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Kritik an Übertragung von Hohenzollern-Hochzeit

 Prinz Georg Friedrich von Preußen und seine Verlobte Sophie Prinzessin von Isenburg.
Prinz Georg Friedrich von Preußen und seine Verlobte Sophie Prinzessin von Isenburg. © Foto: dpa
dpa / 03.08.2011, 16:26 Uhr - Aktualisiert 03.08.2011, 16:37
Berlin (dpa) Die geplante Live-Übertragung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) von der Hohenzollern-Hochzeit am 27. August stößt auf Kritik. Die Linksfraktion im brandenburgischen Landtag äußerte ihr Befremden und sprach von "Adels-Kult". Angesichts der vom rbb selbst mehrfach angeführten Kostenbelastungen durch Live-Formate verbiete sich der Aufwand, kritisierte Stefan Ludwig, Vize-Fraktionschef und designierter Landesvorsitzende der Linken.

Auch vom Koalitionspartners SPD kam Kritik: "Das ist eine Prioritätensetzung, die ich nicht nachvollziehen kann", sagte deren medienpolitischer Sprecher Klaus Ness der Nachrichtenagentur dpa. "Ich bin sicher, dass es darüber Diskussion geben wird bei der nächsten Aufsichtsratssitzung", meinte Ness, der auch SPD-Generalsekretär und Mitglied des rbb-Rundfunkrates ist. Der Sender wies die Vorwürfe zurück.

"Wir wollen den unterschiedlichen Interessen der Zuschauer gerecht werden", sagte rbb-Sprecher Justus Demmer. Es sei willkürlich, sich einen einzelnen Programmpunkt rauszugreifen. Vielmehr müsse das Gesamtangebot bewertet werden. "Das Hauptproblem ist, dass so getan wird, als ob es nur ein "entweder oder gibt"", sagte Demmer.

Angaben zu den Kosten machte er nicht. Der rbb hatte am Vortag mitgeteilt, dass er die Hochzeit von Georg Friedrich Prinz von Preußen (35) mit Sophie Prinzessin von Isenburg (33) am 27. August von 11.00 bis 14.00 Uhr live aus Potsdam überträgt. Die Eheschließung des Chefs des Hauses Hohenzollern, Ururenkels von Kaiser Wilhelm II., mit seiner Verlobten gilt als eines der herausragenden gesellschaftlichen Ereignisse dieses Jahres. Zu der Adelshochzeit werden mehr als 700 Gäste erwartet, darunter Vertreter des europäischen und internationalen Hochadels.

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Jürgen Maresch 03.08.2011 - 20:22:45

Brauchen wir nicht

I ch bin ei Roter und mir ist diese Hochzeit egal. Ich finde es jedoch im höchsten Mapße beschämend, wenn dafür GEZ Gebühren der Bürger herhalten müssen. Mal abgesehen von dem Kommunistengerede meiner Vorschreiber, ist der RBB nicht in der Lage auch nur ansatzweise Programme bzw. Unterstützung für z. Bsp. Taubstumme Menschen bereitzustellen. Die benötigen nämlich einen Videotext. Das geht im RBB nur bei sehr wenigen Sendungen. Das ist keine kleine Anzahl von Menschen. Andre Programm des öffentlich - rechtlichen Fernsehens sind da weiter. Darum habe ich damit ein Problem, auch wenn ich es persönlich für Mist halte. Aber dies ist meine persönliche Meinung. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Menschen medial betäubt werden, um die eigentlichen Probleme in diesem Land nicht wahrzunehmen. Übrigens haben vor kurzem fast alle Landtagsabgeordnete , dem 15. Rundfunkstaatsänderungsvertrag zugestimmt. Dieser beinhaltet auch höhere GEZ Gebühren für z. Bsp.Menschen mit behinderung. Ich war der einzige der dem nicht zugestimmt habe. Jürgen Maresch, MdL

Egon P. 03.08.2011 - 16:59:04

Hohenzollern

Dass diese Übertragung den Roten nicht gefällt, habe ich schon vorher gewusst. Geschichtsbewusstsein nur, wenn es in ihre stalinistische Ideologie passt. Deutschland ade!

Stefan Noack 03.08.2011 - 16:50:17

Die Sorgen möchte ich auch haben

Es gibt wie immer in der Sommerpause wo man sich anstößt. Wie im Artikel zu lesen ist sind die Zuschauer interessen verschieden und man muß auch das Programm breitfächern. Mir persönlich Interessiert sowas. Bei, für mich übermäßigen Fussball im Fernsehen meckert keiner. Den muß man jeden Tag ertragen. Also kümmert Euch um Sachen die wichtiger sind. Achso, eins muß ich aber dennoch sagen, werden für sowas Gebühren verbraucht würde ich stark dagegen sein das gilt auch für Fussball...hier können sich auch Sponsoren beteiligen und nicht die Gebührenzahler

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