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Hexen, Vampire und Feuer

SRAKITINN / 01.05.2009, 23:05 Uhr
Von Renate Meliß

Hobrechtsfelde/Dammsmühle Sie hat etwas Mystisches, diese Nacht vom 30. April zum 1. Mai. Und von Jahr zu Jahr machen sich immer mehr Niederbarnimer zur Walpurgisnacht auf. Schloss Dammsmühle und das alte Gut Hobrechtsfelde lockten in diesem Jahr Hunderte an.

Geheimnisvolle Lichter blinken auf dem Waldweg, in den hohen Bäumen rauscht der Wind, Nebel wallen über die dunkle Straße, Trommelwirbel von fern und Feuerschein. Schloss Dammsmühle war in der Nacht zum 1. Mai ein Mekka von Hexen aller Art.

Große Hexen, kleine Hexen, mit und ohne Besen, mit strubbligem Haar und schwarzen Hüten. Stimmungsvoller hätte es wohl selbst auf der Rosstrappe oder dem Hexentanzplatz im Harz nicht sein können. Zur Walpurgisnacht geisterte es selbst im Schloss ganz gewaltig - während der Führungen durch Gruselkabinett und Kellergewölbe.

Budenzauber und Hexenmarkt Cocolorus, Tanz in den Mai und das indische Tanztheater mit Dämonin Nakratundi - in Dammsmühle konnten sich die frechen Hexen mal so richtig austoben. Rund um den See war ordentlich Stimmung und der Halbmond über dem Turm des Schlosses warf genau jenes gespenstische Licht, dass in einer Walpurgisnacht vonnöten ist, um die Götter Wotan und Freya und die Dämonen des Winters zu vertreiben, wie es Brauch bei den alten Germanen gewesen sein mag. Chantal als kleine Hexe Lilli, Leon der Vampir und Alina, die heute unbedingt mal als Bibi Blockberg mit Besen Kartoffelbrei durchgehen wollte, fühlten sich mit Mama Nicole Kleppien aus Schönfließ jedenfalls richtig wohl und kochten unter der knorrigen Eiche ihr eigenes Hexensüppchen.

Etwa 600 Panketaler und Gäste folgten auch der Einladung zur sechsten Walpurgisnacht auf das alte Hobrechtsfelder Gut. Vor der Kulisse des beleuchteten Speichers herrschte jede Menge Rummelplatzatmosphäre und viel Gedränge um Getränke- und Bratwurststände. Live-Musik gab es von der Bühne und zum bunten Rahmenprogramm gehörte die Kür von kleinen und großen Hexen.

Ein gewaltig loderndes Hexenfeuer indes sprühte seine Funken aufgrund des Windes allerdings etwas weiter als gewünscht über das trockene Gras. So mussten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit mehreren Einsatzwagen und Blaulicht mal eben vorsorglich herbeieilen. Die Gruppe Fugeros und Hexe Spinnebein sorgten dann während ihrer Feuershow allerdings für die richtige Stimmung, bevor es zur Wahl der schönsten Hexe ging.

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