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24,5 Milliarden Euro für angeschlagene Banken in Osteuropa

27.02.2009, 11:49 Uhr
Paris Die angeschlagenen Banken in Osteuropa bekommen internationale Finanzhilfen in Höhe von bis zu 24,5 Milliarden Euro. Die Weltbank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) und die Europäische Investitionsbank (EIB) präsentierten am Freitag in Paris einen entsprechenden Unterstützungsplan. Mit dem frischen Kapital sollen die Institute vor allem in die Lage versetzt werden, wieder mehr Kredite an Unternehmen zu vergeben.

"Wir handeln, weil wir eine besondere Verantwortung für die Region haben und weil es wirtschaftlich Sinn macht", sagte EBWE-Chef Thomas Mirow. Das Zusammenwachsen Europas sei jahrelang zum beiderseitigen Nutzen und eine Quelle des Wohlstands gewesen. Dieser Prozess dürfe nun nicht rückgängig gemacht werden.

Den Hauptteil des Rettungspakets wird mit rund 11 Milliarden Euro die Europäische Investitionsbank tragen. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gibt bis zu 6 Milliarden, die Weltbank rund 7,5 Milliarden Euro.

In einem Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Figaro" (Freitag) malte Mirow ein düsteres Bild der Lage in Mittel- und Osteuropa. Es gebe das ernste Risiko, dass es dort zu einer Kreditklemme und zum Zusammenbruch von Banken komme. Im schlimmsten Fall belaufe sich der Finanzbedarf der Institute im Osten auf bis zu 350 Milliarden Dollar (277 Mrd. Euro), bestätigte der frühere deutsche Finanzstaatssekretär. Die Banken benötigten bis zu 150 Milliarden Dollar an Eigenkapital und bis zu 200 Milliarden Dollar für die Refinanzierung.

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