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Conergy hat jetzt ein blaues Dach

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margrit hoefer / 22.04.2009, 20:47 Uhr
Conergy produziert nicht nur Solarmodule, sondern hat auch die in Frankfurt bislang größte Dachfläche - 7700 Quadratmeter - mit 1800 Modulen belegt. Sie wurden seit Dezember nach und nach in Betrieb genommen. Die Anlage bringt eine Leistung von 378 Kilowatt. Mehr als 5600 Tonnen des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid können durch den Betrieb der Anlage in 20 Jahren eingespart werden. Insgesamt produziert die Anlage jährlich 331 000 Kilowatt Solarstrom, das entspricht dem Verbrauch von 90 Haushalten im Jahr.

Die Medien waren gestern geladen, um Conergy wortwörtlich aufs Dach zu steigen. Rund zwei Drittel der riesigen Dachfläche der Fabrik wurden in den vergangenen Monaten mit Dickschichtsolarmodulen, deren Hauptbestandteil Silizium ist, belegt.

"Alles, was sie hier sehen, stammt von Conergy und seinen Tochterunternehmen", erklärt Matthias Hüfner, technischer Leiter Gebäudetechnik. Angefangen von der Planung, die die Schweizer Tochter SunTechnics Fabrisolar (Zürich) übernahm, über die Alurahmen, die in einem Werk bei Rangsdorf gefertigt werden, bis hin zu den großen blauen Solarplatten selbst, die in Frankfurt entstanden sind. Dabei handelt es sich laut Hüfner um C-Ware. "Also Platten, die optische Mängel aufweisen und die wir nicht verkaufen würden, die aber dennoch voll funktionsfähig sind", so Hüfner.

Baustart für die bisher größte Dachanlage in Frankfurt war bereits im Dezember 2008. Reihe für Reihe sind die Platten dann in den vergangenen Monaten in Betrieb genommen worden. Seit Ende März ist die Anlage komplett zugeschaltet und erzeugt im Jahr soviel Strom, wie 90 Haushalte verbrauchen. Doch die Conergy SolarModule GmbH & Co KG nutzt den Strom selbst: "Wir erzeugen hier etwa vier bis fünf Prozent unseres Gesamtstromverbrauches", erklärt Hüfner. Rund 1,1 Million Euro hat das Unternehmen in seine eigene, riesige, blaue Anlage investiert und belässt es dabei nicht. Denn rund 5000 Quadratmeter Dachfläche sind noch frei. "Dort wollen wir möglichst noch in diesem Jahr so an die 800 Platten montieren", erklärt Hüfner.

Ein kleiner Teil der Dachfläche soll als Forschungslabor dienen. Dort sollen gezielt Solarplatten von Conergy mit Fehlern vorprogrammiert und getestet werden, welche Auswirkungen die Fehler auf den Stromerzeugungsgrad haben. Möglicherweise werden dort aber auch Module anderer Hersteller eingebaut und getestet. Letzteres ist noch offen.

Rund 450 Mitarbeiter arbeiten in vier Schichten derzeit bei Conergy. Bisher, so Pressesprecherin Katja Newe, wird die Produktion auf einer von fünf Linien gefahren. "Unser Ziel ist, es in den kommenden Wochen und Monaten auf drei Linien zu produzieren", so Katja Newe.

Wie in der Branche üblich, sei es auch bei Conergy im Januar/Februar ruhiger zugegangen, doch jetzt steige die Nachfrage. Im vergangenen Jahr beispielsweise habe das Unternehmen rund 100 000 Module nach Spanien geliefert.

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