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Tank fasst 800 Liter Wasser

susanna hoke / 15.06.2009, 08:00 Uhr
Wölsickendorf Austragungsort des Amtsauscheides der Feuerwehren von Falkenberg-Höhe war in diesem Jahr Wölsickendorf. Passenderweise konnte dabei gleich das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) übergeben werden. Rund 115 000 Euro hat das Amt in die neue Technik investiert. "Das ist eine Anerkennung der Arbeit und hoffentlich auch eine Motivation für eine künftige starke Löschgruppe. Es ist nicht so einfach, die Leute auszubilden und hier zu halten", sagte Jörg Schleinitz, Ortsvorsteher von Wölsickendorf-Wollenberg.

Mit dem neuen Fahrzeug wird auch die Arbeitsteilung zwischen den Ortswehren von Wölsickendorf-Wollenberg und Leuenberg gefestigt. "Die Leuenberger haben die Ausrüstung, um technische Hilfe zu leisten und zum Beispiel ein Auto zu zerlegen. Wir verfügen über Schläuche und eine Hochdruckeinrichtung mit 800?Litern Wasser", erklärte Löschgruppenführer Jens Steinberg. Leuenberg ist schon vor Jahren mit neuem Equipment ausgestattet worden, nun ist Wölsickendorf-Wollenberg an der Reihe. 15 Blauröcke sind in der Ortswehr organisiert. "Mit dem neuen Fahrzeug wird der Job für die Männer auch angenehmer", sagte Ortsvorsteher Jörg Schleinitz. Der alte W?50 stammt noch aus dem Jahre 1977.

Und vielleicht ist das neue Fahrzeug ja auch ein Anreiz für Mädchen und Jungen, sich der Jugendfeuerwehr anzuschließen. Amtsdirektor Eberhard Alberti freute sich jedenfalls über die rege Teilnahme der Jugendlichen. "Es ist ein langfristiges Ziel, viele Jugendliche in die freiwilligen Feuerwehren einzubinden. Daher wird massiv Werbung gemacht", sagte er. Auch diejenigen, die noch keine acht Jahre alt und damit eigentlich noch zu jung für die Ausbildung in der Jugendfeuerwehr sind, dürfen schon mitmachen. "Wir basteln mit ihnen und machen Brandschutzerziehung. Die Mädchen und Jungen dürfen auch schon mal an die Schläuche ran, aber ohne Wasser, das wäre einfach noch zu schwer für die Kinder", erklärte Amtsjugendwart Roy Gehrke (25) aus Falkenberg.

Beim Amtsausscheid der Jugendfeuerwehren lagen die Mädchen und Jungen aus Dannenberg mit einer Zeit von 1,24 Minuten ganz vorn, gefolgt von den Mannschaften aus Höhenland, Brunow, Freudenberg, Kruge/Gersdorf, Beiersdorf, Falkenberg und Heckelberg. Den Sieg bei den Einsatzkräften holten ebenfalls die Dannenberger mit einer Zeit von 1,23 Minuten. Auf den restlichen Plätzen folgten Falkenberg, Kruge/Gersdorf, Brunow, Heckelberg und Wölsickendorf-Wollenberg.

Rund 160 Jugendliche und Einsatzkräfte nahmen am Wettkampf teil. Sie mussten eine Wasserstrecke über 90 Meter vom Wasserbehälter über die Pumpe bis zu den Strahlrohren legen und mit dem Wasserstrahl durch ein Loch in einer Pappwand auf eine Flasche zielen. Auch ihr Geschick im Knotenbinden zeigten die Teilnehmer: Gefordert waren ein Mastwurf, ein Zimmermannsschlag, ein Kreuzknoten, ein Schotenstich und ein Rettungsknoten.

Nachmittags stand dann noch die etwas verspätete Kindertagsfeier der Gemeinde Höhenland mit den Ortsteilen Steinbeck, Wölsickendorf-Wollenberg und Leuenberg auf dem Programm. Dabei war eigentlich auch eine Fahrt mit dem Heißluftballon geplant. "Der Anbieter musste leider absagen, weil das bei diesem Wind ein gefährliches Unterfangen gewesen wäre", erklärte Ortsvorsteher Jörg Schleinitz. Dafür konnten sich die Kleinen bei Clownerie, Kinder- und Ratespielen, im Streichelzoo und auf der Hüpfburg vergnügen. Abends gab es noch einen großen Fackelumzug und am Lagerfeuer wurde Knüppelkuchen gebacken.

Ebenfalls am Sonnabend haben die Blauröcke aus Güstebieser Loose ihr 110-jähriges Jubiläum begangen, in Rathsdorf wurden 80?Jahre freiwillige Feuerwehr gefeiert und in Altreetz gab es einen Tag der offenen Tür. Die Berichte darüber lesen sie in den folgenden Ausgaben der MOZ.

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