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Bauleute stoßen auf alte Gruft in Fürstenwalde

Offener Zinksarg: Der Leichnam des F³rstenwalders Bertold Ferdinand Adolph Wehnelt in der Gruft, auf die Bauleute beim Anlegen eines Weges gesto▀en sind.
Offener Zinksarg: Der Leichnam des F³rstenwalders Bertold Ferdinand Adolph Wehnelt in der Gruft, auf die Bauleute beim Anlegen eines Weges gesto▀en sind. © Foto:
JEGGERSN / 15.03.2008, 10:35 Uhr
Fürstenwalde Beim Anlegen eines Weges im geplanten "Park der Generationen" zwischen Frankfurter und Wilhelmstraße sind Bauleute mit dem Bagger gegen eine alte Gruft gestoßen und haben sie teilweise geöffnet. Darin war ein Mann bestattet - mit einer Tafel an der Stirnseite des Sarges. Aus ihr geht hervor, dass Bertold Ferdinand Adolph Wehnelt am 4. 2.1833 geboren und am 2. 7. 1872 gestorben ist.

Rüdiger Kemnick von der Gartenbaufirma Kracht öffnete mit seinem Bagger beim Auskoffern die Grabstelle. "Wir hatten uns vorher darüber keine Gedanken gemacht", sagte der Briesener am Freitag der MOZ, "hinterher schon". Sofort sei der Sarg zu sehen gewesen. Die beiden Bauleute gaben Bescheid. Die Gruft wurde geöffnet, am Freitag untersuchte Florian Wilke vom Stadtmuseum das Grab. "Über die Bestattungsbräuche ist wenig bekannt, einfach weil die Traditionen nicht aufgeschrieben wurden", sagte er.

Auffällig ist , dass nur ein Sarg in der Gruft lag. Platz für mehr wäre da gewesen. Bestattet war der Fürstenwalder in einem Zinksarg mit Glasfenster, der wiederum von einem Holzsarg ummantelt war. Das deute entweder auf einen reichen Mann hin oder darauf, dass er erst hergebracht werden musste. Das Gelände war von 1823 bis 1916 städtischer Friedhof, aber noch in den 1960er Jahren fanden dort Beerdigungen statt, so Guido Strohfeldt, der Leiter des Stadtmuseums.

Er und Wilke wollen jetzt mit dem Namen in den Kirchenbüchern recherchieren. Die Gruft wurde noch am Freitag wieder geschlossen. Denn direkt über der Gruft stehen zwei mächtige Bäume, die bedroht wären, fasste man die Gruft an. Und die Totenruhe von Bertold Wehnelt soll nach kurzer Unterbrechung wieder gewahrt bleiben.

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