Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Adels-Hochzeit: Linke fordert Offenlegung von Übertragungskosten

dapd / 04.08.2011, 19:44 Uhr - Aktualisiert 04.08.2011, 20:01
Potsdam (dapd) Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) soll nach dem Willen der brandenburgischen Linken die Kosten für die Live-Übertragung der Preußen-Hochzeit in Potsdam offenlegen. Da bei einem derart kostenintensiven Vorhaben die Interessen der Allgemeinheit berührt seien, müsse der Sender veröffentlichen, wie viel für den logistische Aufwand und den als Co-Moderator verpflichteten ARD-Adelsexperten Rolf Seelmann-Eggebert ausgegeben werde, sagte Linken-Finanzexperte Christian Görke am Donnerstag in Potsdam.

Der RBB wies Kritik an der Übertragung erneut zurück. "Wir entscheiden tagtäglich darüber, wofür wir unsere Mittel einsetzen - im Sinne unseres Publikums", sagte RBB-Sprecher Justus Demmer. Das passiere unabhängig von der Politik und anderen Interessengruppen. Darüber hinaus lege der Sender darüber auch Rechenschaft ab, allerdings an den dafür vorgesehen Stellen. Prinz Georg Friedrich von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern und Nachfahre von Kaiser Wilhelm II., heiratet am 27. August in der Potsdamer Friedenskirche. Der RBB hatte am Dienstag angekündigt, drei Stunden lang live zu übertragen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Erasmus 05.08.2011 - 10:21:13

RBB bald schlimmer als MDR

Früher hatten wir einen SFB als 3. Programm. Das war ein Sender, der kritisch hinterfragte und seinen öffentlich rechtlichen Auftrag zur Information erfüllte. Seit der Fusion von ORB und SFB zum RBB entwickelt der Sender immer mehr zur Volksverdummung. Gleichzeitig wird aber über zu wenig Gebühren gejammert. Frau Reim, für dieses Programm sollten Sie noch Geld mitbringen, damit Sie diesen Job machen dürfen!

Frank 05.08.2011 - 08:28:00

Wir stehen unmittelbar vor einer dystopischen Gesellschaft

Das Ziel unserer Mächtigen ist eine Gesellschaft, die sich nur noch für substanzlose Oberflächlichkeiten und unmittelbare Bedürfnisbefriedigung interessiert. Am Endpunkt dieser Verdummung wird eine Gesellschaft stehen, die nicht einmal mehr in der Lage sein wird, auch nur die grundlegendste Infrastruktur und andere Standards aufrecht zu erhalten, weil das Individuum sich willig der Bedürfnisbefriedigung hingibt und nicht mehr in der Lage ist, einfachste Probleme zu lösen und die Lage wieder zu verbessern. Wer das für Verschwörungstheorie hält, sollte sich die Entwicklung des Bildungssystems und des Fernsehens seit 1990 verdeutlichen. Es kam seither zu einem dramatischen Kultur- und Werteverlust, der deutsche Michel bekommt auf diese Art "Brot und Spiele" vorgesetzt. Und 2015 überträgt der RBB dann die Gerichtsverhandlung zur Scheidung des Paares.

Kai Nemegk 05.08.2011 - 08:27:09

Konsequenzen

Die Intendantin sollte umgehend zurücktreten. Nach Gottschalk, Jauch und Pflaume leisten die öffentlich- rechtlichen nun sich den nächsten Mißgriff. Beim MDR griff man direkt in die durch uns Gebührenzahler prall gefüllte GEZ-Kasse. Der RBB verplempert das Geld für den Bildungsauftrag:"Wir wollen unseren Kaiser wiederhaben". Ich höre die Intendanten schon mach der nächsten Gebührenerhöhung geifern. Nur noch traurig unser Staatsfernsehen.

Isenhagen 05.08.2011 - 05:06:16

traurig, dass es soweit gekommen ist

und heute ganz offiziell ein "Lieschen Müller"-Fernsehen zur Volksverdummung stattfinden darf. Noch schlimmer ist, dass das Volk eine solche Übertrageung auch noch selbst direkt finanzieren muss. So ein Adels-Preuße dürfte in Österreich nicht einmal sein "von" führen. Hier wird es mangels anderer Helden wichtig gemacht und mit Sehbedürfnissen des Volkes begründet. Dann lieber Bauer Heinrich wie er die Kuh zum Bullen führt.... Übrigens, dieses Volk hat zu allen Zeiten am liebsten Hinrichtungen auf dem Marktplatz gesehen....

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG