dar zu stellen. Es wurde von beiden parlamentarischen(!) Seiten und letztlich von den damalig amtierenden Bürgermeistern ein Fahrplan zum grenzübergreifenden ÖPNV verlangt. Beide waren/sind für die Tram. Darauf hin wurde dieses Gutachten in Auftrag gegeben. Nun liegt es vor und hat eine klare Aussage. Außer Ihnen und mir, Frau Lademann, waren m.E. von den hier schreibenden Kommentatoren (vielleicht RR noch) bei der Präsentation anwesend. Sie erinnern sich sicherlich auch an einen polnischen Teilnehmer der als politischer Woijewotschaftvertreter eine zügige Durchführung des Ergebnisses verlangte und sich auch auf die Worte unseres Ministerpräsidenten bezog, der ebenfalls die Tram favorisierte. Nun redet der Bürgermeister von Slubice über Probefahrten von einer Buslinie über Jahre hinweg. Schwachsinn - wozu dann die Studie, die eigentlich in den Kosten von beiden Seiten getragen werden sollte! Das war unser gemeinsamer Beschluss. Man erlaubt mir dann bitte den "dicken Hals". Das ist so nicht hinnehmbar. Frau Lademann Sie kennen mich und wissen um meinen "geraden Weg". Hier wurde ein Projekt von beiden Seiten ins Visier genommen und nun ohne ersichtlichen Grund erst gar nicht vom Bürgermeister aus der Partnerstadt ins Herz aufgenommen. Lieber Pokert man(n). gern sei erlaubt, wenn das Objekt im Focus bleibt und hierfür das Optimale an Fördergelder" eingespielt" werden soll. Aber dann muss ich den Fördermittelgeber -Bund, Land und vor allem die EU davon überzeugen, dass ich es will! Bitte vergesst nicht, dass die Technik und die Fahrzeuge vorhanden sind und nicht mehr eingekauft werden müssen. Anders bei der Buslinie, die hier extra erweitert und hinzugekauft werden müsste. Anmietung von Bussen müsste aus betriebswirtschaftlicher Sicht abgelehnt werden. Zum Gutachten: wir/Ihr diskutiert hier um Inhalte und Zahlen, die im Einzelnen sicherlich im Zuge der Planung verifiziert werden. Viele Stadtverordnete, die hier ja grundsätzlich als Inkompetent beschimpft werden, haben die Studie sicherlich noch nicht mal gelesen, da wir zurzeit "Theaterferien" haben und die eigentliche parlamentarische Arbeit erst Mitte/Ende August beginnt. Also viele der KollegenInnen sind in Urlaub. Die Präsentation der Studie wurde zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt durchgeführt. Warum? Auch deswegen habe ich einen "dicken Hals". Die Studie wurde uns vorgelegt, aber doch nicht mit den Fachleuten diskutiert. Hierzu werden die Ausschussmitglieder in der STVV noch harte Arbeit vor sich haben. Das bedeutet doch, dass hier noch nichts entschieden wurde. Außer die Festlegung der Installation einer Buslinie über einen längeren Zeitraum als Interimslösung. Nun lasst uns alle erst einmal Luft holen. Den Beitrag hierzu von Finowkanalnixe halte ich für Beifallträchtig. Vielen Dank dafür. Wie im Wmz-TV gesagt, man wird mich nach den "Ferien" auf der Straße antreffen. Die Mitteilungen hierzu erfolgen über die MOZ und dem Wmz-TV. Leider habe ich die Befürchtung, dass die hier am meisten postenden "Gegner" nicht zu meinem Stand, oder dem Stand der Pro-Tram, kommen werden. Einen schönen Sonntag Euch allen und bis demnächst Ihr Josef Lenden

ein einfacher Biker 24.07.2011 - 14:15:42

@ RR

kein Problem, wenn Sie mir mangelnde Kompetenz nachsagen, das ist ja im Speziellen auch korrekt. Aber Denken werd ich doch noch dürfen, ODER? Und wenn jemand, der Zustimmung zu seinen Wünschen und Plänen haben will, deshalb den potentiellen Zustimmern etwas erklärt, sollte er es auch mit ehrlichen glaubwürdigen und überprüfbaren Argumenten und Zahlen tun. Und da ist es dann auch nicht meine Aufgabe als Zweifler nachzufragen, sondern Ihre Aufgabe die erforderlichen Argumente und Zahlen mir vorzulegen um mich zu überzeugen. Und wenn Sie schon auf Ihre Erfahrungen mit dem Asta-Bus verweisen, warum schreiben Sie dann nicht verifizierbare Zahlen hierher? Denn so wie Sie sich hier argumentieren, scheint es die ja zu geben, oder etwa nicht? Und Ihr Beispiel sagt wieder gar nichts aus über die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Nichtstudent innerhalb von Slubice für 1,30 € in die Bahn setzen wird um 250 oder 500 Meter zu fahren. Nochmal, ich bin misstrauisch, weil ich über Lebenserfahrung verfüge sowie Denken und etwas rechnen kann. Nicht weil ich Experte bin. Und wenn ich gerade in der heutigen Zeit (Wirtschaftskrise / Ratingagenturen / Jahrestag des Unglückes in Duisburg bei der Loveparade / e.t.c.) etwas von Expertisen und Gutachten höre, werde ich erst recht misstrauisch. Und wenn Sie dann auch noch darauf hinweisen, dass dies nun schon das 3. oder 4. Gutachten ist, dann frage ich mich warum eigentlich? Wenn diese Gutachten so gut und glaubwürdig waren, warum wurde denn dann noch jeweils ein Folgegutachten in Auftrag gegeben? Da kann ich mir nur 2 Gründe vorstellen. Entweder es entsprach im Ergebnis nicht den Wünschen des Auftraggebers, oder aber es war so grottenschlecht, dass es keinen überzeugen konnte. Die vorliegende Konzeption gehört für mich, nach meiner unfachmännischen Einschätzung zur zweiten Kategorie? Interessant finde ich in diesem Zusammenhang übrigens, dass in der ersten Studie/Konzeption von 2002 noch davon die Rede war, dass selbst bei 100 %-iger Förderung des Baus einer Straßenbahn über die Brücke bei einer Straßenbahnlösung von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. 290 bis 410 T€ ausgegangen wird. (S. 51 dieser Studie von 2002) Könnten Sie mir bitte erklären, wie sich angesichts der Bevölkerungsentwicklung dieser damals noch prognostizierte Verlust plötzlich um einen Betrag von fast einer Million € in einen möglichen Gewinn umkehren konnte, wenn, und dass sollte von Ihnen jetzt bitte nicht bestritten werden, auch 2002 Experten am Untersuchen und begutachten waren? Was mir hier übrigens auch noch aufgefallen ist, ist dass in der ersten Konzeption noch von den tatsächlichen Investitionskosten mit 3,1 Mio € noch direkt benannt werden, wogegen in der neuen Konzeption diese tatsächlichen Investitionskosten nicht mehr stehen. WARUM? Was will man hier verschweigen? Geht es vielleicht darum nicht laut zu sagen, wie hoch die verbleibenden 15 % Nichtförderung tatsächlich sein würden? @ RR, ich versuche eigentlich nur zu verstehen. Aber je tiefer ich mich in die Angelegenheit einlese, querlese und nachrechne, um so mehr bezweifle ich die Unbefangenheit und Seriosität der hier vorgelegten Konzeption. Versuchen Sie doch einfach mal meine Sichtweise nachzuvollziehen. In dem Punkt, dass Sie sich eine Tram nach Slubice wünschen und gut finden würden, stimmen wir sogar überein ich fänds auch SUPER. Aber ich habe in meinem Leben teilweise auch leidvoll erfahren müssen, dass Wünsche und Realitäten sich manchmal nicht in Übereinstimmung bringen lassen, und die ständig steigende Zahl an Insolvenzen im privaten wie im gewerblichen Bereich verdeutlicht Eindrucksvoll, was passieren kann, wenn man seine Augen vor der Realität verschließt und sich selbst etwas vormacht um einem Traum nachzujagen. Und was ich hier versuche ist, den Schleier, der mir hier versucht wird z.B. mit dieser Konzeption vor die Augen zu halten etwas anzuheben und dahinter zu schauen, um mir ein objektives Bild zu machen. Und das was ich derzeit sehe, sind lediglich unglaubwürdige Zahlen, die offensichtlich nur einen Zweck haben, die Vorzugswürdigkeit der TRAM-Lösung vor der mit dem Bus hier zu begründen. Ich frage mich immer mehr, wer hier wirklich unabhängig von den Kosten und Erlösen in der Folgezeit nach einer evtl Realisierung von der TRAM über die Brücke profitiert. Erstens natürlich, und denen sei es auch wirklich gegönnt, die Studenten, für die sich dann die Attraktivität der Uni noch weiter erhöht. Zweitens, die Stadt Ffo + Slubice und deren Einwohner, ebenfalls erleichterte Bedingungen und eine erhöhte Attraktivität der Stadt. Hätte ich auch leibend gern. Und Drittens (da wirds nebulös) die ausführenden Baufirmen. Als zweite Frage anschließend, frage ich mich dann aber auch, WER trägt das Risiko des Scheiterns und eventueller Fehlplanung z.B. wegen fehlerhafter Konzeptionen, und kann derjenige es sich leisten? Da fällt mir nämlich nur einer ein, Ffo also unter anderem Ich, und ich kann mir dieses Risiko nicht leisten, solange für mich die Konzeption nicht glaubwürdig ist. So, und jetzt habe ich wirklich fertig, denn bevor nicht ein eindeutiges "tak, ja chcê" aus Slubice von den dortig legitimierten Entscheidungsträgern höre.

P.P. 24.07.2011 - 13:37:58

Sinnlose Diskussion!

Diskutieren sie doch alle mal über die sechseckigen Sandkörner auf dem Mond. Da sind sie dichter dran, als an der Straßenbahn. So lange die polnische Seite nicht mal nickt (Brügermeister-Slubice) passiert nichts. Ganz nebenbei. Ein Stadtverordneter vor der Kamera zu einem internationalen Thema in einem solchen Aufzug. Da fragt man sich........... ?

RR 24.07.2011 - 11:27:19

@ein einfacher Biker

Verzeihen Sie mir, wenn ich den Experten die die Studie erstellt haben mehr Kompetenz unterstelle als Ihnen. Wenn Sie fragen zu den Berechnungen haben, fragen Sie doch einfach die Experten die die Studie erstellt haben. Ich werde hier nicht versuchen eine Leienrechnung aufzumachen. Dazu gibt es nunmal die Experten. Immerhin ist das jetzt auch schon die 3. oder 4. Studie die zum Ergebnis kommt, dass die Tram nach Slubice wirtschaftlich ist. Unter vorraussetzung der EU Förderung natürlich. Was die Fahrgäste vom Wohnheim zum CP in Slubice angeht kann ich aus den Erfahrungen vom Bus sprechen. Auch wenn Sie es sich das nicht vorstellen können, sind viele Studierende auch nur dieses kurze Stück gefahren, weil sie u.a. den Fahrplan kannten. Bei schlechtem Wettter oder im Winter ist das ja auch nachvollziehbar. Was die SlubicerInnen angeht ist diesen die Diskussion um die Tram natürlich bekannt. Eine Tram nach Slubice geht natürlich nur, wenn dies von den BürgerInnen beider Städte gewünscht wird. Deshalb ist Protram ja auch eine dt.-poln. Initiative in der sich FrankfurterInnen und SlubicerInnen gemeinsam engagieren.

Finowkanalnixe 24.07.2011 - 11:18:33

Noch 2, 3 Anmerkungen

@ Frau Lademann Ich hab nicht veranlasst, dass Ihre Kommentare verschwinden, ich habe über Ihren kleinen Seitenhieb geschmunzelt, auch wenn uns inhaltlich Welten trennen. Die MOZonline Redaktion ist mit ihrem Löschverhalten ein Buch mit 7 Siegeln! @Fran Gern können Sie über Eberswalder Themen diskutieren, wichtig ist das ,,Wie"! Wir sind hier im Internet, ich weiß nicht: sitzen Sie wirklich in FFO? Ebenso kann ich auch in Saigon sitzen. Das ist das Faszinierende und Gefährliche am Internet: Man kann Diskussionen in ganz anderen Erdteilen anheizen. Mancher nutzt das Internet wie eine Kaffeemaschine und dabei kann es auch zur gefährlichen Waffe werden! Im übrigen bin ich über das Thema ,,Tram nach Slubice" gut informiert , da ich mich öfter in FFO aufhalte, als Ihnen lieb sein mag und dort gute Bekannte und Verwandte habe! Mittlerweile ist die Diskussion dermaßen ins Irrationale abgeglitten, es ist schon fast ein Glaubenskrieg. Hätte seinerzeit nicht ein unglücksseliger Abgeordneter eine Bürgerbefragung ins Spiel gebracht, wär das Ding gebaut worden, würde wahrscheinlich funktionieren, einige würden trotzdem drüber meckern, punktum! Jetzt hat die Stadt ein Problem, zieht sie den Bau gemeinsam mit Slubice durch, wird ewig Zwietracht hier herrschen. Jedes Problem wird auf den Straßenbahnbau geschoben unsere teure Heimatzeitung wird fleißig Öl ins Feuer gießen! Wird auf den Bau verzichtet, stürzen sich die Medien auf eine ,,reaktionäre, spießige, europafeindliche" Stadt und Bevölkerung, allen voran unsere teure Heimatzeitung (die durch geschicktes Lancieren von Artikeln die Gemüter aufgeheizt hat) und Herr Klemt vom Blickpunkt. Die Frankfurter Verwaltung ist nicht zu beneiden. Slubice sollte sich zur Bahn bekennen und danach sollte man in Frankfurt weitersehen!!! @RR Sie können einem Leid tun. Als Don Quichotte kämpfen Sie gegen Windmühlenflügel. Jedes Ihrer Argumente wird Ihnen um die Ohren gehauen! Die Tramgegner treiben Sie vor sich her! Merken Sie es nicht? Wo bleiben Ihre ,,Sacho Pansas"? Wovor haben die Gegner der Bahn Angst? Der Erfindungsreichtum an Argumenten gegen die Bahn ist phänomenal. Insbesondere die Argumente, die auf gesundheitliche Aspekte hinzielen , finde ich interessant! Sicher ich laufe auch, wenn ich zwanzig Minuten auf die Bahn warten muss. Doch liebe Frau Wissmann, lieber Herr Thrätner, Ihnen scheint ewige Jugend und ewige Gesundheit gegeben zu sein, da muss man gratulieren! Sicher wird es Fahrplanhefte zur neuen Linie geben. (Wobei: Die Kosten dafür wurden im Gutachten noch gar nicht berücksichtigt!!!) Nochmal zu Ihnen, lieber RR, Hut ab vor Ihren Bemühungen, doch bitte tun Sie sich selbst einen Gefallen, und beenden die Diskussion. Da ist im Moment die Rationalität raus! Es ist Zeit für eine kleine Auszeit.

ein einfacher Biker 24.07.2011 - 00:20:46

@ RR

vielen Dank erst mal für die Antwort, aber sicher werden Sie jetzt genervt den Kopf schütteln, NEIN das reicht mir nicht, sie haben mich nicht überzeugt. Die Aussage zu der Finanzierung kann ich nicht überprüfen, versuchs aber mal im Umkehrschluss mit einer Rückfrage ob ich das System richtig verstanden habe, ok? Sie sagen, dass die SVF für jeden einzelnen Fahrgast, egal was für ein Ticket er hat, Hauptsache es ist vom VBB, ca. 0,43 € bekommt. (auf die 0,43 € komme ich durch Rückrechnung der Zahlen aus der Konzeption, wobei es schon komisch ist, dass die Rückrechnung bei der NORD-Trasse nur einen Erstattungsbetrag von ca. 0,39 € je Fg ergibt, was aber sicher mit Rundungen erklärt werden wird.) Da ich also Ihre Aussage nicht überprüfen kann, werde ich das jetzt hier erst mal so als gegeben annehmen. Aber auch in dieser Konstellation bedeutet dies, dass die Rechnung nicht mehr aufgeht, wenn nach der Realisierung des Projektes pro Tag im Schnitt nur 750 Fahrgäste weniger als die 3.200 Prognostizierten gezählt werden würden. Denn 750 x 0,43 € = 117.712,50 €, also mehr als das in der Konzeption errechnete positive Saldo aus Kosten und Erlösen (die EU-Förderung vorausgesetzt). Und jetzt sagen Sie ernsthaft noch, dass es Ihrer Meinung nach tatsächlich möglich ist, dass durchschnittlich 1100 Fahrgäste sich finden werden, die auf einer Strecke, die man bequem und ohne Hetzen in 4-7 min abgelaufen ist, in die Bahn einsteigen werden, um eine Strecke von ca. 250 m zur nächsten bzw. 500 m zur übernächsten Station zu fahren und sich dafür ein Ticket für 1,30 € (erm. 0,90 €) respektive wenn Polen bis dahin nicht schon den € hat nach heutigem Kurs 5,00 Zl (erm. 3,00 Zl) kaufen wird. Und selbst die Studenten, die sich ja kein Ticket mehr kaufen müssen, würden doch höchstens in die Tram einsteigen, wenn Sie gerade vorbeikommt und Ihr Ziel auf dem Weg der Tram liegt, was auf einer Strecke von wenigen hundert Metern eher unwahrscheinlich ist. Ich möchte Ihnen hier nichts unterstellen schon gar nicht Weltfremdheit, aber genau so kommt mir Ihre Argumentation vor. Denn meine Lebenserfahrung sagt mir, dass diese Annahme schlicht und ergreifend kompletter Unsinn ist. Ich war selbst einmal Student und kenne auch die zum Teil sehr bequeme Mentalität des Otto-Normal-Studenten, aber dass kaum ein Student ernsthaft auf eine Bahn länger als 1-2 Minuten warten würde, um in 250 oder 500 Metern wieder auszusteigen, das weiß ich sicher. Und das gleiche gilt auch für jeden normal denkenden Menschen, der die Entscheidung zu treffen hat, warte ich jetzt auf eine Bahn, die mich maximal 500 m in meine Richtung fährt und zahle dafür 1,30 € oder laufe ich die Strecke. Sie erwarten doch, dass die Skeptiker der TRAM sich Argumente anhören und durchdenken. Sie kritisieren zum großen Teil auch zu Recht den teilweise sehr rüden Ton, wobei Sie selbst daran auch nicht ganz unbeteiligt sind/waren. Aber nehmen Sie es mir bitte nicht übel, dass ich in einer Diskussion doch bitte auch ernsthafte und diskussionswürdige Argumente vorgetragen bekommen möchte und nicht solche abstrusen Erklärungsversuche. Ich bin übrigens erst im Rahmen der Diskussionen und Zurkenntnisnahme der Konzeption zu einem inzwischen überzeugten Gegner des hier vorliegenden Konzeptes geworden. Denn eigentlich finde ich die Idee einer Straßenbahn nach Slubice traumhaft und wünschenswert, bin aber Realist genug um mir die Frage zu stellen, ob wir sie uns auch auf Dauer leisten können. Und schließlich glaube ich sollten wir die Diskussion hier auch beenden, denn ich musste nun inzwischen in einigen anderen Kommentaren bereits meine Befürchtung bestätigt zu sehen, dass wir hier völlig losgelöst von einer Beteiligung und Meinung der Nachbarstadt Slubice diskutieren. Und ehrlich, wenn ich vorhabe im Wohnzimmer meines nachbarn meine neue Carrerabahn aufzubauen und dort stehen zu lassen, dann frage ich vorher meinen Nachbarn ob er das auch so toll findet wie ich und ob er mitspielen will. Und wenn er das nicht sofort jubelnd mit Ja beantwortet, dann warte ich erstmal ab, bevor ich anfange die Strecke zu planen und den Kleinkredit für die Carrerabahn zu beantragen.

frankfurter 23.07.2011 - 23:48:04

@RR

wer lesen kann ist klar im vorteil. wenn ich mich auf den artikel beziehe und frage wo die gelder( eigenmittel ) herkommen ,dann können sie ncht sagen fördergelder. wenn sie nciht wissen was eigenmittel sind dann ist das traurig

