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Neuer Fördertopf für Abenteuer

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MSCHMIDTN / 04.02.2008, 09:38 Uhr
Bis zu den Sommermonaten ist es zwar noch einige Zeit hin. Die Vorbereitungen für das beliebte Naturerlebnis-Camp am Werbellinsee haben dennoch längst begonnen. Mit dem Modellprogramm "Initiative Oberschule" läuft auch ein neues Projekt an. "Kompass" ist es überschrieben und richtet sich hauptsächlich an Schüler, die zum Abschluss der 7. Klassen das Naturerlebnis- und Abenteuercamp durchlaufen haben, und jetzt in der 8. Klasse an dieses Erlebnis anknüpfen möchten.

"Für uns heißt das, wir können mit den Schülern weiter an der Entwicklung sozialer Kompetenzen und Teamfähigkeit arbeiten. Diese Themen werden in den Camps nachhaltig vertieft", sagt Hardy Lux, der alle Veranstaltungen zum Thema Erlebnispädagogik für den BSIJ organisiert. Die Angebote des Vereins seien als Ergänzung zum Unterricht zu verstehen. Sie fördern zum einen das Vertrauen zwischen Schülern und Lehrern, zum anderen die Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern, fügt er hinzu.

Das neue vom Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt Kompass gliedert sich in drei Module. Das erste führt in Kooperation mit der Uckermark in einen Hochseilgarten. In zehn Metern Höhe lernen die Mädchen und Jungen eigene Ängste zu überwinden und was vielleicht noch viel wichtiger ist, das vertrauensvolle Miteinander. Das zweite Modul will Kompaktlösungen bei Streitigkeiten bieten. Im Ergebnis sollen die Schüler verinnerlichen, dass Konflikte nicht mit der Faust zu lösen sind. Das dritte Modul richtet sich vornehmlich an Schüler der 9. und 10. Klassen. Als Zukunftswerkstatt überschrieben will es schon auf das Berufsleben vorbereiten. "Kompass" gibt, wie der Name schon sagt, bei allen Angeboten zwar die Richtung an. Die Entscheidung aber treffen die Schüler weitestgehend allein.

Die 7. Klassen dürfen sich wieder auf das Naturerlebnis- und Abenteuercamp am Werbellinsee freuen. Die Zelte werden wiederum in der Europäischen Jugenderholung und Begegnungsstätte aufgeschlagen. 2500 Euro werden pro Klasse und Durchgang aus dem Europäischen Sozialfonds gezahlt. Im Camp werden die Mädchen und Jungen mit ihren Betreuern zahlreiche Herausforderungen zu bestehen haben, angefangen bei der täglichen Verpflegung bis hin zu Ordnung und Sauberkeit. "Die Lebensweise in einem Zeltlager fordert und fördert den Gemeinschaftssinn", weiß Lux aus langjähriger Erfahrung. Seit 15 Jahren ist er beim BSIJ. Fast genau so lange ist er an der Organisation von Naturerlebnis- und Abenteuercamps beteiligt.

Das Projekt "Kompass" versteht sich aber nicht nur als Zusatzangebot für Schüler, sondern auch für Lehrer, Sozialarbeiter, Jugendgruppenleiter und alle ehrenamtlich Engagierten. Eigens für sie organisiert der BSIJ Seminare zum Thema Erlebnispädagogik. Den theoretischen Unterweisungen folgen auch praktische Übungen, unter anderem im Naturpark "Uckermärkische Seenplatte". Dort können die erwachsenen Teilnehmer wichtige Erfahrungen für das Naturerlebnis- und Abenteuercamp mit ihren Schülern sammeln. Der nächste Termin steht schon fest: 12. bis 14. September.

"Wir sind sehr froh, dass wir in den Fördertopf der Europäischen Union aufgenommen wurden. Das ist auch eine Bestätigung für jahrelange erfolgreiche Arbeit", sagt Hardy Lux. Enge Kooperationspartner sind außerdem der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Barnim und die Stadt. Im nächsten Jahr, so hofft Lux, wird sich auch die Oberschule Westend am Modellprojekt beteiligen. "Mit der Zusammenlegung der Schulen Westend, Mitte und Einstein am Standort Westend und dem Wechsel an der Leitungsspitze waren erst einmal andere Aufgaben zu lösen", zeigt er für die Absage für das laufende Schuljahr Verständnis.

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