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Neuer Pfarrer für den neuen Sprengel

Kam von Wei▀wasser in die Mõrkische Schweiz: Pfarrer Raik Fitzner, hier in der evangelischen Stadtkirche in Buckow. Er betreut seit Mõrz die 2007 zu einem Sprengel verschmolzenen Kirchengemeinden Buckow und Prõdikow.Foto: MOZ/Gerd Markert
Kam von Wei▀wasser in die Mõrkische Schweiz: Pfarrer Raik Fitzner, hier in der evangelischen Stadtkirche in Buckow. Er betreut seit Mõrz die 2007 zu einem Sprengel verschmolzenen Kirchengemeinden Buckow und Prõdikow.Foto: MOZ/Gerd Markert © Foto:
AZIMMERMANNN / 21.04.2009, 19:45 Uhr
Buckow Mit Raik Fitzner ist wieder Leben in das Bu­ckower Pfarrhaus gekommen. Sein Vorgänger Johannes Hilbert war im September 2007 verabschiedet worden. Kurz zuvor hatten die evangelischen Kirchengemeinden Buckow und Prädikow den Pfarrsprengel Märkische Schweiz gebildet.

Raik Fitzner hat eigentlich zwei Vorgänger: neben Johannes Hilbert auch den Prädikower Pfarrer Manfred Caesar. Aus den zwei Pfarrstellen "in einer sehr kleinen und einer weiteren auch nicht so großen Gemeinde" sei eine geworden, erklärt dazu Frank Schürer-Behrmann, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Fürstenwalde-Strausberg. Er wird am Sonntagnachmittag auch beim Einführungsgottesdienst in der Buckower Stadtkirche direkt am Markt dabei sein. Das Besondere des neuen Pfarrsprengels sei dessen Lage im Ländlichen mit vielen kleineren Kirchenräumen. "Da gilt es, bei den Menschen in den Orten zu sein, aber auch, sie zusammenzubringen", sagt Schürer-Behrmann. Fortgesetzt und gestärkt werden soll überdies das gute Miteinander mit den Nachbargemeinden.

Der Superintendent hebt gegenüber der Märkischen Oderzeitung die einstimmige Entscheidung des Gemeindekirchenrats für den 33-Jährigen hervor, der mit seinem Alter zudem zur weiteren Verjüngung der Pfarrer in der Region beitrage. Auf die Ausschreibung der Pfarrstelle hätten sich einige Interessierte gemeldet, Fitzner sei allerdings der Einzige gewesen, der die geforderte förmliche Bewerbung eingereicht hätte.

Der gebürtige Berliner ist in Schwedt an der Oder aufgewachsen. Nach seinem Theologie-Studium in Berlin folgte das Vikariat rund um Potsdam. Aus dieser Zeit kennt und schätzt ihn auch Frank Schürer-Behrmann. Zuletzt absolvierte Fitzner dann seine Entsendezeit (Probezeit) in Weißwasser. Die sächsische Kreisstadt, die insbesondere Sportinteressierten durch das heutige Eishockey-Team der Lausitzer Füchse bekannt sein dürfte, gehört allerdings zur selben Landeskirche wie der Pfarrsprengel Märkische Schweiz: zur Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Im kirchlichen Amtsblatt habe er die Stellenausschreibung offenbar übersehen, erzählt Raik Fitzner, doch die Anzeige der Gemeinde in der Kirchenzeitung hätte ihn sofort angesprochen. " Ich wollte mich verändern und war im Oktober dann zum ersten Mal in Buckow. " Damals sei er bereits etlichen Vertretern des Gemeindekirchenrats - allen voran Ulrich Wehlan - begegnet. "Von Beginn an hatte ich ein gutes Gefühl, dass ich hier in der Region heimisch werden kann", sagt der Pfarrer, der nun Anfang März seine neue Stelle angetreten hat. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören Prädikow, Prötzel, Grunow/Ernsthof, Klosterdorf, Gladowshöhe, Hohenstein, Ruhlsdorf, Bollersdorf, Buckow, Hasenholz, Waldsieversdorf und Garzin mit insgesamt knapp 900 Gemeindemitgliedern. "Das schließt die Verwaltung von acht Friedhöfen und die zurzeit laufende Sanierung zweier Kirchen ein." Gemeint sind damit die Gotteshäuser in Prötzel (Schlosskirche) und in Ruhlsdorf. Für Letzteres warten gerade die Verträge für das neue Dach auf seine Unterschrift.

Zusätzlich würde Raik Fitzner gern noch Aufgaben im Kirchenkreis übernehmen, denn trotz des Zusammenschlusses zweier Gemeinden handele es sich bei seinem neuen Amt nur um eine 80-Prozent-Stelle. Nach einem neuen Aufgabenfeld werde sich dann auch seine Lebenspartnerin umschauen, die in Weißwasser selbstständige Buchhändlerin ist. Ende des Monats würde sie ihm nach Buckow folgen.

In seiner Predigt zur Einführung will er über das für den zweiten Sonntag nach Ostern vorgeschlagene Thema "Der gute Hirte", nachzulesen im Johannes-Evangelium, sprechen. Dass er Pfarrer werden würde, habe sich nach seiner Konfirmandenzeit langsam herauskristallisiert und sich dann während des Abiturs entschieden. Als kleiner Junge habe er etwas ganz anderes im Kopf gehabt. "Güllefahrer auf den Feldern", erklärt er und fügt lachend hinzu: "Das fand ich so als Fünfjähriger eine tolle Idee. Das sah einfach idyllisch aus. Über den Rest habe ich mir damals weniger Gedanken gemacht."

Im Moment steht für Raik Fitzner vor allem eines im Mittelpunkt: sein neues Zuhause und die Leute noch besser kennenzulernen. Angebote wie jüngst von Marie Luise Pfundt, zur Ausstellungseröffnung ihrer Tochter Christine in die Ladengalerie "KÖ zwölf" mitzugehen, nehme er da gern an. Einen Seezugang zum Schwimmen im Sommer hat er für sich bereits ausgemacht. Zudem hofft er, sich künftig hin und wieder auch mal aufs Fahrrad schwingen zu können.

Einführungsgottesdienst, Sonntag, 26. April, um 14.30 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Buckow. Laut Schürer-Behrmann wird es übrigens eine musikalische Überraschung geben.

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