RR 23.07.2011 - 19:55:21

Hallo einfacher Biker

Dann will ich Ihnen mal persönlich antworten. War keine Absicht, das ich dies vorher nicht getan habe. Trotzdem Sorry. Also die 1100 Fahrgäste, innerhalb von Slubice (wenn das so stimmen soll), kann ich mir so erklären, dass es viele Studierende gibt, die nur am CP studieren und damit zwsichen Wohnheim und CP pendeln. Hinzu kommen die Bürgerinnen von Slubice, da es ja gar keinen ÖPNV in Slubice gibt. Was die Einnahmen angeht, ist es so; Die Studierendenschaft bezahlt für das Semesterticket jedes Jahr an den VBB. Genauso wie jeder andere Fahrgat der Ein VBB Ticket kauft. Je nachdem wieviele Fahrgäste die SVF befördert hat, werden diese Einnahmen wieder an die SVF zurückgegeben. Ermittelt wird dies übrigens mit Umfragen in den Verkehrsmitteln. Haben Sie vllt. schon mal gesehen. Ich kenne auch Leute die Umfargen für den VBB machen. D.h also, je mehr Menschen die SVF benutzen desdo mehr Geld bekommt sie vom VBB. Ein weiteres Argument für die Tram nach Slubice, da mit mehr Fahrgästen zu rechen ist. Ich hoffe ich konnte ihre Frage damit zufriedenstellend beantworten und Sie vllt ein bißchen von der Sinnhaftigkeit einer Tram nach Slubice überzeugen.

Edeltraud Lademann 23.07.2011 - 19:39:08

Verwechslung!

Oh, ich hab´mich vertan! Josef Lenden spricht zur Thematik aktuell in WMZ-TV und nicht etwa, wie ich schrieb in MTV! So schräg ist er nicht.

Edeltraud Lademann 23.07.2011 - 18:44:49

Nicht die politische Entscheidung von der EU wegnehmen lassen

Obwohl zwei Beiträge von mir verschwunden sind, melde ich mich noch mal zu Wort. Ist nicht gerade hilfreich für die Diskussion, wenn Beiträge gelöscht werden. Dann steht man da als hätte man nicht geantwortet. Aber mal ein neuer, noch nicht diskutierter Aspekt: Die Befürworter pochen vehement darauf, dass nur das zu machen ist, was die EU uns ermöglicht. Ist denjenigen denn gar nicht bewusst, dass sie damit in ihrer politischen Entscheidungsmöglichkeit stark eingeschränkt werden bzw. sich mehr oder weniger freiwillig fügen. Das waren noch Zeiten - als immer wieder von "Basisdemokratie" gesprochen wurde! Da ist doch der Hinweis von Helen F. recht passabel, dass man sich mit der richtigen Begründung helfen kann, um doch noch die vernüftigen, der Stadt Frankfurt (Oder) bzw. beiden Städten angemessenen Projekte durchzusetzen. Biker und Sepp Träthner überdenken sinnvoll die Zahlen, werden aber weitestgehend ignoriert. Leider gibt es von Josef Lenden im MTV tatsächlich einen leichten Anflug von schlechtem Unterton und Vorschrift, da er vom Slubicer Bürgermeister als von einem "schlechten Partner" spricht - aufgrund dessen Zurückhaltung gegenüber der "Viatram".

Fran 23.07.2011 - 18:22:36

Wie bitte

die Grenzanlagen sollten unbedingt erhalten bleiben. Oder sollen unsere Grenzschützer und der Zoll später im Regen stehen.

Josef Lenden 23.07.2011 - 16:51:13

Slubicer Bürger , über den Deutsche bestimmen wollen

kann man nicht einen kurzen User-Namen nutzen? Grundsätzlich, Slubicer Bürger, über den Deutsche bestimmen wollen. Sie sollten bitte meine Beiträge richtig lesen. Ich schreibe fast litaneimäßig, dass die Slubicer letztlich über ihren ÖPNV bestimmen müssen. Allerdings haben wir uns "Gemeinsam" für ein teures Gutachten entschieden und dieses nun vorliegen. Alles andere bitte unten weiterlesen. Nun wieder aus der Sachlichkeit heraus zu gehen und wieder auf Fremdenfeindlichkeit und und und zu gehen legt den Verdacht nahe, dass hier ein anderer User die Unsachlichkeit wieder einführen will. Und- bringen Sie mich nicht mit Fremdenfeindlichkeit in Verbindung. Dafür arbeite ich zu hart an Grenzübergreifende Beziehungen und Integration von Migranten. @Biker, melde mich später wieder und gehe auf Ihr Schreiben ein. Lieben Gruß Josef Lenden

