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Anbaden am Neujahrstag

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BARANDTN / 30.12.2008, 08:25 Uhr
Müllrose Zum sechsten Mal lädt die DRK-Wasserwacht am Neujahrstag alle Winterbader zum traditionellen Anbaden an den Großen Müllroser See ein. Dabei kann man am ersten Tag des neuen Jahres nicht nur ins Wasser steigen, sondern ebenso Demonstrationen der Wasserretter an der Wasserwacht verfolgen.

Wer sich nach der Silvesterparty von den "Strapazen" der Feier erholen möchte, sollte beim Neujahrsspaziergang seine Schritte zur Müllroser DRK-Wasserwacht am Westufer lenken. Zum sechsten Mal lädt die Ortsgruppe Müllrose der DRK-Wasserwacht am 1. Januar alle Winterbader herzlich zum traditionellen Anbaden ein. "Jeder, der sich körperlich fit fühlt und das neue Jahr auf eine ganz besondere Weise begrüßen will, ist hier bei uns genau richtig", wirbt Ortsgruppen-Vorsitzender Gregor Goldenbogen. In den vergangenen Jahren fanden sich an diesem Tag immer einige "Verrückte" nicht nur aus dem Erholungsort ein, die von Schaulustigen für ihren Mut durchaus bewundert wurden.

Das kalte Spektakel beginnt um 14.30 Uhr mit einer ersten Vorführung der Wasserretter der DRK-Ortsgruppe. Im Anschluss daran steigen die Winterbader zu ihrem ersten Bad ins etwa vier Grad "warme" Wasser. Danach schließen sich weitere Demonstrationen der Wasserwacht an.

Zuschauer haben die Möglichkeit, sich am Feuer und/oder mit einem heißen Getränk zu wärmen. Für die Winterbader wird die Sauna angeheizt. Selbstverständlich geht es nach dem Saunagang zum Abkühlen noch mal ins kühle Nass.

Allerdings könnte es durchaus möglich sein, dass sich die Bader ihren Weg ins Wasser erst mit einer Axt freischlagen müssen. Denn seit den Weihnachtsfeiertagen herrscht Dauerfrost, und auf Teichen und Seen hat sich bereits eine Eisdecke gebildet. Wie Goldenbogen informierte, hat das Eis momentan eine maximale Dicke von 1,5 Zentimetern. Er warnt deshalb eindringlich vor dem Betreten, weil das Eis noch nicht dem Gewicht des Menschen standhält. Ein vereistes Gewässer wie beispielsweise der Große Müllroser See sollte deshalb nur dann betreten werden, wenn absolut sicher sei, dass die Tragfähigkeit ausreiche. "Erst ab einer Dicke von mehr als acht Zentimetern ist das Eis ausreichend tragfähig, um von Menschen betreten zu werden", sagt der DRK-Ortsgruppenvorsitzende und fügt hinzu: "Diese Dicke erreichen Seen in unserer Gegend frühestens nach zwei Wochen mit Dauerfrost."

Was passiert, wenn man sich nicht daran hält, demonstrieren die Wasserretter auch am 1. Januar - eine Eisrettung. Denn die größte Gefahr für eine ins Eis eingebrochene Person ist eine starke Unterkühlung und die damit verbundene Abnahme der Kraft und ein gegebenenfalls eintretender Bewusstseinsverlust, macht Gregor Goldenbogen aufmerksam. Zusammen mit dem Abwärtstrieb schwerer Winterbekleidung führe das zumeist schon nach wenigen Minuten unweigerlich zum Ertrinken. Schnelle Hilfe sei da vonnöten. Die wird unter anderem am 1. Januar für die Zuschauer vorgeführt.

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