Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Stadt und Polizei wollen helfen

Karin Sandow / 19.03.2009, 07:31 Uhr
Ausschussvorsitzende Sandra Seifert Der Waffenfund bei zwei Schülern des Gauß-Gymnasiums, die im Wohnheim der Jump gGmbH an der Puschkinstraße lebten, sorgte am Dienstagabend im Jugendhilfeausschuss der Stadtverordnetenversammlung für viele Fragen und besorgte Gesichter.Vor allem wollten Mitglieder wie Katharina Falkenhagen wissen, was genau passiert ist, ob die Stadt informiert wurde und was jetzt getan werde.

Cornelia Scheplitz, Abteilungsleiterin im Amt für Jugend und Soziales, informierte ganz sachlich darüber, dass das Wohnheim den Waffenfund gemeldet hatte und daraufhin Polizei am Gauß-Gymnasium zwei Neuntklässler in Verwahrsam genommen hatte. Die Vernehmungen und Ermittlungen würden aber noch laufen, hieß es weiter. Deshalb sollte nicht vorschnell reagiert und aufgeregte Stimmungen geschürt werden, die weder der Aufklärung noch der Verarbeitung des Geschehens zuträglich sind.

Doch offensichtlich ist das zum Teil bereits passiert. So kursieren bereits diverse Gerüchte über das, was passiert ist. Jens-Marcel Ullrich (SPD) berichte zum Beispiel, er habe von einem SEK-Einsatz gehört, der unter den Schülern zu großer Verunsicherung geführt habe. Thomas Becker vom Polizeipräsidium widersprach dem und erklärte, dass Polizisten aus dem Wachenbereich zum Einsatz gekommen seien. Natürlich sei so etwas immer spektakulär. Doch man müsse solche Dinge ernst nehmen. Niemand könne Amokläufe vorhersehen, man könne nur Signale wahrnehmen, wenn es genug Sensibilität gebe.

Becker stimmte Cornelia Scheplitz zu, die berichtet hatte, dass Stadt und Polizei dem Gauß-Gymnasium zunächst einmal Gespräche angeboten hätten und zwar sowohl mit den beiden betroffenen Schülern als auch später vor allem zur Gewaltprävention mit ganzen Klassen oder Schülergruppen, die das wünschen. Das, so meinte Becker, sei ein guter Weg, enger zusammenzurücken, Wege kürzer zu gestalten, aber auch Konsequenzen zu zeigen.

erntete auch von ihren Abgeordneten-Kollegen Zustimmung als sie sagte: "Wir müssen diese Themen öffentlich diskutieren und Tabus brechen." Alle sensibel zu machen, zu sehen, wenn junge Menschen Probleme im Umgang mit anderen haben, ihnen zuzuhören und sie zu verstehen, sei wichtig.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG