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AG "Sauberer Finowkanal" angeregt

Schaum auf dem Finowkanal
Schaum auf dem Finowkanal © Foto: MOZ/Sven Klamann
sven klamann / 01.08.2011, 07:44 Uhr - Aktualisiert 02.08.2011, 06:54
Eberswalde (In House) Der Dauerregen hat die Schaumkronen auf dem Finowkanal weitestgehend weggespült, für die es laut Unterer Wasserbehörde des Kreises Barnim ohnehin natürliche Gründe gibt. Doch der bündnisgrüne Stadtverordnete Andreas Steiner lässt sich weder von dem weitestgehend wieder klaren Wasser noch von den offiziellen Beschwichtigungsversuchen davon abbringen, dass dringend etwas unternommen werden müsste, das Problem der in unregelmäßigen Abständen wachsenden Schaumberge zu klären. „Wir sollten einen Arbeitskreis ,Sauberer Finowkanal‘ gründen, in der interessierte Einwohner gemeinsam mit Experten die wirklichen Ursachen für die Schaumbildung untersuchen“, schlägt Andreas Steiner vor. Der von den Grünen einmal jährlich initiierte Flussbadetag reiche nicht, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Bei der Unteren Wasserbehörde hatte es geheißen, dass der Schaum entstehe, wenn zum Beispiel an Wehren eine stärkere Strömung das aus abgestorbener Biomasse gebildete Bodensediment aufwirbele. Diese durch Fachlabore gestützte These wird auch vom Wasser- und Schifffahrtsamt vertreten.

Der Stadtverordnete ist dennoch nicht davon überzeugt, dass der Schaum ausschließlich auf natürliche Prozesse zurückgeht. „Das erscheint mir bei Schaumteppichen, die es auf ein Ausmaß von 150 mal 80 Zentimeter bringen und die sich bis zu 40 Zentimeter hoch auftürmen, doch recht unwahrscheinlich“, sagt Andreas Steiner.

Seiner Auffassung nach ist es überfällig, am Finowkanal nach illegalen Einleitern zu fahnden.

Grundsätzlich findet der Stadtverordnete, dass sich die gelegentliche Schaumbildung und ihre Gründe hervorragend als Forschungsthema für Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung eignen würden.

Vor dem jüngsten Flussbadetag im Finowkanal, der Anfang Juli begangen wurde, hatten die Veranstalter die Wasserqualität überprüfen lassen und von der Barnimer Kreisverwaltung bei allen Parametern grünes Licht signalisiert bekommen.

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Finowkanalnixe 01.08.2011 - 19:53:28

Guter Vorschlag

Was die Gründe für den Schaumteppich angeht, bin ich nicht so pessimistisch, ich tippe da auch eher auf natürliche Ursachen,. Außerdem ist der Kanal längst nicht sauber. In den Sedimenten lagern noch etliche Giftcocktails aus DDR- Zeiten, die jederzeit ausgespült werden könnten, auch so mancher illegale Einleiter wird den Behörden durch die Maschen schlüpfen. Für einen sauberen Finowkanal brauchts einen langen Atem und sicher den einen oder anderen Euro. Dafür könnte sich eine AG,,Sauberer Finowkanal" einsetzen. Ein Finowkanal mit Badestränden, das wär doch was! Das würde Touristen und Ausflügler anlocken. Übrigens Herr Fran, Ihre Vorstellungen von der Bestimmung der Wassergüte muten recht archaisch an, durften Sie Chemie auch schon abwählen!

Fran 01.08.2011 - 14:41:28

Grüne Troublemaker

Alle sagen der ''Fluss'' ist sauber und es kann sogar gebadet werden. Wieso nimmt denn der Grüne nicht einen Eimer Wasser aus dem Kanal und bringt das Wasser ins Fresenius Institut? Soviel Geld sollten die Grünen dann doch übrig haben, aber ne es sieht so aus als wenn die nur rumstänkern wollen. Was tut man nicht alles für Publicity. Es ist also nicht nur in Eberswalde so.

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