ein einfacher Biker 23.07.2011 - 16:16:18

Hallo RR

Danke für Ihre Einsicht, was die hier erforderliche Sachlichkeit angeht. Wenn Sie jetzt noch die Frage nach der Schuld für Unsachlichkeiten weglassen würden, wäre diese Einsicht auch glaubwürdig. Zu Ihrem Beispiel wie die 1100 Fahrgäste in der Konzeption zustande kommen , was ja eine direkte Antwort auf meine Frage ist, muss ich, glaube ich, erst einmal ein Missverständnis aufklären. Die 1100 Fahrgäste sollen laut Konzeption nur innerhalb von Slubice auf den 1,15 km Strecke mit 3 Haltestellen pro Richtung täglich die TRAM benutzen. Wezere 2100 Fahrgäste sollen dann die TRAM grenzübergreifend nutzen. Die von Ihnen aufgezählten Beispiele gehören nur zu der zweiten Kategorie. Und die Masse der möglichen Fahrgäste, die Sie da aufführen sind dann auch noch die, die sich keinen extra zusätzlichen Fahrschein für die Fahrt kaufen werden, da Sie bereits einen haben und den auch hätten, wenn es keine VIATRAM gäbe, also nicht zu den avisierten Erlös von 503 T€ beitragen. Sie haben mich nicht überzeugt. p.s. kann es sein, dass Sie es vermeiden mir persönlich zu antworten? Wenn ja, warum eigentlich?

RR 23.07.2011 - 15:58:39

@Frankfurter

Das Geld kommt aus EU Fördermitteln die nur für grenzüberschreitende Projekte abgerufen werden können und nicht für andere Dinge. Noch ein netter nebeneffekt der Tram wäre, dass auch die hässliche Grenzanlage endlich verschwinden würde.

RR 23.07.2011 - 15:49:45

@Slubicer Bürger

Es gibt auch in Slubice Befürworter und kritische Stimmen zum Thema Tram. Da hilft auf beiden Seiten der Oder nur Aufklärung. Nationalistische und fremdenfeidliche Äußerungen bringen uns alle nicht weiter.

Marion Wissmann 23.07.2011 - 15:42:47

@RR - Glaube gehört in die Kirche

Im Gegensatz zu Ihnen glaube ich nicht, sondern bin ich überzeugt, dass die Situation in Görlitz und Zgorzelec mit der in Frankfurt und Slubice vergleichbar ist. Im übrigen wird der Busverkehr ab Herbst 2011 über die Oder zeigen, dass es auch ohne EU-Förderung einen grenzüberschreitenden ÖPNV geben kann - was Görlitz und Zgorzelec schon seit Monaten ganz unspektaktulär täglich beweisen!

Slubicer Bürger , über den Deutsche bestimmen wollen 23.07.2011 - 15:36:19

Weiterdenken

@RR @Josef Lenden u.a. Werden Sie auch unsere polnischen Nachbarn als intolerant,nationalistisch, fremdenfeindlich beschimpfen,falls Sie in Ihrer Bürgerbefragung gegen die "Tram" stimmen? Wie gehen sie gegen die Slubicer Bürger vor, welche sich derzeit ablehnend aüßern? Beschimpfen sie diese als "Deutschenhasser", oder respektieren Sie , dass wir aus anderen Gründen dagegen sind?

RR 23.07.2011 - 15:30:28

Marion Wissmann

Der Bus hat nach wie vor das Problem, dass dieser nicht durch die EU gefördert werden kann, im gegensatz zur Tram nach Slubice. Durch die Anschaffung neuer Busse und Haltestellen ist ein Bus damit unrentabel, wie auch die Studie belegt. Ich glaube nicht, dass die Situation in Görlitz und Zgorzelec mit der in Frankfurt und Slubice vergleichbar ist.

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