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Zichow beseitigt Altlasten

oschwers / 23.04.2009, 07:46 Uhr

Zichow In diesem Jahr beginnen die Abrissarbeiten auf dem alten Technikhof von Zichow. Das gemeindeeigene Grundstück soll stückweise von Altlasten und ungenutzten Gebäuden befreit werden. Auf dem früheren Gelände des Kreisbetriebes für Landtechnik befinden sich leer stehende Unterstellhallen, Werkstätten, ein Verwaltungsgebäude und ein Heizhaus. Zudem haben Bodengutachten Altlasten im Erdreich festgestellt, die die Gemeinde schrittweise sanieren muss.

Jetzt sollen die im Boden liegenden Behälter einer ehemaligen Tankstelle ausgebaggert, gehoben und entsorgt werden. Rund 30 000 Euro sieht der frisch beschlossene Haushalt des Dorfes dafür vor. Außerdem will die Gemeinde rund 10 000 Euro für weiteren Abriss zur Verfügung stellen. Auf diese Weise wollen die Abgeordneten vor allem das Umfeld des ebenfalls leer stehenden Schlosses von alten Bauten befreien. Ziel ist eine künftige Nutzung des Denkmals.

Vor dem Haushaltsbeschluss hatten sich die drei Ortsvorsteher von Golm, Fredersdorf und Zichow über die gerechte Vergabe der Mittel geeinigt. In diesem Jahr ist der Etat nach Angaben der Kämmerei des Amtes Gramzow ausgeglichen. Neben den Zuweisungen und Steuereinnahmen stehen dem Dorf zusätzlich Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Verfügung. Das sind rund 46 500 Euro. Davon fließen 3200 Euro in den Brandschutz. Auf Vorschlag des Gramzower Amtsausschusses zahlen alle sechs Amtsgemeinden einen entsprechenden Anteil. Damit werden acht Absauganlagen für Dieselfahrzeuge in vier Gerätehäusern der Feuerwehren eingebaut. Der Zichower Wehrleiter Kai Regolinski monierte dabei, dass für den Umbau des eigenen Gerätehauses keine Absauganlage zur Verfügung stehe. Die soll jetzt langfristig beim Umbau des Gerätehauses eingeplant werden.

Weil der Großteil der Konjunkturmittel für Bildungsaufga- ben vorgesehen ist - so will es die Bundesregierung - hat Zichow aufgrund des Fehlens einer eigenen Schule ein Problem. Daher tauscht die Gemeinde 31 000 Euro mit dem Nachbardorf Gramzow. Dort soll das Geld für die Sanierung der Turnhalle verwendet werden. Dafür gibt Gramzow die gleiche Summe aus seinen Infrastrukturmitteln an Zichow ab. Damit kann in diesem Jahr der Zuweg für den Neubau im Lindenweg gebaut werden. Außerdem fließen 35 000 Euro in die Energiesanierung von kommunalen Wohnungen in Golm.

Aus den eigenen Mitteln stellt das Dorf weiterhin 15 000 Euro für die Planung des neuen Gehweges in Fredersdorf und 7000 Euro für Straßensanierungen in Golm zur Verfügung. Geld gibt es auch für die Reparatur von Sportstätten, vornehmlich in Zichow, sowie für Malerarbeiten am Gemeinde-Speicher.

Seit Januar finanziert Zichow eine feste Stelle über das Bundesprogramm Kommunal Kombi. Dabei geht es um Aufgaben der touristischen Infrastruktur. Ab April wurde eine zweite Stelle für drei Jahre genehmigt.

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